Zum Inhalt springen

DTM: Herzschlagfinale am Norisring – gelingt Liam Lawson der große Wurf?

Liam Lawson, Ferrari, ©DTM,MaltensDTM

Wer wird Nachfolger des dreimaligen DTM-Champions René Rast? Liam Lawson im Ferrari? Oder doch Audi-Pilot Kelvin van der Linde? In Lauerstellung Maximilian Götz (HRT) und Marco Wittmann (Walkenhorst Motorsport).

Der große Showdown am Norisring ist angerichtet. „Wie es für mich weitergeht, wird Red Bull entscheiden“, sagt AF Corse-Pilot Lawson vor dem alles entscheidenden Wochenende. „Ich kann nur sagen, ich liebe diese Meisterschaft, sie ist echt toll. Sie bietet einen hohen Level mit einer sehr intensiven Zusammenarbeit mit Hersteller und Team.“

Erstmals ist der Stadtkurs in Nürnberg die ultimative Bühne für den Showdown der DTM. Liam Lawson, der erst 19-jährige Neuseeländer im Red Bull-Ferrari, oder der sechs Jahre ältere Südafrikaner Kelvin van der Linde im ABT-Audi – das ist hier die entscheidende Frage. Wer gewinnt den prestigeträchtigen DTM-Titel?

Lokalmatador Maximilian Götz im HRT-Mercedes-AMG mischt im Titelkampf mit, und rein rechnerisch hat auch Marco Wittmann im Walkenhorst-BMW noch Chancen auf den Titel.

Doch als klarer Favorit geht Tabellenführer Lawson in den ultimativen Showdown. 14 Punkte beträgt der Vorsprung des Ferrari-Piloten auf van der Linde. Wenn der Neuseeländer seinen Punktevorsprung über die Runden bringen sollte, wäre Lawson mit 19 Jahren der jüngste DTM-Champion der Geschichte.“Für mich wird besonders der Samstag schwierig, zumal sich das Zusatzgewicht auf dem Norisring bemerkbar machen wird“, so der Titelfavorit, der sich nach Platz zwei zuletzt am Hockenheimring die Tabellenführung wieder zurückgeangelt hat.

An seiner Seite bekommt Lawson mit Landsmann Nick Cassidy einen neuen Teamkollegen. Alex Albon, der in Hockenheim seine Abschiedsvorstellung im Ferrari gab, kommt seinen Formel-1-Verpflichtungen beim F1-Grand Prix in der Türkei nach und wird durch Cassidy ersetzt. „Es war eine coole Zeit mit Alex“, sagt Lawson. „Nick (Cassidy) war immer mit dem Team eng verbunden, und er kennt den Norisring und das Auto, er wird sich sicher schnell einschießen“, hofft der Tabellenführer auf Schützenhilfe seines Landsmanns, der in der abgelaufenen Saison beim Team Virgin in der Formel E für viel Furore sorgte.

Bemerkenswert: mit Lucas di Grassi (Abt Sportsline), Nico Müller (Team Rosberg) und Nick Cassidy geben sich gleich drei Formel-E-Piloten ein Stelldichein am Norisring.

Die Jäger: Van der Linde & Co

Lawson-Jäger Kelvin van der Linde kann auf die Erfahrung aus 25 Rennen und zwölf Podiumsplätzen des ABT-Teams am Dutzendteich seit 2000 bauen und ist selbst dort schon im Rahmen des Scirocco-Cups gefahren. „Das wird ein grandioses Finale, wie es sich alle Fans und Fahrer gewünscht haben“, weiß van der Linde.

Kelvin van der Linde ,DTM Zolder 2021 ©DTM

„Ich erwarte einen coolen Battle mit Liam Lawson, den ich am Norisring als unseren Haupt-Konkurrenten sehe. Wir müssen versuchen, in beiden Rennen gut zu punkten, dann ist noch alles drin. Man hat in Hockenheim gesehen, wie schnell sich die Punktsituation drehen kann, und ich gehe davon aus, dass noch viel passieren wird.

Ich kenne den Norisring aus dem Scirocco Cup 2013. Das ist eine Weile her und ich muss mich im Freien Training mit dem GT3-Auto noch etwas einschießen – aber das sollte kein Problem sein. Ich bin zuversichtlich für das Finale“, hofft auch der Südafrikaner auf den großen Wurf, der Unterstützung und Motivation durch den Besuch seiner Eltern erhält.

Der Tabellendritte Maximilian Götz hat auch noch seinen Hut in den Ring geworfen. Der Uffenheimer, Mitglied des austragenden Motorsportclubs Nürnberg (MCN), möchte als Lokalmatador die große Sensation schaffen. Der Mercedes-Pilot hat 26 Punkten Rückstand auf Lawson und muss ein Zauber-Wochenende hinlegen, um den neuseeländer doch noch abzufangen.

Max Götz,DTM, 3. + 4. Lausitzring 2021 ©Gruppe C Photography

„Die DTM-Saison ist bislang gut für mich gelaufen und ich bin schon jetzt sehr dankbar für das, was wir als Team über die ganze Saison hinweg erreicht haben“, sagt Götz. „Wir haben noch eine Chance auf die Fahrermeisterschaft, benötigen jedoch ein perfektes Wochenende und etwas Rennglück, um den Traum vom Titel wahr werden zu lassen. Ich werde gut vorbereitet in beide Rennen gehen und noch einmal alles geben.“

Die schlechtesten Karten von allen vier Titelaspiranten besitzt Marco Wittmann. Der BMW-Pilot hat 41 Punkte auf Lawson wettzumachen, fast eine „Mission Impossible“. Doch dem Franken, der am Norisring schon mit BMW siegreich war, ist alles zuzutrauen. Erfahrung besitzt der zweifache DTM-Champion allemal. Und auf dem nur 2.300 Meter langen Norisring kann alles passieren kann, wirklich alles…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: