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DTM: Kelvin van der Linde gewinnt vor Gastpilot Luca Stolz am Nürburgring

DTM Rennen Nbg Rennen 1 @DTM

Kelvin van der Linde hat das siebte Saisonrennen auf dem Nürburgring gewonnen. Der Abt-Pilot gewann vor Gaststarter Luca Stolz (Toksport WRT) und Mercedes-Markenkollege Philip Ellis (Winward).

Pole-Setter van der Linde feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg und baute seinen Vorsprung in der Meisterschaft deutlich aus.“Unglaublich, das Team hat heute so sauber gearbeitet“, jubelte der Abt-Pilot nach dem Rennen.

Hinter dem Siegertrio schaffte van der Linde-Teamkollege Mike Rockenfeller mit dem spätesten Pflichtboxenstopp von allen das Kunststück, von P16 bis auf P4 vorzufahren. Dahinter überquerten Maximilian Götz (HRT Racing), Marco Wittmann (Walkenhorst Motorsport) uns Sheldon van der Linde (Rowe Racing) die Plätze fünf bis sieben. 

Rosberg-Pilot Nico Müller, der als Sechster ins Ziel kam, bekam eine 5-Sekunden-Strafe aufgebrummt und wurde daher als Achter gewertet. Die beiden Mercedes-Piloten Daniel Juncadella (GruppeM Racing) und Arjun Maini (Team GetSpeed) komplettierten mit den Plätzen neun und zehn die Top Ten.

Da Gaststarter Stolz keine Punkte erhält, eroberte Mercedes-Pilot Lucas Auer als Elfter noch einen DTM-Punkt.

#7 Luca Stolz (GER), TOKSPORT WRT/Mercedes-AMG #3 Kelvin van der Linde (RSA, Abt Sportsline, Audi R8 LMS) #57 Philip Ellis (SUI), Mercedes AMG GT3, Mercedes AMG Team Winward @DTM

Porsche: Debüt nach acht Runden zu Ende

Für DTM-Neuling Porsche endete die Premiere bereits nach acht Runden. SSR Performance-Pilot Michael Ammermüller, der im Qualifying auf P20 kam, steckte im hinteren Mittelfeld fest und kollidierte im Gemenge mit Timo Glock (Rowe Racing) und Lucas Auer (Winward) um P15. 

Die SSR Performance-Mannschaft beorderte den Niederbayer gleich in die Box zum Reifenwechsel, doch das linke Vorderrad des Porsche 911 GT R ließ sich von den Mechanikern nicht lösen.

„Es ist immer schwierig, wenn man so weit hinten startet, man ist immer im Gemenge drin“, sagte Ammermüller zu Sat.1-Moderator Matthia Killing in der Boxengasse. „Wir hatten etwas Pech. Ich war innen und ein BMW neben mir, dann hat sich von außen ein Mercedes reingedreht und ist vor unserer Nase reingekommen.

Ich konnte nicht mehr ausweichen und bin mit der Front quasi in den Mercedes gefahren. Der Splitter ist kaputt, der ist lose und wichtig für die Fahrzeugbalance. Ich hatte dann nur noch Untersteuern. Beim Reifenwechsel haben wir nichtmal mehr den Reifen rausbekommen, weil alle verschoben ist“, zeigte sich Ammermüller enttäuscht.

Entwarnung für alle Porsche-Anhänger: für das morgige Rennen ist die SSR Performance-Mannschaft aus München wieder startklar. „Zum Reparieren nicht so schlimm“, sagte Ammermüller. „Wir können morgen auf alle Fälle starten“, hofft der Porsche-Pilot auf etwas mehr Glück.

Kelvin van der Linde: Unbeeindruckt vom Re-Start

Vor dem ersten von zwei Rennen in der Eifel würdigten Fahrer und Zuschauer die Opfer der schweren FHochwasser-Katastrophe in der Eifel-Region mit einer Schweigeminute in der Startaufstellung.

DTM Nuerburgring @DTM

Es war schon eine beeindruckende Vorstellung, die der Südafrikaner auf der Sprintstrecke in der Eifel hinlegte. Am Start ließ sich der 25-jährige Abt-Pilot nicht die Butter vom Brot nehmen und ließ den heranstürmenden Ellis hinter sich.

BMW-Pilot Marco Wittmann dagegen verlor gleich drei Positionen, der Zolder-Sieger musste sich erst einmal hinten anstellen.

Kaum waren zwei Kurven im Gange, musste das Safety-Car bereits ausrücken. Auer schob Markenkollege Maximilian Buhk (Mücke Motorsport) in die Wiese, der sich daraufhin drehte und bereits früh Feierabend hatte. Bei dieser Aktion verlor Abt-Pilot, der im Qualifying über P16 nicht hinauskam, viele Positionen -zurück auf P21, da der DTM-Champion von 2013 in die Wiese ausweichen musste. 

Schlimmer noch erwischte es DTM-Debütant Christopher Haase im Rosberg-Audi, der mit Reifenplatten vorne links in die Box abbog und vorzeitig aus dem Rennen ausschied.

Beim Re-Start ließ sich der Tabellenführer erneut nicht düpieren und behauptete den Platz an der Sonne  zunächst vor Ellis und Stolz, der für einen kurzen Moment sogar P2 innehatte.

In Runde fünf nächste Aufregung. Ferrari-Pilot Alex Albon drehte sich nach Feindkontakt mit Maini, dabei kam auch Christian Klien, der im McLaren 720 S GT3 seinen zweiten Gaststart absolvierte, von der Ideallinie ab und musste großräumig ausweichen.

Die ersten Reifenwechsel folgten bereits früh. Auer und Hubert Haupt (HRT), der sein DTM-Comeback feierte, waren in Runde fünf an die Box gefahren, um sich neue Michelin-Reifen abzuholen.

Als der Führende van der Linde in Runde neun die Abt-Box für neue Reifen besuchte, übernahm kurzzeitig Nico Müller (Rosberg) das Kommando. Van der Linde, der als Dreizehnter wieder ins Renngeschehen eingriff, musste sich hart gegen Timo Glock (Rowe Racing)- der mit der Spitzengruppe nichts zu tun hatte- duellieren, um den Move zu machen.

DTM Aktion in der Eifel @DTM

Ferrari: Lawson punktlos, Albon macht sich breit

Ferrari-Pilot Liam Lawson hatte mit dem Ausgang des Rennens wenig zu tun. In Runde 17 lieferte sich der Neuseeländer einen sehenswerten Dreikampf mit den beiden Mercedes-Piloten Auer und Juncadella um Position 12. Lawsons Teamkollege Albon machte es den zum Sieg eilenden van der Linde nicht gerade einfach, den Audi R8 LMS vorbeizulassen, denn der Thailänder machte sich mächtig breit.

Das bekamen auch die dahinter liegenden Mercedes-Fahrer Ellis und Stolz zu spüren, die etwas Mühe hatten, an Albon vorbeizugehen. Dabei nutzte Stolz eine kurze Unaufmerksamkeit von Ellis und schlüpfte vorbei auf P6.

DTM-Comeback: Markus Winkelhock verpasste Top Ten

Eine bärenstarke Leistung zeigt Flörsch-Ersatz Markus Winkelhock im Abt-Auto. Der Schwabe, der von Startplatz 19 ins Rennen ging, bot eine sehenswerte Aufholjagd und lag bis vier Minuten plus drei Runden vor Rennende auf P8. Doch eine zu harte Attacke gegen Ferrari-Pilot Lawson kostete dem Deutschen ein möglichen Top Ten-Platz. 

In Runde 28 lief der Abt-Pilot nach einem späten Boxenstopp zu dicht auf Lawson auf und touchierte das Heck des AF Corse-Piloten, der sich daraufhin auf der Strecke drehte. Winkelhock bekam für diese Aktion eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt und überquerte auf P16 das Ziel. Lawson blieb mit P13 punktlos und verlor in der Meisterschaft wertvollen Boden auf van der Linde.

Der Abt-Pilot verwaltete sicher seinen Sieg mit einem Vorsprung von über 4 Sekunden auf Stolz und setzt sich in der Meisterschaft von seinen Verfolgern ab. Van der Linde führt mit 129 Punkten vor Götz, der schon 45 Punkten Rückstand als neuer Tabellenzweiter aufweist. Auf Platz drei liegt Lawson mit 80 Punkten knapp vor BMW-Pilot Wittmann (78).

Hubert Haupt, der mit seinem eigenen Rennstall HRT ein Comeback in der DTM gab, kam mit dem Playboy-Mercedes auf P18. Der 52-jährige Haupt lag noch vor Timo Glock (BMW) und feierte ein gelungenes Wiedersehen.

Kommandoplatz-Ersteigerer Walter Kolb auf dem Siegespodest

Walter Kolb @ransport DTM

Eine tolle Geste zeigte die siegreiche Abt-Mannschaft, die den Spendengast Walter Kolb aus dem Allgäu auf das Siegespodest zur Pokalüberreichung schickte. Bei der Aktion #wirfuerdieEifel kamen 10.000 € für die Flutopfer in der Eifel zusammen, wovon Kolb 6.000 € bei der Versteigerung für einen Platz am Kommandostand neben Thomas Biermeier und Hans-Jürgen Abt bezahlte. Mit Champagnerdusche und einem fröhlichen Lächeln im Gesicht stand Kolb mittendrin statt nur dabei in der Siegesfeier.

Bereits morgen erfolgt Saisonrennen Nummer acht. Als Halbzeitmeister steht van der Linde bereits fix fest.

Ergebnis Nürburgring Rennen1:

Ergebnis Nürburgring 1 @DTM

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