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DTM: DTM Trophy als Leistungszentrum für den Nachwuchs, zwei Briten buhlen um den Titel

DTM Trophy,DTM, 9. + 10. Rennen Red Bull Ring 2021 © Gruppe C Photography

Die DTM Trophy fährt im Rahmen der DTM auch am anstehenden Wochenende in Assen. Es ist gerade erst die zweite Saison der DTM Trophy, doch die Nachwuchsserie dient als Leistungszentrum für höhere Aufgaben und hat sich bereits etabliert.

In der DTM Trophy kommen seriennahe GT-Sportautos zum Einsatz. In Assen treten mit Aston Martin, BMW, Audi, Mercedes, Porsche, KTM und Toyota sieben Hersteller mit 23 Piloten an.

„Ein Fahrer, ein Rennwagen – das ist wie in der DTM auch ein Alleinstellungsmerkmal der DTM Trophy“, betont Benedikt Böhme, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR.

„Das garantiert puren Rennsport, mit einem offenen Schlagabtausch ohne Taktieren vom Start bis zur Zielflagge. Die DTM Trophy ist ein wesentlicher Teil unserer DTM-Plattform, die gemeinsam mit der DTM als Top-Event sowie DTM Classic, DTM Electric und DTM Esports für Zuschauer, Fans und Partner eine attraktive Bühne mit faszinierendem Motorsport darstellt“, so Böhme.

BMW M2 Cup oder DTM Esports in die DTM Trophy: nichts ist unmöglich

Es geht um den Aufstieg, am liebsten von der DTM Trophy direkt in die DTM. Es geht aber auch um den Aufstieg aus dem BMW M2 Cup und aus der DTM Esports Championship powered by MediaMarkt.

Sich als junges Talent weiterentwickeln, Leistung zeigen und Erfolge feiern – dazu bietet die DTM Trophy auf der DTM-Bühne eine ideale und mittlerweile anerkannte Möglichkeit. Um in die DTM Trophy einsteigen zu können, gibt es zwei attraktive Angebote. So wird seit Saisonbeginn der BMW M2 Cup ausgetragen, exklusiv auf der DTM-Plattform. Mit dem fast 400 PS starken BMW M2 CS können bereits 16-Jährige auf ihr Talent aufmerksam machen. Als Krönung winkt dem Titelträger eine Saison im BMW in der DTM Trophy im Folgejahr.

Gemeinsam mit Partner MediaMarkt hat die DTM-Organisation ITR für die Zukunft ein neuartiges „DTM Youth Development Program“ aufgesetzt. Dabei geht es um den Aufstieg vom digitalen zum realen Motorsport. Aus einer eigenen Sim-Racing-Serie von MediaMarkt werden sich die Bestplatzierten für die DTM Esports Championship powered by MediaMarkt qualifizieren, und nach einem gezielten Förderprogramm wird das auserwählte Talent eine volle Saison in der DTM Trophy 2023 bestreiten.

Moritz Löhner macht gerade vor, wie es gehen kann. Er gewann im vergangenen Jahr die DTM Esports Championship und bestreitet aktuell mit einem BMW im markanten MediaMarkt-Design seine erste Saison im realen Motorsport in der DTM Trophy. Vor dem Gastspiel in den Niederlanden rangiert Sportwagen-Rookie Löhner an respektabler siebter Stelle der Meisterschaftstabelle. Das besondere Glücksgefühl, auf dem Siegerpodium zu stehen, hat der Sim-Racing-Profi auch schon erlebt – und die Sektdusche sichtlich genossen.

Green oder Tregurtha, ein Brite macht’s

Wenn am Wochenende (17. bis 19. September) im niederländischen Assen der fünfte von sieben Wertungsläufen ausgetragen wird, steht vor allem der Titelkampf im Brennpunkt. Die beiden Briten Ben Green im BMW und William Tregurtha im Mercedes-AMG dominieren aktuell das Duell um den Gewinn der DTM Trophy 2021.

Ben Green,DTM Trophy Spielberg ©DTM,Malte Christians

Zuletzt am Red Bull Ring hat sich das Duell der beiden Titelaspiranten sogar verschärft. Green, der beste Junior der DTM Trophy des Vorjahres, siegte im BMW von FK Performance Motorsport am Samstag zum dritten Mal und übernahm die Tabellenführung vor Tregurtha, der im Mercedes-AMG der CV Performance Group erstmals leer ausging.

Im Sonntagrennen drehte Tregurtha den Spiess um und erzielte Saisonsieg Nummer zwei, doch Green verteidigte als Zweiter die Spitzenposition im Titelrennen. Nur zehn Punkte trennen Green und Tregurtha, die gute Freunde sind und meist gemeinsam zu den Rennen anreisen – eine eher ungewöhnliche Situation. Könnte man sich in der DTM bei Tabellenführer Kelvin van der Linde und Jäger Maximilian Götz kaum vorstellen…

Der Deutsche Michael Schrey liegt mit dem BMW von Hofor Racing by Bonk Motorsport 38 Punkte hinter Green auf Rang drei und 42 Zähler vor dem Schweizer Yann Zimmer im zweiten FK-BMW. Spannung und Anspannung steigen. Allerdings: Entschieden ist rein gar nichts, denn in Assen, Hockenheim und am Norisring können noch maximal 168 Punkte eingefahren werden.

Gaststart von Sandra van der Sloot: eine weitere Rennfahrerin in der DTM Trophy

Der 4,555 Kilometer lange TT-Circuit in Assen südlich von Groningen bedeutet gleich für zwei Rennfahrerinnen ein Heimspiel. Stéphane Kox ist zu Saisonbeginn in die DTM Trophy eingestiegen und hat mit dem Toyota von Ring-Racing, dem Team aus der Nähe des Nürburgring, bereits zweimal Punkte eingefahren.

„Nachdem ich aufgrund meines Studiums zwei Jahre mit dem Rennsport ausgesetzt habe, musste ich mich zuerst wieder herantasten“, sagt Kox. „Aber das ging ziemlich gut und ich habe schnell den Rhythmus wiedergefunden, obschon ich mich auch an ein anderes Auto, meinen Toyota, gewöhnen musste.

Bisher bin ich ziemlich zufrieden. Die DTM Trophy ist sehr hartumkämpft. Die Serie ist gut für junge und erfahrene Piloten. Es gibt viele verschiedene Marken, doch mit unserem Toyota entwickeln wir uns immer weiter nach vorne.“

Damit ist die Niederländerin aktuell die bestplatzierte Rennfahrerin im Feld, vor KTM-Pilotin Laura Kraihamer. Die Österreicherin fehlt allerdings in Assen und wird durch ihren Landsmann Florian Janits ersetzt, der für den im oberbayerischen Kirchanschöring beheimateten Rennstall True Racing by Reiter Engineering antritt. Dazu kommt noch Audi-Fahrerin Sophie Hofmann, die für Heide-Motorsport fährt.

Sandra van der Sloot DTM Trophy ©DTM

Sandra van der Sloot tritt als Gaststarterin als dritte Pilotin an. Im BMW von Driverse Racing absolviert van der Sloot, mehrmalige Titelgewinnerin im niederländischen Rennsport, auf einer ihr sehr gut bekannten Rennstrecke einen Gaststart in der DTM Trophy.

„Doubleheader“ live bei SPORT1

Wie üblich, stehen auch in Assen zwei Rennen zur DTM Trophy 2021 auf dem Programm, die am Samstag und Sonntag jeweils um 15:10 Uhr gestartet werden und von SPORT1 sowie im Streaming-Portal DTM Grid (grid.dtm.com) live übertragen werden.

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