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DTM Trophy: Historischer Triumph für KTM- Österreicher Reinhard Kofler gewinnt in Assen

Reinhard Kofler, KTM,DTM Trophy Assen ©DTM,Daniel Reinhardt

Großer Jubel in Kirchanschöring in Oberbayern. Das Team True Racing by Reiter Engineering um Teamchef Hans Reiter hat in der DTM Trophy in Assen ihren Premierensieg in der DTM Trophy gefeiert.

Der Österreicher Reinhard Kofler im Dienste von True Racing by Reiter Engineering bescherte KTM den ersten Erfolg überhaupt in der Nachwuchsserie der hochprofessionellen DTM-Plattform. KTM ist damit nach BMW, Mercedes-AMG, Audi und Toyota der fünfte Hersteller, der sich in die Siegerlisten der DTM Trophy einträgt.

„Was für ein mega Rennen“, sagte Kofler überglücklich. „Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen“, so der KTM-Werksfahrer im Siegerinterview. Für ihn als auch KTM ist es der erste Sieg in der Meisterschaft für seriennahe GT-Fahrzeuge im Rahmen der DTM.

Start,DTM Trophy Assen ©DTM,Daniel Reinhardt

Die Österreicher gaben in den Niederlanden den Ton an. Nach dem Erfolg von Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer im Sonntagsrennen zur DTM, schrieb sein Landsmann Reinhard Kofler Geschichte in der DTM Trophy.

„Mir war bewusst, dass ich die größte Chance in den ersten Kurven haben würde“, blickt er zurück, der den Grundstein zum Premierensieg in der „Kathedrale des Motorsports“, wie Assen gern bezeichnet wird, gleich beim Start von Startplatz zwei aus legte.

„Ich zögerte nicht, setzte mich neben den Führenden und ging vorbei“, so der Sieger. „Anschließend musste ich mich noch drei bis vier Runden verteidigen. Danach konnte ich meinen Vorsprung auf die Verfolger verwalten und den ersten Platz nach Hause fahren. Für KTM ist das ein Meilenstein und ich möchte mich bei True Racing, Reiter Engineering und auch bei allen Fahrerkollegen herzlich bedanken“, konnte Kofler sein Glück kaum fassen.

Beim Sprint zur ersten Kurve setzte sich der KTM-Werkspilot von Startposition zwei aus gegen den Schweizer Lucas Mauron durch. Mauron qualifizierte sich im Audi von Heide-Motorsport für die Pole-Position. Nach dem gewonnenen Startduell ließ der Österreicher zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen.

In souveräner Manier fuhr Kofler den Sieg nach nach Hause und gewann nach 18 Runden mit einem Vorsprung von 2,118 Sekunden vor Mauron und dem britischen Mercedes-AMG-Piloten William Tregurtha (CV Performance Group), der als Dritter das Siegespodest erklimmte. 

DTM Trophy Assen Top Drei ©DTM

Neben Koflers Sieg durfte in Assen auch die größte Punkteausbeute für KTM an einem Rennwochenende bejubelt werden. Florian Janits, der für die verhinderte Laura Kraihamer einsprang, trug im Schwesterfahrzeug mit den Plätzen sieben (Samstag) und fünf (Sonntag) dazu bei, dass die Mannschaft True Racing by Reiter Engineering die Heimreise mit insgesamt 53 Zählern antreten durfte.

Der Premierensieg für Kofler war zugleich die Wiedergutmachung für die Enttäuschung am Tag zuvor. Denn bereits im Samstagsrennen gehörte der Österreicher im KTM X-Bow GT4 Evo zu den Schnellsten im Feld, was er mit Platz drei im Ziel eindrucksvoll unter Beweis stellte. Aufgrund einer nachträglichen Zeitstrafe von fünf Sekunden fiel der 36-Jährige jedoch auf den sechsten Platz zurück.

Der Aufwärtstrend des Rennstalls aus Kirchanschöring deutete sich bereits beim KTM-Heimspiel auf dem Red Bull Ring an. Im achten Saisonrennen, das Anfang September ausgetragen wurde, fuhren sowohl Janits als auch Teamkollegin Laura Kraihamer in die Top-10.

In der Gesamtwertung belegt Kofler durch seinen Erfolg in Assen Platz zehn, Teamkollege Janits liegt eine Position dahinter auf P11.

Der Titelkampf spitzt sich zu: Tregurtha rückt Green auf die Pelle

Die beiden Titelkandidaten aus Großbritannien Ben Green (FK Performance Motorsport ) und William Tregurtha machen dien Titelkampf weiter extrem spannend. Tregurtha ging als Gesamtzweiter mit einem Rückstand von 15 Zählern in das Rennen und knabberte sieben Zähler vom Vorsprung seines Landsmanns Ben Green ab, der in Assen nicht über Platz sechs hinauskam. Tags zuvor schaffte es Green mit P3 auf das Siegespodest zu klettern.

In der Gesamtwertung hat Green noch acht Zähler Vorsprung auf Tregurtha. Zwischen den beiden Briten steht es nun 171:163 nach Punkten. Greens Markenkollege Michael Schrey (Hofor Racing by Bonk Motorsport) bleibt Gesamtdritter. Er sammelte am Rennsonntag in Assen als Neunter nur zwei Punkte.

Die niederländische Gaststarterin Sandra van der Sloot war am Sonntag im Ziel die bestplatzierte Fahrerin im Feld. Van der Sloot kam im BMW des Team Driverse auf Position 15, direkt hinter ihr liefen Maurons Teamkollegin Sophie Hofmann und Verdoncks niederländische Stallgefährtin Stephane Kox ein.

Die Saison 2021 der DTM Trophy läutet in zwei Wochen ihre Schlussphase ein. Dann geht es für das vorletzte Rennwochenende des Jahres an den Hockenheimring, nur eine Woche später zum Finale auf den Norisring. Mal abwarten, ob die Oberbayern beim Heimrennen in Franken erneut für einen Paukenschlag sorgen können…

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