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DTM: Mike Rockenfeller – Audi-Trennung nach 15 Jahren DTM

Mike Rockenfeller @DTM

Paukenschlag in der DTM. Mike Rockenfeller verlässt Audi nach 15 gemeinsamen Jahren in der DTM. Ob der Ex-Champion von 2013 der DTM nach den beiden Rennen am Norisring (08.10.-10.10.) endgültig den Rücken kehrt, bleibt offen.

„Ich brauche ein neues Umfeld“, begründete Rockenfeller seinen Abschied von den Ingolstädtern. „Ich habe gewisse sportliche Ziele und Ansichten, wie man miteinander umgeht, die sehe ich nicht mehr bei Audi.“

PK mit den Top Drei Hockenheim©Erich Hirsch

Rockenfeller ließ die Bombe am Samstagnachmittag in der DTM-Pressekonferenz platzen, als er nach einer bärenstarken Vorstellung das Feld von hinten aufrollte und mit Platz drei belohnt wurde. „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um bekanntzugeben, dass dies meine letzte DTM-Saison zusammen mit Audi wird“, ergriff Rockenfeller das Wort, als er zu seiner famosen Aufholjagd gefragt wurde. „Mal sehen, was die Zukunft bringt. Ich werde ein anderes Programm absolvieren, kann aber noch nicht mehr dazu sagen. Es war eine tolle Zeit, die ich sehr genossen habe.“

Eine langjährige erfolgreiche Partnerschaft geht damit zu Ende. Seit 2007 fuhr der 37-jährige Deutsche 205 DTM-Rennen für Audi, sechs DTM-Siege gingen bisher auf das Konto von Rockenfeller, der 2013 seine DTM-Karriere mit dem Titelgewinn krönte. Dazu holte der Deutsche im Langstreckensport in der LMP1-Klasse den Titel der Le Mans-Series 2008 und gewann 2010 für Audi die 24 Stunden von Le Mans.

„15 Jahre sind eine lange Zeit, das können nicht viele sagen“, fuhr Rockenfeller fort. „Zuvor fuhr ich bei Porsche, also insgesamt 20 Jahre bei einer Marke. Aber es hat sich bei Audi vieles geändert, viele Leute sind gewechselt und dort sehe ich meine Zukunft nicht. Ich freue mich auf eine neue Herausforderung. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich gern Langstrecken-Rennen und Prototypen fahre. Vielleicht sieht man mich da im nächsten Jahr, vielleicht auch ganz woanders“, legte „Rocky“ nach.

Mike Rockenfeller 2016 @EHirsch

Ex-Motorsportchefs Dr. Wolfgang Ullrich und Dieter Gass standen hinter Rockenfeller

Der Audi-Pilot bedankte sich besonders bei seinen früheren beiden Audi-Motorsportchefs Dr. Wolfgang Ullrich und Dieter Gass, die ihm immer die Stange gehalten haben, in guten so wie auch in schlechten Zeiten. „Dankeschön an Audi, dass ich damals immer Doppelprogramm fahren durfte. Ich bin mit der Corvette gefahren, bin 2010 schon in Daytona gefahren, konnte dort gewinnen. Das war immer möglich und da war Audi immer ein sehr, sehr anständiger Partner, der sowas in sportlicher Hinsicht immer möglich gemacht hat“, betont „Rocky“.

Bei Audi hat mittlerweile Julius Seebach die Verantwortung für den Motorsport übernommen, der Ende November 2020 Dieter Gass beerbt hat. An Seebachs Seite agiert Sebastian Grams als zweiter Geschäftsführer. „Dinge entwickeln sich und bespricht sie, oder eben nicht. Ich war immer happy, dass ich so eine loyale Firma wie Audi als Partner hatte und andersherum genauso. Ich habe immer versucht, mich in den Dienst der Marke zu stellen. Das wurde auch immer gegenseitig wertgeschätzt. Das Gefühl habe ich nicht mehr“, so Rockenfeller, der am Samstag mit seiner eindrucksvollen Fahrt und dem 36. DTM-Podestplatz gezeigt hat, ein großer Teamplayer zu sein.

Familie als Extraboost

Die Familie war am Wochenende zu Besuch in Hockenheim, um den Audi-Piloten zu unterstützen. Und der Extraboost wirkte zumindest am Samstag phänomenal. „Es ist immer schön oder Zufall, natürlich ist es ein schönes Gefühl“, sagt Rockenfeller gegenüber „Bildpresse2010.blog.“ Das ist ja zu 95 Prozent der Fall, dass sie nicht da sind. Es ist schön, dass sie da sind, wenn es gut läuft. Ich freue mich total und vor allem für die Kinder und meiner Frau. Man weiss ja nicht, ob ich nächstes Jahr noch DTM fahre und dann ist es auch schön für meine Kinder, dass noch so mitzuerleben.“

Wohin geht die sportliche Reise für Rockenfeller? Eines steht zumindest fest: Rockenfeller wird weiterhin der Motorsport-Szene erhalten bleiben. „Für mich müssen sich neue Wege öffnen“, lässt der Deutsche seine sportliche Zukunft offen. „Ich kann noch nicht sagen, was ich nächstes Jahr schon mal mache auf jeden Fall oder nicht. Das wird aber nicht mehr so lange dauern und ich denke, es wird eine Kombination aus verschiedenen Dingen sein.

Ich weiß nur, dass ich mich auf neue Herausforderungen und Umfelder sehr freue. Ich möchte etwas machen, was mir Spass macht und wo vor allem das drumherum für mich alles passt. Ich habe so viele Jahre Motorsport gemacht und bin jetzt nicht mehr in dem Alter, wo ich sage, ich muss unbedingt alles fahren. Ich möchte mir schon das aussuchen, was auch zu mir passt und mein Wunsch ist und meine Leidenschaft befriedigt“, erklärt Rockenfeller.

Am Wochenende fährt „Rocky“ also seine letzten beiden DTM-Rennen für Audi am Norisring. Danach trennen sich die Wege…

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