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Extreme E: Historisches- Arctic X Prix ist erstes Motorsportevent in Grönland

RXR Rosberg Team @Extreme E

Am Wochenende steht in der Extreme E der Artic X Prix in Kangerlussuaq an. Es ist die erste Motorsportveranstaltung, die jemals in Grönland stattfindet.

„Grönland ist ein unglaublicher Ort und ich freue mich, das erste Motorsport-Event in diesem Land zu veranstalten“, sagt Alejandro Agag, Gründer und CEO von Extreme E.

„Ein großes Lob an das Team hinter den Kulissen. Es ist wirklich ein Beweis für die harte Arbeit aller Beteiligten, denn ein Event hier in der abgelegenen Arktis zu veranstalten, ist keine leichte Aufgabe.

Der Grund für das Rennen in Grönland ist viel mehr als nur eine fantastische Show. Es geht darum, auf die Probleme hinzuweisen, mit denen die Insel konfrontiert ist, wie z. B. die Eisschmelze, die zum weltweiten Anstieg des Meeresspiegels führt.

Wir befinden uns in der Klimakrise wirklich an einem Wendepunkt, und ich freue mich darauf, in Grönland von den Mitgliedern unseres geschätzten wissenschaftlichen Komitees nicht nur etwas über die Probleme zu hören, sondern auch über die angebotenen Lösungen, einschließlich der Elektrofahrzeuge, einem der wichtigsten Bestandteile von Extreme E“, fügte der Spanier hinzu.

Kangerlussuaq liegt im Westen Grönlands und ist die Heimat des einst mächtigen Russell-Gletschers, der die Kulisse für die Extrem E bildet. Die Wahl des Serienveranstalters fiel auf dieses Gebiet, weil es ein Schlaglicht auf die Klimakrise wirft. Ein Teil der Strecke wurde früher vom Gletscher eingenommen, der aber leider aufgrund des beschleunigten Temperaturanstiegs geschmolzen ist.

Sportlicher Wettbewerb: RXR das Maß aller Dinge

Nach einem hart umkämpften Rennwochenende in Dakar, Senegal, holte RXR, das Team von Nico Rosberg, zum zweiten Mal den Sieg. Schon bei der Premiere beim Desert X Prix in Saudi-Arabien ging RXR als Sieger hervor.

„Wir gehen mit einem unglaublichen Schwung in den Arctic X Prix und ich könnte nicht stolzer auf die Leistung des Teams in den ersten beiden Rennen sein“, sagt Rosberg vor dem Auftritt in Grönland.

„Wir sehen jedoch nichts als selbstverständlich an und ich und das gesamte Team sind motiviert, die harte Arbeit fortzusetzen. Das Rennen findet an einem spektakulären Ort statt und ich freue mich wie jeder Fan darauf, unseren ODYSSEY 21-Rennwagen in einer so außergewöhnlichen Umgebung wie Grönland antreten zu sehen.“

Rosbergs Fahrerduo, der Schwede Johan Kristoffersson und die Australierin Molly Taylor, liegen mit 71 Punkten an der Spitze der Tabelle. Lewis Hamiltons Team X44 liegt mit 57 Punkten auf dem zweiten Platz und Jenson Buttons JBXE-Team liegt mit 44 Punkten auf dem dritten Platz. Da die verbleibenden sechs Teams nur sieben Punkte getrennt sind, geht es beim dritten Saisonevent der neuen Serie um alles.

Fahrerwechsel bei Abt: Jutta Kleinschmidt ersetzt Claudia Hürtgen

Beim zweiten deutschen Team ABT Cupra XE gibt es einen Fahrerwechsel. Jutta Kleinschmidt, die Ende Mai im Senegal noch kurzfristig für die erkrankte Claudia Hürtgen eingesprungen war, bildet für den Rest der Saison ein festes Fahrer-Duo mit Mattias Ekström. Das Allgäuer Erfolgsteam geht mit einem 400 kW (544 PS) starken e-CUPRA ABT XE1 an den Start und hat ein klares Ziel vor Augen: das erste Podestergebnis für das Team.

Jutta Kleinschmidt Abt @Abt

„Als ich zu Saisonbeginn als Beraterin und Ersatzfahrerin in der Extreme E eingestiegen bin, hätte ich nie gedacht, dass ich eines Tages als permanente Fahrerin an der Seite von Mattias antreten würde“, sagt die 58-jährige Kleinschmidt. „Das ist wie ein Traum, der wahr geworden ist.

Ich habe mich im Team ABT CUPRA XE sofort sehr willkommen gefühlt. Die Herausforderung in Grönland wird eine andere sein als im Senegal. Nach den heißen Temperaturen und dem vielen Sand in der Wüste müssen wir uns nun an die völlig anderen Bedingungen in der Arktis gewöhnen.

Ich kann es kaum erwarten, nach Grönland zu kommen und mein erstes richtiges Wochenende mit Mattias und dem Team zu genießen.“

Erstmals gehen Jutta Kleinschmidt und Mattias Ekström gemeinsam und vorbereitet in ein Rennwochenende. „Für uns ist der Grönland-Event wie ein kleiner Neuanfang in der Saison“, sagt Mattias Ektröm.

„Jutta ist die „Königin der Dakar“ und ich bin noch fast ein Rookie. Deshalb ist es auch für mich etwas Besonderes, sie im Team zu haben. Im Senegal hatten wir so gut wie keine Vorbereitung und hatten trotzdem einige ziemlich gute Läufe. Jetzt hatten wir etwas Zeit, die Dinge zu analysieren und uns besser vorzubereiten. Wir haben noch drei Rennwochenenden, die wir so reibungslos und erfolgreich wie möglich gestalten wollen. Diese Meisterschaft ist noch lange nicht vorbei“, bläst der Schwede zur Attacke.

Streckenverlauf: 8,1 Kilometer lang

Grönland. Arktis. Das klingt nach eisiger Kälte und Winterwunderlandschaften – doch weit gefehlt. Kangerlussuaq liegt zwar rund 70 Kilometer nördlich des Polarkreises, doch herrscht hier ein kontinentales Klima mit harten Wintern und sehr milden Sommern. Für das Rennwochenende werden Temperaturen von bis zu acht Grad Celsius und Regen vorhergesagt.

GREENLAND_TRACKMAP_ARCTIC-02 ©Extreme E

Die Strecke wurde um eine große, relativ offene Ebene am Rande des Russell-Gletschers, gleich außerhalb der Stadt Kangerlussuaq, herum konzipiert. Das Gelände besteht aus einer Mischung von großen Felsbrocken bis hin zu feinem Gletschersediment und Sanddünen, die durch den Wind, der das Tal hinunterweht, und das Schmelzwasser des Gletschers geformt wurden.

Der Start der Strecke befindet sich am westlichen Ende der Ebene in einem flachen Gebiet 123 Meter über dem Meeresspiegel und beginnt mit einer Mischung aus kompaktem Sediment und kleinen Felsen, bevor es in Richtung Norden zu den Sanddünen geht.

Ein weitläufiger Abschnitt, in dem die Fahrer eine Vielzahl verschiedener Routen durch das sandige Buckelpistenfeld wählen können, führt sie am Fuße des ersten Anstiegs auf die Sanddünen hinaus. Die Strecke führt ein kurzes Stück bergab in die Ebene, bevor sie wieder in die Dünen hinauf zum nördlichsten Teil der Strecke führt.

An diesem Punkt verschwindet die Strecke auf der anderen Seite der Dünen und umrundet einen kleinen Gletschersee, bevor sie sich zum höchsten Punkt der Dünen mit 180 Metern hinaufschlängelt, bevor sie aus dem sandigeren Abschnitt herausfällt und wieder mit der offenen Ebene verbunden wird.

Die Strecke windet sich bis zum westlichsten Punkt und fällt zweimal in ein riesiges Flussbett mit steilen Abhängen und springt dann wieder auf die Ebene. Hier befindet sich auch der „Supersektor“ – ein Streckenabschnitt, auf dem der schnellste Fahrer des Wochenendes fünf Punkte für sein Team erhält.

Nach der Gegengeraden biegt die Strecke wieder in den Wechsel- und Zielbereich ein. Der langsamste und vielleicht auch technischste Teil der Strecke führt durch einen kleinen „Steingarten“, der mit mittelgroßen bis großen Steinen übersät ist. Die Fahrer müssen hier besonders geduldig sein, während sie sich langsam ihren Weg durch diesen einzigartigen und sehr technischen Teil der Strecke suchen.

Der Weg zurück zur Start- und Wechselzone führt nun über die holprige Ebene und beendet die spektakuläre 8,1 Kilometer lange Strecke des Arctic X Prix. Hier hat Streckenberater Timo Scheider ganze Arbeit geleistet.

Extreme E 2021: Ocean X-Prix ©Sam Bloxham / LAT Images

Änderungen am sportlichen Format

Um das Rennwochenende noch spannender und abwechslungsreicher zu gestalten, haben die Verantwortlichen der Extreme E das sportliche Format zum Arctic X Prix modifiziert.

Erstmals werden im Finale fünf statt bislang drei Fahrzeuge gleichzeitig an den Start gehen. Zudem haben ab sofort alle Teams bis zuletzt die Chance, sich für das Finalrennen zu qualifizieren. Nicht nur die ersten beiden Teams aus den zwei Halbfinalläufen, sondern auch der Sieger aus dem Hoffnungslauf („Crazy Race“) ziehen in das Finale ein.

Die 8,1 Kilometer lange Runde ist im Qualifying, in den Halbfinals und im Finale jeweils zwei Mal zurückzulegen – bei allen neun Teams und 18 Piloten jeweils einmal von einer Pilotin und einmal von einem Piloten inklusive fliegenden Wechsels.

„Mit unseren Aktualisierungen des sportlichen Formats werden wir noch spannenderen Rennsport und unser erstes Finale mit fünf Fahrzeugen erleben, das allen Teams die Chance bietet, das abschließende Rennen des Wochenendes zu bestreiten“, hofft Seriengründer Agag auf einen positiven Effekt.

Starterfeld: 

  • ABT CUPRA XE – #125 – Mattias Ekström / Jutta Kleinschmidt
  • ACCIONA | Sainz XE Team – #55 – Carlos Sainz Senior / Laia Sanz
  • Andretti United Extreme E – #23 – Timmy Hansen / Catie Munnings
  • SEGI TV Chip Ganassi Racing – #99 – Kyle LeDuc / Sara Price
  • XITE ENERGY RACING powered by myenergi – #42 – Oliver Bennett / Christine GZ
  • JBXE – #22 – Kevin Hansen / Mikaela Åhlin-Kottulinsky
  • Rosberg X Racing – #6 – Johan Kristoffersson / Molly Taylor
  • Veloce Racing – #5 – Stéphane Sarrazin / Emma Gilmour
  • X44 – #44 – Sébastien Loeb / Cristina Gutiérrez

Die Extreme E live verfolgen

In Deutschland überträgt ProSieben MAXX am Sonntag, 29. August, ab 15:55 Uhr live aus Grönland. Kommentiert werden die Rennen von Eddie Mielke, den die Fans schon aus den DTM- und Formel-E-Übertragungen kennen.

Die Qualifyings am Samstag um 13:30 Uhr und um 18:00 Uhr sowie das Halbfinale am Sonntag um 12:00 Uhr werden auf ran.de sowie auf den Kanälen der Extreme E übertragen.

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