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DTM: SSR Performance und Porsche liebäugeln mit Einstieg in die DTM

Wolfgang Hatz, SSR Performance @Gruppe C PhotographyADAC GT Masters 3. + 4. Rennen Red Bull Ring 2021 - Foto: Gruppe C Photography

SSR Performance sorgt am Nürburgring für eine Premiere. Erstmals in der DTM-Historie geht der deutsche Sportwagenhersteller Porsche an den Start. Verantwortlich für den Einsatz des Porsche 911 GT3 R ist das Team SSR Performance aus München.

Teamchef Wolfgang Hatz sieht den Gaststart in der Eifel freudig entgegen. „An die DTM, an der ich ja schon viele Jahre aktiv teilgenommen habe, habe ich sehr gute Erinnerungen“, sagt Hatz.

„Nun hoffen wir mit unserem jungen Team der SSR Performance auf ein super spannendes Rennwochenende.“

Hatz sieht die Porsche-Premiere als Aufgalopp für ein mögliches Engagement in der DTM. „Dieses Team hat, auch wenn es noch sehr jung ist, sehr hohes Potenzial“, sagte Hatz im AvD Motor & Sport Magazin auf ‚SPORT1‘. Der SSR Performance-Teamchef betont, dass das Nürburgring-Gastspiel zum Ausloten für weitere Möglichkeiten seines Teams dient.

„Die DTM ist etwas Besonderes“, sagte Hatz gestern in der DTM-Pressekonferenz. „Sie ist seit Jahrzehnten die größte Motorsport-Plattform in Deutschland. Persönlich habe ich viele gute Erinnerungen an die DTM und an den Nürburgring. Das wird ein interessantes Wochenende.“

Die Münchner möchten daher prüfen, ob die DTM die richtige Plattform für sie ist, um SSR Performance in Zukunft noch breiter aufzustellen. Bedeutet im Klartext, dass neben dem Einstieg in der DTM weiterhin das Engagement im ADAC GT Masters fortgesetzt wird.

Innerhalb kürzester Zeit machte sich SSR Performance im Motorsport einen Namen. Nach der ADAC GT Masters Rookie Saison 2020, in der sowohl der Team- als auch Fahrertitel gewonnen wurde, ist das Team auch dieses Jahr mehr als erfolgreich.

„Bildpresse2010.blog“ hat bei Wolfgang Hatz gestern in der Pressekonferenz nachgehakt und gefragt, in welche Richtung es bei SSR Performance in Zukunft geht. „Wir analysieren, was wir für die junge Mannschaft für die Zukunft vorzubereiten müssen“, sagte Hatz.

„Es gibt mehrere Optionen. Wir haben vor zwei Jahren mit einem Testrennen im ADAC GT Masters begonnen und dann beschlossen, 2020 an der Serie teilzunehmen. Ich denke, wir haben es mit einem jungen Team sehr erfolgreich gemacht.

Jetzt müssen wir in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden, was wir in Zukunft machen wollen. Es gibt daher mehrere Optionen. Unsere Stärke, die wir in den Sprint- und Langstreckenrennen gezeigt haben, ist eine der Optionen. Aber eine sehr starke Option ist sicherlich die DTM. Wir werden später in diesem Jahr entscheiden, wie unser Programm für 2022 aussieht“, lässt sich Hatz noch nicht in die Karten schauen.

ITR: Porsche-Einsatz macht uns stolz

In der ITR, der Dachorganisation der DTM, freut man sich jedenfalls sehr über den Gaststart der Münchner. Mit einem fixen Engagement in der nächsten Saison würde DTM-Boss Gerhard Berger einen dicker Fisch an Land ziehen. „Wir freuen uns sehr, SSR Performance und Porsche in der DTM begrüßen zu können“, sagte Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR GmbH.

„Das Team und die Marke stehen für Rennsport auf allerhöchstem Niveau, was perfekt zu unserer Serie passt. Den Fans am Nürburgring so eine enorme Markenvielfalt präsentieren zu können, macht uns stolz und glücklich.“

Wolfgang Hatz, Teamchef SSR Performance @Gruppe C Photography

Teamchef Hatz: Nur nicht Letzter werden

SSR-Teamchef Wolfgang Hatz, der von 2011 bis 2015 als Entwicklungsvorstand bei Porsche und zuvor bei Audi in der Motorenabteilung tätig war, ist ein klarer Befürworter für die DTM. Mit dem amtierenden ADAC GT Masters-Champion Michael Ammermüller bietet SSR Performance einen schnellen und erfahrenden GT3-Piloten im Porsche 911 GT3 R auf.

„Ich glaube, wir haben ein gutes Paket“, sagt Hatz. „Wir sind gut vorbereitet für den nächsten Schritt in die DTM.“ Ein Zuckerschlecken wird es für die Porsche-Mannschaft nicht, Hatz gibt sich daher keine Illusionen hin, gleich vorneweg mitzufahren. „Wir setzen am Nürburgring ein neues Auto ein“, sagt Hatz. „Wir wollen nicht die langsamsten beim Boxenstopp sein und haben daher fleißig trainiert. Wir haben keine Erfahrung mit den Michelin-Reifen, aber unser Ziel ist, nicht am Ende des Feldes ins Ziel zu kommen.“

Es bleibt daher die spannende Frage, wie die ITR die Balance of Performance (BoP) für Porsche und die Konkurrenz von gleich sechs weiteren Herstellern (Audi, BMW, Ferrari, McLaren, Mercedes und Lamborghini) einstufen wird. Die warmen Temperaturen in der Eifel kommen dem Porsche-GT3-Boliden laut Hatz nicht unbedingt entgegen.

Doch der SSR-Teamchef lässt sich nicht beirren und glaubt fest an eine erfolgreiche Premiere seiner jungen Mannschaft in der DTM. Und mit ihm die ganzen Porsche-Anhängerschaft.

DTM

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