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DTM: News- Haase ersetzt Dev Gore, Ferrari will Rückstand aufholen, Zendeli in der DTM Trophy

Christopher Haase,24h Nürburgring 2021 @Audi

Am Wochenende werden auf dem Nürburgring einige Stammpiloten fehlen, prominente Fahrer feiern Premiere. Beim Team Rosberg bekommt Nico Müller kurzfristig einen neuen Teamkollegen.

DTM-Rookie Dev Gore fehlt aus persönlichen Gründen. Für den US-Boy springt der Deutsche Christopher Haase ein, der seine Premiere in der DTM gibt.

„Natürlich ist es sehr schade, dass Dev auf dem Nürburgring nicht dabei sein kann und wir hoffen, dass er am Red Bull Ring wieder zurückkehren wird“, bedauert Rosberg-Teamchef Kimmo Liimatainen den Ausfall Gores. „Dennoch denke ich, dass wir mit Christopher einen guten Ersatz gefunden haben, der dank seiner großen Erfahrung mit dem Audi R8 LMS GT3 auch ohne viel Vorbereitung in das Auto steigen kann.

Außerdem kennt er den Nürburgring sehr gut. Für uns als Team hat sich der Fokus indes nicht geändert. Auch in der Eifel möchten wir unseren Aufwärtstrend fortsetzen und mit Nico Müller und Christopher die Podestplätze angreifen.“

Team Rosberg Audi R8 LMS GT3 ©Rosberg

Der 33-jährige Haase, der Gore für beide Rennen am Nürburgring ersetzen wird, verfügt über jahrelange Erfahrung mit dem Audi R8 LMS GT3. In dieser Saison tritt Haase im ADAC GT Masters und in der GT-World-Challenge Europe an, kennt den Audi-Boliden also aus dem Effeff.

Zwei Mal (2012 und 2014) hat Haase das 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit Audi gewonnen, der in der Eifel den Aufwärtstrend des Rosberg-Team zuletzt in Zolder fortsetzen will.

Zudem erhält das Rosberg-Team prominenten Besuch am Nürburgring. Der ehemalige Rosberg-Teamchef Arno Zensen, der Anfang 2020 den Staffelstab an Kimmo Liimatainen übergeben hat und in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist, hat sich zum Renn-Wochenende angesagt. Beste Motivation also für Müller und Haase.

Dev Gore ist übrigens nicht der einzige Audi-Stammpilot, der am Nürburgring durch Abwesenheit glänzt. Sophia Flörsch vom Team Abt Sportsline ist wegen einer Terminkollision beim weltberühmten 24h-Rennen in Le Mans am Start. Als Ersatz für die Münchnerin fungiert Markus Winkelhock, der nach zehn Jahren DTM-Abstinenz sein Comeback feiert.

AF Corse: Rückstand aufholen

Apropos Audi: noch führt das Team Abt Sportsline sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung an. Abt-Pilot Kelvin van der Linde liegt vor dem Nürburgring-Gastspiel 21 Punkte vor Liam Lawson vom Team Red Bull AlphaTauri AF-Corse. In der Teamwertung sind es lediglich 13 Zähler, die die Abt-Mannschaft vor dem italienischen Neueinsteiger liegt.

Wenn es nach Andrea Guidotti, Teammanager von Red Bull AlphaTauri AF Corse, geht, soll sich das nach dem Renn-Wochenende ändern. „Am Nürburgring wollen wir alles tun, um den Rückstand auf die Spitze aufzuholen“, sagt Guidotti.

„Wir haben eine sehr gute Fahrerpaarung, die alle Chancen nutzen wird, um das Podium anzugreifen. Zolder war trotz zweier hart erkämpfter Podiumsplätze in Sachen Punktzahl eher enttäuschend.“

Liam Lawson, Ferrari,DTM, 5. + 6. Rennen Zolder 2021 @Gruppe C Photography

Seine beiden Schützlinge Liam Lawson und Alex Albon brennen schon auf den Einsatz in der Eifel. Besonders Titelaspirant Lawson, dem zuletzt in Zolder nicht fehlerlos unterwegs war, hofft auf Besserung. „In Zolder hatten wir guten Speed, haben aber speziell im Qualifying ein paar kleine Fehler gemacht“, sagt der 19-jährige Neuseeländer. „Ich freue mich sehr darauf, diese am Nürburgring auszumerzen und gute Rennen zu fahren.“

Auf unbekannten Terrain fährt Lawson auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke in der Eifel nicht. Der Tabellenzweite hat aus seiner Formel-4-Zeit ‚etwas Erfahrung mit dem Kurs‘, wie er selbst sagt.

Für Teamkollege Alex Albon gilt das Gleiche. „Auf dem Nürburgring bin ich schon zuvor gefahren, daher kann ich am Wochenende schon auf einige Erfahrungen zurückgreifen“, so der Thailänder.

„Es ist ein schöner Kurs, auf dem ich immer gerne fahre. Hoffentlich können wir dort einen guten Job machen. Wir hatten zuletzt ein paar gute Rennen und werden unser Bestes geben, um dieses Momentum beizubehalten“, hofft der Tabellenfünfte auf ein gutes Abschneiden am Nürburgring.

JP Motorsport: 2. Gaststart im McLaren

Aller Anfang ist schwer, vor allem in einer so hochkarätigen Rennserie wie der DTM. Für den Österreicher Christian Klien und das Team von JP Motorsport ist der Gast-Auftritt am Nürburgring nach Zolder die zweite Gelegenheit, zu zeigen, wie der McLaren mit der Konkurrenz zurechtkommt.

Besonders das Sonntagsrennen in Zolder verlief für Klien zunächst vielversprechend. Der Ex-Formel-1 brannte im Qualifying die siebtschnellste Zeit in den Asphalt. Am Ende wurde es Platz14, ein früher Boxenstopp brachte den McLaren 720 S GT3 jedoch ungünstig zurück in den Verkehr und ließ die harte Vorbereitung des Teams unbelohnt.

Christian Klien, McLaren,DTM, 5. + 6. Rennen Zolder 2021 @ Gruppe C Photography

Beim DTM-Debüt im vom Teamsitz nahegelegenen Zolder hat das Team wertvolle Erkenntnisse sammeln können, die für das „zweite Heimrennen“ auf dem ebenfalls unweit entfernten Nürburgring umgesetzt werden sollen. Schließlich befindet sich das Team weiterhin im Aufbau und in einem Lehrjahr mit dem McLaren, um die Grundsteine auch für die Saison 2022 zu legen.

„Ich freue mich schon auf den Nürburgring – quasi auch ein Heimrennen unseres Teams, das in Erkelenz nahegelegen beheimatet ist“, sagt Klien zu seinem zweiten DTM-Auftritt.

„Nach dem Rennwochenende in Zolder sind wir schon etwas in der DTM angekommen und werden versuchen, uns am Nürburgring von Session zu Session weiter zu steigern, um darauf aufzubauen und unsere Rennen zu optimieren, die in Zolder bei uns noch nicht ganz zusammenliefen. Auf dem Nürburgring bin ich schon sehr oft gefahren. Mir gefällt die Traditionsstrecke ganz gut, was meine Vorfreude auf das Rennwochenende noch weiter steigert.“

DTM Trophy: Formel-2-Toptalent Lirim Zendeli als Gaststarter mit T3 Motorsport

Die DTM Trophy, die im Rahmenprogramm der DTM fährt, bekommt für ihr Renn-Wochenende am Nürburgring kurzfristig noch einen prominenten Gaststarter. Formel-2-Toptalent Lirim Zendeli wird im Nachwuchsleistungszentrum der DTM ins Lenkrad greifen.

Der Bochumer geht für das DTM Team T3 Motorsport mit der Startnummer 22 an den Start, die mit einem Audi R8 LMS erstmals in der DTM Trophy teilnehmen und mit zwei Lamborghini in der DTM für Furore sorgen.

Lirim Zendeli, Formel 2 @DTM

„Für mich ist es eine sehr spannende Möglichkeit, jetzt in der Sommerpause der Formel-2 Rennpraxis zu sammeln und gleichzeitig mal in GT-Sport reinzuschauen“, sagt Zendeli. „Es war eine sehr spontane Idee, insofern hatte ich keine große Vorbereitungszeit, geschweige denn Möglichkeiten zum Testen.

Aber T3 ist ein erfahrenes Team, der Nürburgring eine meine Lieblingsstrecken und jetzt bin ich mal gespannt, wie gut mein rechter Fuß mit dem Gaspedal eines GT-Boliden harmoniert.“

Jens Feucht, Teamchef von T3 Motorsport, ist mit der Verpflichtung von Zendeli ein Überraschungscoup gelungen. „Wir freuen uns, dass eins der größten Talente im deutschen Rennsport für uns am Steuer sitzt“, sagt Feucht. Die Dresdner Mannschaft tritt bekanntlich mit Esteban Muth und Esmee Hawkey in der DTM an und sorgte bereits für positive Schlagzeilen.

Insbesondere der 19-jährige DTM-Rookie Muth, der letzte Woche noch beim Formel-E-Finale in Berlin interessierter Beobachter war und stolz mit Edoardo Mortara durch die Boxengasse spazierte, zeigt durch seine unerschrockenen Auftritte bisher eine bärenstarke Leistung und konnte schon fünf Top Ten-Ergebnisse auf seinem Konto verbuchen.

Esteban Muth und Edoardo Mortara, Venturi, in Berlin ©EHirsch

„Das zeigt auch, welchen Stellenwert wir uns als Team mittlerweile erarbeitet haben“, sagt Teamchef Feucht. „Auch für uns wird es Neuland, in der DTM Trophy an den Start zu gehen.

Die Serie ist auf allerhöchstem Niveau mit starken Teams und Fahrern, es wird auch für uns eine Herausforderung – aber wir nehmen Herausforderungen gerne an und haben in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass wir im Rennsport mit seriennahen GT-Sportwagen erfolgreich sind.“

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