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DTM: Die Zukunft in Spielberg- Schaeffler präsentiert den DTM Electric Remote Run

DTM Electric ©DTM

Die DTM goes Electric. Im Rahmen des Renn-Wochenendes am Red Bull Ring am kommenden Wochenende präsentieren die DTM und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam mit anderen wichtigen Partnern den DTM Electric Remote Run.

„Schaeffler beweist als Serienpartner der DTM Innovationskraft und Pioniergeist“, sagt Matthias Zink, Vorstand Automotive Technologies der Schaeffler AG.

„Der Einsatz unter Extrembedingungen während des Remote Run belegt den hohen Reifegrad unserer Technologie und bringt uns bei der Entwicklung in Richtung Serienreife entscheidend voran.“

Mit über 1200 komplett elektrischen PS in Hockenheim fing es an, als beim DTM-Saisonfinale 2020 Schaeffler-Markenbotschafterin Sophia Flörsch, Daniel Abt und Timo Scheider das Zukunftsauto der DTM bei einem Demo Run vorgestellt haben.

Tim Heinemann ©DTM

Jetzt folgt der nächste wichtige Schritt. Dabei fährt das DTM Electric Demo Car im Vorfeld der DTM-Rennen am Samstag und Sonntag über den 4326 m langen Kurs in der Steiermark – und zwar ohne, dass ein Fahrer im Auto sitzt. Gesteuert wird der Wagen von DTM Trophy-Champion Tim Heinemann aus einem hochmodernen Fahrsimulator, der 82 Kilometer entfernt beim DTM-Partner AVL in Graz steht. Schaeffler stand schon immer für Pioniergeist, man denke nur an das Abenteuer Formel E. Mit dem Allgäuer Privatteam Abt mischte Schaeffler die Elektro-Rennserie jahrelang auf, ehe Audi als Werksteam übernahm.

Die Formel E ist Geschichte, die Zukunft liegt in der DTM Electric. „Der DTM Electric Remote Run ist der nächste Schritt auf dem Weg hin zu einer vollelektrifizierten High-Performance-Rennsportserie“, sagt Benedikt Böhme, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR.

„Das Projekt zeigt Elemente, die künftig im Rahmen einer völlig neu gedachten, globalen, elektrifizierenden Rennserie zum Einsatz kommen könnten, wie wir sie mit der DTM Electric neben der bewährten DTM aufbauen wollen. Zudem zeigt es, welche Innovationskraft unsere Plattform für Entwicklungen der Mobilität der Zukunft besitzt.“

Schaeffler wieder einen Schritt voraus

Schaeffler zeigt im DTM Electric Remote Run ein weiteres Mal die Chancen auf, die die DTM als Innovations-Labor bietet und demonstriert mit dem hoch modernen Drive-by-wire-System, das bereits in der DTM zum Einsatz kommt, Elemente des autonomen Fahrens, die auch Bestandteil der DTM Electric werden könnten.

Im Rennen soll zwar entsprechend der DTM-DNA immer der Fahrer den Unterschied ausmachen, jedoch sind Remote Control oder autonom agierende Fahrzeuge vorstellbar, um beispielsweise Sicherheit und Chancengleichheit während Safety-Car-Phasen zu erhöhen. Für den sportlichen Wettbewerb auf der Strecke bleibt der Fahrer aber unersetzlich, weshalb auch beim Remote Run der Pilot die Richtung vorgibt.

„Das im Konzeptfahrzeug DTM Electric verbaute System Space Drive ist eine bestens erprobte Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren mit mehr als einer Milliarde gefahrener Kilometer auf öffentlichen Straßen“, fügt Schaeffler-Vorstand Zink hinzu. „Wir bedanken uns bei allen Partnern, die an diesem Projekt mitgewirkt haben.“

Matthias Zink,Schaeffler ©Schaeffler

5G im Motorsport angekommen

Die Projektleitung, das Fahrzeug mit Drive-by-wire-System, das Sicherheitskonzept und der Einsatz liegen in Verantwortung von Schaeffler, Pionier im Motorsport, der sich zu einem der herausragenden Akteure im Bereich moderner Mobilität entwickelt hat und wichtiger Partner der DTM Electric ist.

Riedel Communications aus Wuppertal ist für die Abdeckung und Gewährleistung der Funk- und Daten-Kommunikationswege verantwortlich. Die amerikanische Firma Cisco stellt die Router zur Netzwerkverbindung (SD-WAN) zwischen dem Simulator und der Rennstrecke, 5G-Technologie sichert die stabile Kontrolle des Autos.

Das Netzwerk von Riedel und Cisco arbeitet beinahe in Lichtgeschwindigkeit und überträgt so Bild, Kommunikation und die Signale der Fernsteuerung mit höchstmöglicher Zuverlässigkeit.

Entsprechend groß ist die Freude bei der ITR. „Wir danken Schaeffler und allen anderen Partnern, dass sie dieses Projekt mit uns angegangen sind und wir den nächsten großen Step in Sachen Innovation machen können“, so Michael Resl, Director Competition & Technology der DTM-Dachorganisation ITR.

Innerhalb von nur fünf Monaten wurde das Projekt konzeptioniert und realisiert, das durch die hohe Komplexität die Bündelung der Stärken mehrerer Partner erfordert hat. Der Fahrsimulator der AVL sorgt für Feedback über Handling und Stabilität wie beim echten DTM Electric Demo Car, ermöglicht durch Fahrdynamiksimulationssoftware, die auch bei der Erstellung der DTM Balance of Performance zum Einsatz kommt.

DTM Electric,Hockenheimring, 2020 ©DTM

Weiterhin sind die Firma Tripleye, die ein zusammenhängendes Kamerasystem inklusive Computereinheit zur Verfügung stellt, sowie die Firma Voysys, die die Software und deren Integration für teleoperiertes Fahren zur Verfügung stellt, involviert. Auch memotec, ein bewährter Sensorik Partner der aktuellen DTM Plattform, beteiligt sich an diesem innovativen Projekt.

Daran erkannt man, dass so ein Mammutprojekt nur mit mehreren technikaffinen Unternehmen gemeinsam zu stemmen ist. Ab 2023 soll die DTM Electric auf der Rennstrecke Premiere feiern.

Beim Saisonfinale im Oktober auf dem Norisring (08.10.-10.10.) präsentiert sich die DTM Electric mit weiteren Demo Runs. Wie gesagt, die DTM goes Electric…

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