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DTM: Sophia Flörsch und Esmee Hawkey schreiben DTM-Geschichte, erste Punkte in Assen

Sophia Flörsch, Audi,DTM Assen©Hoch Zwei,DTM

Sophia Flörsch und Esmee Hawkey haben in Assen DTM-Geschichte geschrieben. Beide DTM-Rookies haben beim Samstagsrennen ihre ersten Saisonpunkte eingefahren. Die Deutsche in Diensten von Abt Sportsline erreichte Platz neun. Die Britin, bei T3 Motorsport angestellt, kam auf Position elf.

Ganze 3.276 Tage hat es gedauert, ehe wieder eine Fahrerin – indem Fall sogar zwei Fahrerinnen- DTM-Punkte verbuchen konnte. Zuletzt war es der Schweizerin Rahel Frey im Audi A4 DTM vorbehalten, beim Gastspiel 2012 in Valencia mit Platz sieben DTM-Punkte zu erzielen. Flörsch und Hawkey im Doppelpack also. „Für Sie freut es mich genauso wie es mich freut, dass ich die ersten Punkte in der DTM habe“, strahlte Flörsch über beide Ohren.

Da die beiden Gaststarter Mirko Bortolotti (Platz zwei) und Christian Klien (Platz fünf) nicht punktberechtigt waren, bekam Flörsch sechs Punkte auf ihr bisher leeres Konto gutgeschrieben, bei Hawkey waren es ein Punkt. „Wir hatten beide sehr viel Glück, teilweise die richtige Strategie, die dazu geführt hat“, bestätigte Flörsch auf Nachfrage von „bildpresse2010.blog“ in einer Medienrunde von Abt.

Im neunten DTM-Rennen von Flörsch, die das Nürburgring-Event wegen einer Terminkollision mit den 24h von Le Mans sausen lassten musste, hat es Zoom gemacht. „Das freut mich für meine Ingenieurin Laura, meine Mechaniker und das ganze Team“, so die Münchnerin. „Dahinter ist nun ein Haken. So kann es weitergehen“, hofft die Audi-Pilotin in den letzen vier Rennen in Hockenheim und am Norisring weitere Zähler zu kassieren. Am Sonntag musste sich Flörsch mit P16 zufriedengeben.

Sophia Flörsch,DTM Test Hockenheimring ©DTM

Die hitzige Startphase spielte der Abt-Piloten in die Karten, als mit Daniel Juncadella (GruppeM), Vincent Abril (HRT) und Arjun Maini (GetSpeed) gleich drei Mercedes-AMG-Piloten vorzeitig Feierabend hatten. Im weiteren Rennverlauf fielen Timo Glock (Rowe Racing), Nico Müller (Team Rosberg), Maximilian Buhk (Mücke Motorsport) und Ferrari-Pilot Alex Albon aus, insgesamt sieben Piloten sahen die Zielflagge nicht. Mit Lamborghini-Pilotin Esmee Hawkey tauschte Flörsch im Rennen Kontaktsport aus, wobei die Britin ins Kiesbett gedreht wurde, danach glücklicherweise weiterfahren konnte.

Hinzu kam, dass Sonntagssieger Lucas Auer im Mercedes eine 5-Sekunden-Strafe von der Rennleitung aufgebrummt bekam. Flörsch witterte ihre große Chance und nutzte sie mit P9. „Es ist mir schon ein bisschen ein Stein vom Herzen gefallen, weil das schon gut getan hat“, gab Flörsch offen zu. „Ein, zwei, drei Punkte sollen schon noch dazukommen“, so die 20-jährige Münchnerin, die durch ihren Erfolg die Schlagzeilen in den Medien beherrschte.

Sophia Flörsch: Vergleich mit Esmee Hawkey egal

Ob der Vergleich mit Lamborghini-Pilotin Esmee Hawkey nerve? „Ganz ehrlich, mir es es relativ Wurst, ob ich mit der Hawkey verglichen werde oder sonst jemanden“, sagte Flörsch gegenüber „Bildpresse2010.blog“. „Ich bin hier, um Rennen zu fahren. Die Esmee ist eine Konkurrentin wie jeder andere hier im Feld auch. Ich kann es irgendwo verstehen von Seiten der Medien, da wir die einzigen Frauen im Fahrerfeld sind.“

Besonders großartig fand die Deutsche die Stimmung und Atmosphäre in den Niederlanden, wo sie zum ersten mal in Assen an den Start ging. An die 35.000 Besucher füllten die Tribünen und das Fahrerlager war brechend voll. „Assen ist eine tolle Rennstrecke, und es war klasse, so viele Fans hier zu haben – vor allem auch so viele kleine Mädels. Das hat sehr viel Spaß gemacht“, notierte Flörsch.

Großer Jubel herrschte auch in der Box von T3 Motorsport. Nicht nur Gaststarter und DTM-Rookie Mirko Bortolotti zeigte mit Platz zwei und sieben eine bärenstarke Leistung, auch Esmee Hawkey sammelte mit Platz elf ihre ersten DTM-Punkte.

Eine starke Aufholjagd der Britin trotz Zusammenstoß mit Flörsch war vorausgegangen, die entsprechend happy über ihre ersten DTM-Zähler war. „Toll, endlich meine ersten Saisonpunkte erzielt zu haben“, strahlte Hawkey. Am Sonntag schied die 23-jährige Lamborghini-Pilotin vorzeitig aus.

So oder so, DTM-Geschichte haben Flörsch und Hawkey jedenfalls geschrieben.

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