Zum Inhalt springen

DTM: „Die DTM sollte kein Autoscooter sein“, die Stimmen vom Nürburgring

Luca Stolz und Philip Ellis,DTM Nuerburgring ©DTM

Die DTM hat am Wochenende für viel Unterhaltung gesorgt. AlphaTauri AF Corse-Pilot Alex Albon feierte seinen Premierensieg in der DTM gefeiert und Kelvin van der Linde bescherte dem Team ABT Sportsline den 70. DTM-Sieg.

Hubert Haupt schrieb bei seinem DTM-Comeback nach 20 Jahren Motorsportgeschichte und Porsche trat erstmals in der Tourenwagen-Serie an.

Es war viel Action am Nürburgring geboten, die Sprintstrecke in der Eifel war erstmals Schauplatz einer Motorsportveranstaltung nach der Flutkatastrophe – wichtig für die Menschen in der Region.

Danksagung DTM Nuerburgring 2021 @Abt

#WirfuerdieEifel-Aktion:  bisher 350.000 € an Spendengelder

Rund um den siebten und achten Saisonlauf drehte sich sehr viel um die Hochwasser-Katastrophe. Sat.1-Experte Timo Scheider rief via Live-Übertragung die Menschen dazu auf, weiterhin zu spenden.

„Es wird noch lange dauern, bis diese Menschen wieder ein normales Leben führen können“, so der zweifache DTM-Champion, der auf die Aktion #WirfuerdieEifel aufmerksam machte. Rund 350.000 Euro Spendengelder konnten bisher gesammelt werden.

Bei Abt Sportsline erlebte der 73-jährige Walter Kolb aus Isny einen ganz speziellen Tag. Der Allgäuer hatte für das Rennen auf dem Nürburgring den Platz am Kommandostand von Abt Sportsline ersteigert und 6.000 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe in der Region gespendet. Die „Äbte“ rundeten die Spendensumme auf 10.000 Euro auf.

Das Beste: da Tabellenführer Kelvin der Linde das Samstagsrennen gewann, durfte der edle Spender mit auf das Siegespodest, um den Pokal abzuholen. Eine anschließende Champagnerdusche verstand sich von selbst.

Kelvin van der Linde,DTM Nuerburgring 2021 @ABT

„Dass unser Gast am Kommandostand einen Sieg erleben durfte, war ein toller Abschluss unserer Auktion zugunsten von #wirfuerdieeifel“, sagte Abt-Teamchef Thomas Biermeier.

Vor Rennbeginn hatten von der Flut betroffene Kinder die Box von Abt Sportsline besucht und vor dem Rennen sogar das Lenkrad von Kelvin van der Linde in den Händen halten dürfen. Der Besuch der Kinder berührte die Abt-Piloten zutiefst.

„Als erste Rennserie nach der Flutkatastrophe wieder Rennen auf dem Nürburgring austragen zu können, war etwas ganz Besonderes“, so Biermeier. „Es war großartig, so viele begeisterte Menschen auf den Tribünen zu sehen und auch den Kindern, die uns besucht haben, etwas Freude zu bereiten.“

In sportlicher Hinsicht konnte Tabellenführer van der Linde am Samstag über beide Ohren strahlen. Pole-Position und souveräner Start-Ziel-Sieg, maximale Punktausbeute, Tabellenführung ausgebaut. Am Sonntag ein ganz anderes Bild. Der Südafrikaner musste nach einer harten Attacke von Red Bull-Pilot Liam Lawson die Segel streichen und schied aus.

„So schön der Samstag war, so bitter war für uns der Sonntag“, notierte Biermeier. „Wir wollen harte Zweikämpfe sehen. Aber die DTM sollte kein Autoscooter werden“, ärgerte sich der Oberbayer über die teilweise harte Gangart des Neuseeländers Lawson.

SSR Performance ohne Fortune: erstmals Porsche in der DTM

Sehr gespannt wartete das mit 23 Fahrern prall gefüllte Starterfeld auf den Gaststart von SSR Performance, das erstmals mit Michael Ammermüller einen Porsche in der DTM einsetzte – Premiere für den deutschen Sportwagenhersteller.

Michael Ammermüller,Porsche 911 GT3 R SSR Performance @SSR Performance

Michael Ammermüller im Porsche 911 GT3 R zeigte bereits im freien Training, dass das junge Team aus München mit den DTM-Routiniers mithalten kann. Der erste Renntag am Samstag musste jedoch nach einem Kontakt mit Timo Glock (BMW) Lucas Auer (Porsche) im Mittelfeld und den daraus resultierendem Schaden am linken Vorderrad vorzeitig beendet werden.

Unter schwierigen und feuchten Streckenbedingungen setzte Ammermüller am Sonntag den Porsche 911 GT3 R auf die vierte Startposition- eine Bombenleistung des Passauers. Entsprechend strahlende Gesichter im Hause von SSR Performance.

Im Rennen konnte Ammermüller in Turn 2 kurz nach dem Start sogar Marco Wittmann im BMW M6 GT3 kurzzeitig düpieren und auf Platz drei vorrücken- ein Podiumsplatz winkte.

Doch das Glück war nicht auf der Seite von SSR Performance. HRT-Pilot Maximilian Götz im Mercedes-AMG GT3 Evo war nach dem Re-Start – Markenkollege Maximilian Buhk krachte in die Mauer – zu ungeduldig und fuhr dem Niederbayer ins Heck, der daraufhin drehend von der Strecke abkam. Nach einer zweiten Safety Car-Phase bekam Ammermüller abermals einen Schlag ab und musste den Porsche 911 GT3 R aufgrund eines Reifenschaden abstellen.

„Am Samstag waren wir aufgrund der Balance of Performance chancenlos“, sagte Ammermüller. „Durch die Änderung war das Ergebnis im Sonntags-Qualifying schon um einiges besser. Uns hat aber mit Sicherheit auch das Wetter in die Karten gespielt.

Ich bin mir sicher, dass das Rennen gut hätte laufen können. Das Fahrverhalten der Kontrahenten hat mich aber ehrlich gesagt verwundert. In der GT Masters und auch im Supercup wird mit mehr Respekt gefahren“, zeigte sich der 35-jährige Porsche-Pilot über die harte Gangart in der DTM verwundert.

Etwas deutlichere Worte fand SSR Performance-Teameigentümer Stefan Schlund. „Durch teils chaotische Zustände in beiden Rennen war es uns kaum möglich die nötigen Daten zu sammeln, die sowohl für SSR und Porsche als auch der ITR und AVL wichtig gewesen wären“, ärgerte sich Schlund maßlos.

„Da wir zudem sowohl in Rennen 1 als auch in Rennen 2 aus dem Wettbewerb geboxt wurden, waren die Schäden am Fahrzeug enorm. Meiner Meinung nach hat das wenig mit Rennsport zu tun. Die Verantwortlichen sollten schnell handeln, um den Ruf der Serie nicht kaputt zu machen“, erklärte Schlund.

Ferrari: Licht bei Albon, Schatten bei Lawson

Und es hat Bumm gemacht. Alex Albon hat als erster Thailänder ein DTM-Rennen gewonnen. Albon im Ferrari  GT3 Evo 2020 sicherte er sich zunächst im Qualifying die Pole-Position und verteidigte diese Führung in einem turbulenten Rennen souverän. Nicht weniger als neun Fahrer sahen die Zielflagge nicht.

Alex Albon, DTM, 7. + 8. Rennen Nürburgring 2021 @ Gruppe C Photography

Nach zuvor zwei dritten Plätzen in Zolder, Belgien und Monza, Italien stand Albon nun zum ersten Mal ganz oben auf dem DTM-Podium. „Ein großartiger Tag für das Team und auch für mich“, freute sich Albon nach seinen Befreiungsschlag, der bisher immer im Schatten seines Teamkollegen Lawson stand.

„Nach dem Wochenende in Zolder, das schon gut gelaufen ist, haben wir hier noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht. Und das, nachdem wir am Samstag eigentlich nirgendwo waren.

Darüber haben wir am Abend lange gegrübelt. Heute sind wir beim Setup in die richtige Richtung gegangen und wurden dafür mit dem Sieg belohnt. Hoffentlich können wir dieses Momentum mit zum Heimspiel auf dem Red Bull Ring nehmen.“

In der Meisterschaft konnte Albon dank der Punkte für Pole-Position und Sieg mit nun 82 Zählern einen gewaltigen Sprung nach vorne machen- Platz vier.

Albon konnte inzwischen Teamkollege Lawson in der Fahrermeisterschaft überholen, der nach einem rabenschwarzen Wochenende zwei Nullnummern einstecken musste.

„Ein frustrierendes Sonntagsrennen als Abschluss eines insgesamt frustrierenden Wochenendes für uns“, zeigte sich Lawson enttäuscht.

Der Neuseeländer hatte am Sonntag nicht gerade seinen besten Tag. Zunächst schlitzte ihm HRT-Pilot Götz mit dem Splitter den linken Hinterreifen auf. Danach folgte ein weiterer Reifenschaden, der ihm neuerlich in die Ferrari-Box für neu eReifen zwang.

Chancenlos legte sich Lawson nach der zweiten Safety-Car-Phase mit Tabellenführer van der Linde an, drehte den Audi-Piloten in der Schikane und beförderte zudem van der Lindes Teamkollegen Mike Rockenfeller ins Aus. Zwei Abt-Piloten auf einen Streich aus dem Rennen genommen, da brummte ihm die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe aus.

„Ich hatte heute eigentlich einen sehr guten Start, und auch meinen Boxenstopp hatten wir gut getimt“, sagte Lawson.

„Als ich wieder rauskam, war ich im Zweikampf mit Maximilian Götz, der mich leider berührt und meinen Hinterreifen aufgeschlitzt hat. Danach musste ich erneut reinkommen und auf gebrauchten Reifen weiterfahren.

Dennoch hatte ich wieder einen guten Restart und wollte mich weiter nach vorn kämpfen. Dann kam es im Duell mit einem Audi leider zum Chaos in der Schikane. Das war es dann“, resümierte der Ferrari-Pilot.

Hubert Haupt schreibt Geschichte

Im Haupt Racing Team erfüllte sich Teambesitzer Hubert Haupt ein Traum und feierte nach 20 Jahren DTM-Abstinenz ein Comeback. Haupt ist damit der einzige Pilot, der in drei Jahrzehnten der DTM jeweils mindestens ein Rennen fuhr.

Am Sonntag rollte der Münchner Unternehmer mit technischen Schaden im Mercedes-AMG GT3 auf der Strecke aus. „Ich wusste, dass die DTM eine echte Herausforderung ist, aber ich habe mir damit auch einen Wunsch erfüllt – in der GT3 DTM ein Rennen im eigenen Team zu bestreiten“, freute sich Haupt.

Hubert Haupt,DTM Nuerburgring 2021 @DTM

„Auch wenn mir etwas an Pace gegenüber den Stammfahrern gefehlt hat, bin ich mit meiner Leistung zufrieden und es hat mir Spaß gemacht. Einen großen Dank ans gesamte Team, die es möglich gemacht haben und erstmals drei Fahrzeuge eingesetzt haben.“ Haupt schließ einen weiteren Gaststart in dieser Saison nicht aus, wie er Sonntag Abend in der Sendung  AvD Motor & Sport Magazin verkündete.

Haupts Schützling Maximilian Götz konnte dank geschickter Strategie zweimal Platz vier erzielen und damit in der Meisterschaft auf Platz zwei vorrücken. Götz hatte das Glück des Tüchtigen, der insbesondere am Sonntag bei der rauen Gangart im Rennen öfters verwickelt war, aber um eine Strafe herumkam.

„Es wären noch ein paar Pünktchen mehr drin gewesen“, so Götz. „Die Fahrer, die später als ich an die Box gefahren sind, haben mich ein wenig aufgehalten. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Meine Mitstreiter um die Meisterschaft sind alle ausgefallen, während wir Punkte geholt haben.

Es war ein hartes Rennen mit vielen Rangeleien. Man hat gesehen, dass es nun um die Wurst geht und jeder jeden Punkt mitnehmen will.“

Hier weitere Stimmen vom Nürburgring:

Arjun Maini, GetSpeed:
Platz sieben ist mein bestes Saisonergebnis. Wir machen gute Fortschritte. Jetzt freue ich mich auf die beiden Rennen auf dem Red Bull Ring in zwei Wochen.

Daniel Juncadella, GruppeM Racing:

Das war ein sehr guter Tag. Wie gestern war das Quali sehr stark, diesmal im Nassen. Wir hatten eine sehr gute Ausgangsposition. Das Rennen war bei dem Wetter einfacher, aber die Safety-Cars und Neustarts haben es etwas schwieriger gemacht.

Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Auch der Boxenstopp war großartig, nachdem gestern unser Mechaniker verletzt war. Die Jungs haben einen wirklich guten Turnaround hingelegt, und ich freue mich sehr für sie, dass sie endlich dieses Ergebnis erzielt haben. Darauf können wir aufbauen und versuchen, noch bessere Ergebnisse zu erzielen.

Stephanie Flohr, Teamchefin von GruppeM Racing:

Nach einem sehr schwierigen Samstag hat das Team unseren Mercedes-AMG GT3 wieder auf den heutigen Tag vorbereitet und Dani hat im Qualifying auf Regenreifen einen fantastischen Job gemacht.

Das Wetter am Nürburgring kann sich im Minutentakt ändern, aber er fuhr auf Platz 2 und startete das zweite Rennen aus der ersten Reihe. Danis Start war wirklich gut, und die beiden Neustarts nach dem Safety Car sind ihm perfekt gelungen.

Unser Mechaniker, der gestern in den Zwischenfall beim Boxenstopp verwickelt war, wurde im Krankenhaus untersucht, und er war fest entschlossen, heute weiter Teil der Boxenstopp-Crew zu sein. Sie haben alle einen guten Job gemacht.

Am Ende beendete Dani das Rennen auf P2, und wir sind sehr glücklich, dass wir unser erstes Podium in der DTM erreicht haben. Danke an Dani, Mercedes-AMG und an die GruppeM-Crew.

Nico Müller, Team Rosberg:

Das Rennen war eigentlich ganz ok; der Start, die Restarts und auch die Pace waren gut. Nur leider hatten wir Pech mit dem Zeitpunkt der zweiten Safety-Car-Phase, weil wir unseren Reifenwechsel erst danach geplant hatten.

Wir haben den dann erst kurz vor Schluss gemacht und auch keine neuen Reifen aufgezogen. Zudem hatte ich nach dem Boxenhalt noch einen Kontakt mit Timo Glock, so dass meine Spur hinten verstellt war. So musste ich bis ins Ziel leider noch zwei Positionen abgeben.

Christopher Haase, Team Rosberg:

Am Start habe ich Boden verloren. Ich muss aber auch sagen, dass die Fahrer teilweise sehr wild und undiszipliniert agiert haben. Danach konnte ich von Ausrutschern der Konkurrenz profitieren, hatte selbst unter anderem mit der schnellsten Rennrunde aber auch ein gutes Tempo.

Grundsätzlich bin ich mit meinem Wochenende zufrieden, denn es ist nicht einfach, ohne große Vorbereitung in die DTM zu kommen. Vielen Dank an das Team Rosberg für das Vertrauen und die Unterstützung.

Kimmo Liimatainen, Teamchef Rosberg:

Im verregneten Qualifying hatten wir uns mehr erhofft als die Plätze 15 und 18, denn in vorherigen Regensessions waren wir besser dabei. Nico war beim Start und den Restarts gut, aber leider hat das zweite Safety Car diejenigen bevorteilt, die ihren Reifenwechsel früh erledigt hatten. Und wir gehörten leider nicht dazu.

Als wir wussten, dass unter normalen Umständen nicht mehr als ein Platz in den hinteren Top Ten möglich ist, haben wir auf einen Regenschauer kurz vor Rennende spekuliert. Deshalb haben wir Nico erst sehr spät an die Box gerufen.

Christopher hatten wir früher reingeholt, um für eine eventuelle weitere Safety-Car-Phase gerüstet zu sein – die dann nicht mehr kam. Mit seiner schnellsten Rennrunde hat er aber gezeigt, was möglich gewesen wäre.

Marco Wittmann, Walkenhorst Racing:

Das war zeitweise echt extrem heute. Teilweise waren wir mit bis zu fünf Autos nebeneinander unterwegs – das war heftig. Das habe ich in der DTM noch nie erlebt, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht.

In solchen Momenten ist es immer wichtig, zwischen Risiko und Vorsicht die richtige Entscheidung zu treffen. Das ist uns heute gut gelungen.

Christian Hohenadel, Teamchef WWR:

Wir alle lieben hartes Racing, aber das heute war sicherlich etwas zu viel. Der Nuller für Philip tut natürlich weh, das wäre heute die ideale Gelegenheit gewesen, in der Tabelle richtig Boden gut zu machen.

Lucas ist von ganz hinten ein sehr starkes Rennen gefahren, der sechste Rang ist mehr, als wir erwarten konnten. Wir haben einmal mehr gesehen, wie wichtig in der DTM ein gutes Qualifikationstraining ist.

Gestern stand Philip auf P2 und wurde Zweiter, heute fuhr er aus der siebten Reihe los und geriet so ins Epizentrum des Chaos.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING:

Im Moment ist bei uns einfach das Rennglück nicht mit an Bord. Wir arbeiten hart und haben vor allem am Sonntag vieles richtig gemacht. Wir tun uns im Qualifying immer noch schwer, das ist noch nicht so, wie wir uns das vorstellen.

Deshalb müssen wir uns im Rennen immer von hinten nach vorne kämpfen. Das hat am Samstag bei Sheldon gut geklappt und wäre am Sonntag noch besser gewesen. Aber leider hat uns dann ein Gaststarter in aussichtsreicher Position aus dem Rennen gerissen.

Wir haben noch Raum für Verbesserungen, aber immerhin haben wir an diesem Wochenende erstmals mit beiden Autos Punkte geholt. Das gibt Timo Glock sicher auch Auftrieb.

Timo Glock, Rowe Racing:

Ich bin happy, das ich endlich meine ersten Punkte für Rowe Racing geholt habe, erst jetzt von Startplatz 20. Ich musste ja lange darauf warten.

Beim Start wurde ich zwar wieder zweimal abgeräumt und nach hinten gespült, aber am Ende hat es dann noch für die Top-10 gereicht. Das gibt mir neues Selbstvertrauen. Insgesamt habe ich mich heute im Auto wohler gefühlt.

Sheldon van der Linde ,DTM Nuerburgring 2021 @DTM

Sheldon van der Linde, Rowe Racing:

Das Rennen am Sonntag war wirklich ärgerlich, denn ich hätte die Chance auf das erste Podium für das Team gehabt. Mein Start war gut, das Tempo in der Anfangsphase dann auch.

Wir haben dann perfekt auf das Safety Car reagiert, das war sehr gutes Timing und hätte uns auf Kurs Richtung Platz zwei gebracht. Aber dann wurde ich nach dem Restart leider von einem anderen Fahrzeug getroffen.

Das ist echt enttäuschend, denn von Startplatz 16 vielleicht aufs Podium zu fahren, wäre echt stark gewesen.

Kelvin van der Linde, Abt Sportsline:

Es war insgesamt ein positives Wochenende. Wir haben die Meisterschaftsführung weiter ausgebaut. Das Team hat unglaublich gut gearbeitet. Im Freien Training am Freitag hatten wir Schwierigkeiten.

Über Nacht haben wir das Auto umgedreht und nach dem ersten Qualifying sogar noch besser gemacht. Das Auto war mega. Das zeichnet das ABT-Team einfach aus: Wir geben nie auf und wollen immer besser performen. Danke an das Team.

Das zweite Rennen am Sonntag lief nicht nach Plan. Aber solche Tage gehören auch dazu.

Mike Rockenfeller, Abt Sportsline:

Samstag gut, Sonntag schlecht. Der Samstag schien nicht mein Tag zu sein: Erst wurde meine Runde im Qualifying gestrichen, dann musste ich gleich nach dem Start einem Crash vor mir ausweichen und war 21.

Ich dachte schon, da kannst du ein Ei drüber schlagen. Am Ende mit einer tollen Strategie, einem guten Restart und einer super Pace noch Dritter zu werden, war klasse. Leider hat mir das für Sonntag zusätzliches Gewicht eingebracht.

Wir wussten, dass es von Startplatz neun kein einfaches Rennen werden würde. Wir haben versucht, die Strategie komplett anders zu machen als am Samstag. Das schien aufzugehen: Platz fünf wäre möglich gewesen. Doch dann bin ich aus dem Rennen genommen worden. Ich konnte nichts machen.

Markus Winkelhock,DTM Nuerburgring ©DTM

Markus Winkelhock, Abt Sportsline:

Es hat richtig Spaß gemacht, wieder einmal in der DTM zu fahren – und das für ABT Sportsline. Das Team ist einfach klasse. Vielen Dank dafür.

Mein Ziel war, in die Top Ten zu kommen. Das hätte ich gut erreichen können, doch leider gab es in beiden Rennen eine Durchfahrtstrafe. Ich bin trotzdem happy. Ich habe zweimal gezeigt, dass die Pace da ist und dass das Steer-by-Wire-System sehr gut funktioniert. Leider wurde es nicht in zählbare Ergebnisse umgemünzt.

Wolfgang Hatz, Teamchef SSR Performance:

Es war ein sehr ereignisreiches Wochenende in der DTM am Nürburgring. Am ersten Tag haben wir mit der Balance of Performance des Fahrzeugs gekämpft und sind relativ weit hinten gestartet. Im zweiten Qualifying haben wir es deutlich besser gemacht.

Wir sind von der vierten Position in das Rennen gestartet und konnten sofort einen Platz gutmachen. Wir waren sehr zuversichtlich, dass wir ein schönes Rennen am Sonntag erleben dürfen.

Die Unfälle sowohl am Samstag als auch am Sonntag haben unser Ergebnis betrübt. Nichtsdestotrotz – das ist Racing. Wir sehen zuversichtlich in unser nächstes Rennen und konzentrieren uns auf die Verteidigung der GT Masters Tabellenführung.

Philip Ellis, WWR:

Obwohl es uns im Qualifying nicht gelungen war, die Reifen ins perfekte Fenster zu bekommen, hatte ich mir fürs Rennen einiges vorgenommen.

Leider scheint der Ferrari keine Spiegel zu besitzen, und nach dem Ausflug in die Wiese war das Rennen im Grunde schon gelaufen. Die zweite Situation war eine Kettenreaktion, die vor uns entstanden war und für die niemand wirklich etwas konnte. Und das war’s dann eben …

Lucas Auer, WWR:

Wir hatten natürlich Glück mit dem Safety Car und haben insgesamt das Beste daraus gemacht. Die Pace war nicht berauschend, insgesamt war es kein gutes Wochenende für uns. Wir müssen die Zeit bis zum nächsten Rennen nutzen, um alles sorgfältig zu analysieren.

Vince Abril, HRT:
Es zieht sich irgendwie durch die Saison, dass ich ungefähr auf der Position ins Ziel komme, für die ich mich qualifziert habe oder sogar weiter hinten.

Am Start ist es immer eine Herausforderung, aber ich habe mich clever angestellt und einen guten dritten Restart hingelegt. Dann wurde ich von einem anderen Fahrzeug rausgeschoben und bin ans Ende des Feldes zurückgefallen. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit der Fahrt und der Teamleistung.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: