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DTM: Schlägt Abt-Pilot Kelvin van der Linde in Hockenheim zurück? Mit Gaststarter Lucas di Grassi zurück in die Erfolgsspur?

Kelvin van der Linde,DTM Assen ©Hoch Zwei

Hitchcock lässt grüssen. Der DTM-Titelkampf geht in die entscheidenden zwei Renn-Wochenenden. Hockenheim und eine Woche später Norisring entscheiden über den DTM-Meister 2021. Spannung pur verspricht der Titelkampf, denn vier Piloten balgen noch um die Titelkrone.

Mittendrin statt nur dabei ist Abt-Pilot Kelvin van der Linde, der in Hockenheim zurück auf die Siegesstraße zurückkehren möchte. 

„Ich habe viele gute Erinnerungen an Hockenheim und hoffe, dass wir auch 2021 viel coole Action sehen werden“, sagt van der Linde im Vorfeld. „Es wird ganz sicher ein spannendes, stressiges Wochenende, bei dem man im Titelkampf gute Nerven braucht.

Ich glaube, wir sind bei ABT Sportsline gut aufgestellt und vorbereitet. Wir geben alles, damit es hoffentlich in beiden Rennen ein Podium wird“, so die Kampfansage des Südafrikaners.

Abt Sportsline,DTM 2021 ©Abt

Der große Showdown beginnt an diesem Wochenende mit zwei Rennen auf dem Hockenheimring (Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr live in SAT.1 und auf ran.de). Abts Speerspitze Kelvin van der Linde, der vor den letzten vier Rennen als Tabellendritter 15 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Liam Lawson im Ferrari hat, muss die passende Antwort nach Assen geben.

Van der Linde musste zuletzt in den Niederlanden erstmals die Tabellenführung an den 19-jährigen Neuseeländer abtreten, der sich aktuell in einer ausgezeichneten Form befindet. Doch van der Linde tritt in Hockenheim erstmals als Jäger auf, möchte den Ferrari-Piloten einen Strich durch die Rechnung machen. Dazu ist eine gute Punktausbeute notwenig, um sich für den Norisring in Stellung zu bringen. Abt Sportsline hat letzte Woche wie so viele andere Teams in Hockenheim getestet. Ins Lenkrad griffen neben van der Linde auch Teamkollege Mike Rockenfeller und Gaststarter Lucas di Grassi.

Für Abt Sportsline und Kelvin van der Linde geht es in Hockenheim darum, die Meisterschaft offen zu halten und die Titelentscheidung auf den Norisring zu vertragen. Dabei helfen soll der enorme Erfahrungsschatz aus 22 Jahren DTM und vielen großen Erfolgen der „Äbte“ auf dem Hockenheimring. Auf keiner anderen Rennstrecke hat das Kemptener mehr DTM-Rennen absolviert und mehr Erfolge gefeiert als in Hockenheim.

Teamchef Biermeier: Schützenhilfe von „Rocky“

Teamchef Thomas Biermeier setzt alles auf eine Karte und hofft, dass Teamkollege Mike Rockenfeller den Tabellendritten wertvolle Schützenhilfe leisten kann. „Auch wenn wir nach den letzten Rennen eher in der Rolle des Außenseiters sind, bleibt unser großes Ziel dasselbe: Wir wollen die Meisterschaft gewinnen“, lautet das Ziel von Biermeier.

„Wir haben als Team in Hockenheim schon viele tolle Moment erlebt. Auch wenn es dieses Mal nicht das Finale ist, sind beide Rennen extrem wichtig für uns. Wir haben noch einmal getestet und die Autos perfekt vorbereitet. Wichtig wäre auch, dass Mike Kelvin im Titelkampf unterstützen kann“, so der Abt-Teamchef.

Für Rockenfeller geht es in erster Linie darum, ein gutes Ergebnis einzufahren und für sich selbst beste Werbung für ein weiteres DTM-Engagement in 2022 zu machen. Dazu muß sich „Rocky“ in den Dienst des Abt Sportsline-Teams stellen und versuchen, van der Linde im Titelkampf zu unterstützen.

Mike Rockenfeller,02_DTM_Zolder_@Abt

„Natürlich hoffe ich auf ein gutes Wochenende in Hockenheim“, sagt Rockenfeller. „Ich hoffe, dass wir aussortiert sind, dass mein Auto passt und wir von Anfang an schnell sind. Mein Ziel ist, in Hockenheim am Samstag und am Sonntag um den Sieg zu kämpfen. Hockenheim ist eine Strecke, die ich sehr gut kenne. Dort hat vor 15 Jahren meine DTM-Karriere begonnen. Ich freue mich darauf, dort mit dem GT-Auto zu fahren“, hofft der DTM-Champion von 2013 auf eine Sternstunde im Badischen.

Für Sophia Flörsch geht es in Hockenheim darum, eine weitere Leistungssteigerung zu zeigen. In Assen schaffte die Münchnerin mit Platz neun ihre ersten DTM-Punkte, die viel Selbstvertrauen für den Rest der Saison geben. „Ich werde versuchen, wie in Assen noch einmal ein, zwei Pünktchen einzufahren“, lautet das Ziel der Abt-Pilotin.

„Das hat mich für das Team extrem gefreut. Ich hoffe, dass das dieses Jahr noch einmal passiert“, so Flörsch. Die Deutsche war in der Vorwoche nicht beim Testen in Hockenheim, weilte dagegen bei der Fashion Week mit TikTok in Mailand.

Gaststarter Lucas di Grassi

Außergewöhnlich ist die Geschichte hinter dem Gaststart von Formel-E-Champion Lucas di Grassi. Der Audi-Werksfahrer aus der Formel E erhält die Gaststarts in Hockenheim und am Norisring als Abschiedsgeschenk von ABT Sportsline, da der Brasilianer nach den Jahren mit ABT und nach dem Ausstieg von Audi aus der Formel E zum Team Venturi von Susie Wolff wechselt. Mit dem bunten Audi R8 LMS in den Farben seines Formel E-Rennwagens aus dem Meisterjahr 2016/2017 wird Di Grassi mehr als nur ein Farbtupfer im Feld der Weltklassepiloten sein.

„Ich freue mich sehr über dieses Abschiedsgeschenk“, sagt di Grassi. „Als ABT-Teamchef Thomas Biermaier mir diese Idee in Berlin erzählt hat, dachte ich, er macht einen Witz. Doch dann wurde aus dieser verrückten Idee mehr und mehr Wirklichkeit. Das ABT-Team und ich haben eine sehr gute Verbindung, und ich bin sehr glücklich, mit ABT in der DTM starten zu dürfen.“

Di Grassi kennt den Hockenheim aus früheren Zeiten, mit der DTM betritt der Gaststarter Neuland. „In Hockenheim bin ich zuletzt im Legenden-Rennen des Audi Sport TT Cups gefahren. Beim Test in der vergangenen Woche war jede Runde wertvoll, um die Strecke und das Auto zu lernen. Aber es war nicht genug, denn die Fahrer-Qualität in der DTM schätze ich als sehr stark ein. Da ist es extrem schwierig, mal eben in das Feld zu springen. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben und die Rennen zu genießen“, so der Ex-Formel-E-Champion, der sich laut eigener Aussage im Titelkampf heraushalten möchte.

Abts ehemaliger DTM-Fahrer Nico Müller (Team Rosberg) stellte übrigens den Kontakt zu seinem Partner Riga Mainz her und machte den Einsatz von di Grassi erst möglich. „Ich wollte schon immer DTM fahren“, sagt die Grassi. „ABT Sportsline und unsere Partner aus der Formel E geben mir diese Möglichkeit. Ich freue mich sehr darüber. Das Auto sieht großartig aus. Wir werden auch den gesamten CO2-Ausstoß in den Rennen mit meinem Partner aus Brasilien kompensieren. Mit meinen DTM-Einsätzen habe ich also nicht nur Spaß, ich helfe auch mit, einen Teil des Regenwalds im Amazonas zu retten. Natürlich muss ich viel lernen: ABS, Traktionskontrolle, Schalten – das sind alles Dinge, die ich gar nicht mehr gewohnt bin“, so der Brasilianer.

Neben di Grassi bestreitet auch Hubert Haupt im Mercedes-AMG einen weiteren Gaststart, der bereits am Nürburgring an den Start ging. Premiere in der DTM feiert Marvin Dienst bei Mücke Motorsport, der den etatmäßigen Stammpiloten Maximilian Buhk ersetzt. Buhk kämpft beim ADAC GT Masters am Sachsenring um den Titel. 

Titelvorentscheidung in Hockenheim? Zumindest die Weichen werden für die Titelvergabe gestellt. Hitchcock lässt grüssen…

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