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Formel E: Schaeffler-Ausstieg aus der Formel E, Einstieg in die DTM

Audi e-tron FE06 und Schaeffler ©Audi

Schaeffler verlässt die Formel E und wechselt in die DTM. Mit dem Finalrennen am letzten Wochenende in Berlin hat sich das Team Audi Sport ABT Schaeffler aus der Formel E verabschiedet.

Lucas di Grassi konnte am Samstag noch einmal einen Sieg für das deutsche Team herausfahren, ein gelungener Abschied nach sieben Jahren Formel E.

Für Technologiepartner Schaeffler endet damit eine höchst erfolgreiche Zeit in der Elektro-Rennserie, die das Unternehmen als Pionier der ersten Stunde maßgeblich mitgestaltet hat.

Lucas di Grassi feierte beim E-Prix in Berlin am Samstag noch einen Sieg – seinen zwölften und den 14. für das Team. Am Sonntag belegte der Brasilianer Rang 20. Teamkollege René Rast wurde in beiden Rennen Neunter. Seit 2014 war Audi Sport ABT Schaeffler bei 84 Formel-E-Rennen am Start. In dieser Zeit stellte Schaeffler auf höchstem Wettbewerbsniveau eindrucksvoll sein Know-how bei der Elektrifizierung von Antriebssträngen unter Beweis.

Lucas di Grassi mit Schaeffler-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. peter Gutzmer Formula E, Mexico City E-Prix 2019 (c)Schaeffler

Schaeffler bleibt dem Elektro-Rennsport verbunden. Weg von der Formel E, hin zur DTM. Als Serien- und Innovationspartner der DTM revolutioniert Schaeffler nun die wichtigste Tourenwagenserie der Welt und entwickelt ein vollelektrisches Konzeptfahrzeug mit knapp 1.200 PS, Torque Vectoring und der Steer-by-Wire-Technologie Space Drive.

Apropos Steer-by-Wire-Technologie Space Drive: Sophia Flörsch im Audi R8 LMS, Maximilian Buhk im Mercedes-AMG GT3 und Timo Glock im BMW M6 GT3 nutzen Schaefflers neueste Errungenschaft in dieser DTM-Saison 2021- bisher mir Bravour.

„Motorsport war und ist ein wichtiges Element der Schaeffler-DNA“, sagt Matthias Zink, Vorstand Automotive Technologies der Schaeffler AG. „Unsere Engagements in der Formel E und nun in der DTM belegen Pioniergeist und Innovationskraft und unterstreichen unseren Anspruch, als Technologiepartner Fortschritt zu gestalten, der die Welt bewegt. Wir danken Audi Sport, ABT Sportsline und allen Partnern für diese so erfolgreiche Zusammenarbeit in der Formel E. Ein besonderer Dank gilt unseren Fahrern und ehemaligen Fahrern Lucas di Grassi, René Rast und Daniel Abt für ihren hohen persönlichen Einsatz.“

Erster Schaeffler-Antrieb für den Renneinsatz in der Formel E
In Zusammenarbeit mit ABT Sportsline entwickelte Schaeffler zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens ein eigenes Antriebssystem für den Renneinsatz. Der Formel-E-Antrieb blieb auch das Herzstück der offenen Monoposto-Rennautos von Audi Sport ABT Schaeffler, als Schaefflers Technologiepartner Audi zur Saison 2017/2018 das Engagement im Team verstärkte und werkseitig einstieg.

 Prof. Peter Gutzmer, Lucas di Grassi, Daniel Abt, Hans-Jürgen Abt,FIA Formula E, Test Donington ©Abt, Schaeffler

Gemeinsam mit der Premiummarke wurde das System hausintern weiterentwickelt und erfolgreich bis zur siebten Saison eingesetzt. Nach dem Fahrertitel für Lucas di Grassi 2016/2017 gewann Audi Sport ABT Schaeffler 2017/2018 die Teamwertung. Mit 47 gewonnenen Trophäen ist das Team aktuell das erfolgreichste der Formel E, Lucas di Grassi ihr bislang erfolgreichster Fahrer nach Podiumsplätzen (35).

Testlabor Motorsport: von der Rennstrecke in die Serie
Schaeffler als E-Mobilitäts-Pionier erkannte früh das Potenzial eines Engagements in der Formel E. Von 2014 bis heute sind vollelektrische und Hybridantriebe im Automobilsektor tatsächlich zur neuen und nachhaltigen Alternative geworden.  Das Engagement in der Formel E hat Schaeffler auf vielfältige Weise genutzt. Compact Dynamics – Lieferant für den ersten Formel-E-Motor – ist inzwischen ein Tochterunternehmen von Schaeffler und eine Hightech-Schmiede für kompakte und leistungsstarke E-Motoren.

Speziell Erkenntnisse bei der Auslegung der komplexen Leistungselektroniken für die anspruchsvollen Stromverbrauchs-Vorgaben in der Formel E nutzen Schaeffler-Ingenieure heute für die Auslegung in der Serie, genauso wie Erfahrungen beim Thermomanagement. Dr. Jochen Schröder, Leiter des Unternehmensbereichs E-Mobilität bei Schaeffler, sagt: „Motorsport ist für Schaeffler kein Selbstzweck. Jedes Engagement bringt uns auch bei der Serienentwicklung voran. Im Motorsport muss man effizient und kreativ sein, unkonventionell denken und immer nach der nächsten Innovation streben – das macht einen Pionier aus.“

DTM Democar @Schaeffler

Technologien für die elektrifizierte DTM von morgen
Schaeffler konzentriert sein Engagement im Motorsport nun auf die vollelektrische Zukunft der DTM. Als Serien- und Innovationspartner der seit mehr als 30 Jahren erfolgreichen Tourenwagen-Meisterschaft hat Schaeffler im Herbst 2020 mit der DTM-Dachorganisation ITR (Internationale Tourenwagen Rennen e. V.) ein viel beachtetes erstes Demofahrzeug auf der Rennstrecke präsentiert.

Ab 2023 könnte die DTM als vollelektrische Serie starten. Für die dort vorgesehenen neuen, vollelektrischen Renntourenwagen entwickelt Schaeffler die E-Antriebssysteme. Das Entwicklungsfahrzeug verfügt über die bereits im Motorsport erprobte Steer-by-Wire-Technologie Space Drive sowie eine integrierte Fahrdynamikregelung zur Ansteuerung der vier Motoren. In seiner Funktion als Entwicklungsträger für die elektrische DTM sind für 2021 Auftritte im Rahmenprogramm der DTM geplant.

Beim DTM-Saisonfinale am Norisring (8.-10. Oktober) plant Schaeffler einen Demorun mit der neuen Technik. Schaeffler leistet wieder einmal Pionierarbeit…

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