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Formel E: Norman Nato feiert Premierensieg in Berlin, Nyck de Vries neuer Weltmeister

Nyck de Vries Mercedes @FIA FormulaE

Wahnsinnsfinale in Berlin. Nyck de Vries ist neuer Formel-E-Weltmeister. Mercedes holt die Teammeisterschaft und  Norman Nato (Venturi)  feiert seinen Premierensieg zum Saisonabschluss vor Oliver Rowland (Nissan) und Stoffel Vandoorne (Mercedes).

Dramatik pur in Berlin-Tempelhof. Dabei fing das Finale alles andere als groß an.

Horrorauftakt beim großen Saisonfinale. Mitch Evans, der sich mit Platz drei im Qualifying eine glänzende Ausgangsposition im Titelkampf geschaffen hatte, kam am Start nicht weg, Venturi-Pilot Edoardo Mortara konnte nicht mehr ausweichen und knallte dem Neuseeländer ungebremst heftig ins Heck. Beide Autos wurde total zerstört, der WM-Traum von Evans und Mortara damit in einer Sekunde geplatzt.

Sat.1-Experte Daniel Abt konnte kaum glauben, was da vor sich ging. Zwei Titelkandidaten nahmen sich am Start aus dem Rennen. Mortara kam sicherheitshalber zum Check in den Krankenwagen, ein weiterer Krankenwagen musste erst herbeigerufen werden. So konnte das Rennen erst mit 30-minütiger Verspätung fortgesetzt werden.

Nach dem Re-Start, der hinter dem Safety-Car durchgeführt wurde, verspielte der nächste heiße Titelkandidat seine Chancen. Formel-E-Rookie Jake Dennis wurde beim Überholversuch an Nissan-Pilot Sebastien Buemi irritiert, blieb zu lange auf dem Bremspedal und schlug in der Mauer ein- das bittere Aus für den BMW-Piloten. „Das war ein Anfängerfehler“, beurteilte Sat.1-Experte Daniel Abt den Ausfall des Briten.

Jake Dennis BMW @Fia FormulaE

Norman Nato mit Premierensieg

Ach ja, gefahren um die Weltmeisterschaft wurde auch noch. Pole-Setter Vandoorne blieb zunächst in Führung, dahinter lauerten Nissan-Pilot Oliver Rowland und Alexander Sims (Mahindra).

Die Deutschen? Das Porsche-Duo Andre Lotterer lag auf Platz 6, Teamkollege Pascal Wehrlein war Achter. BMW-Pilot Maximilian Günther reihte sich auf Position 15 ein, Rene Rast im Audi, der von der Boxengasse aus das Rennen aufnahm, auf Platz 21.

Venturi-Pilot Norman Nato war der erste Fahrer, der seinen ersten von zwei Attack-Modes In Runde sieben aktivierte-Platz vier. Drei Runden später ging Nato erstmals in Führung, da Pole-Setter Vandoorne ins Straucheln kam und neben Nato auch Sims und Rowland Platz machen musste. Nyck de Vries lag zu diesem Zeitpunkt bereits auf Titelkurs, der auf Platz sechs liegend keinen seiner unmittelbaren Konkurrenten im Titelkampf fürchten musste.

Während das Porsche-Duo weiter um Top Ten-Positionen kämpften, gab es im Mercedes-Lager einen Platztausch. De Vries durfte kampflos an Teamkollege Vandoorne vorbeigehen-Platz 5. Der Niederländer war jetzt nicht mehr als Weltmeister einzuholen, der unverständlicherweise einige riskante Moves machte. „Harakiri-Manöver‘ nannte es Sat.1-Kommentator Edgar Mielke, der gar nicht mehr hinsehen konnte, wenn de Vries zum Angriff blies und mehrmals in Zwei- und Dreikämpfe verwickelt war.

De Vries hatte das Glück des Tüchtigen nicht auszufallen, ansonsten wären weitere Titelkandidaten ins Spiel gekommen. So rettete der Niederländer mit P8 seinen WM-Titel und Teamkollege Vandoorne mit P3 bescherte Mercedes auch die Teammeisterschaft.

Der amtierende Champion Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) sorgte für eine weitere Safey-Car-Phase.  Der Portugiese krachte in die Mauer, da ihm Samstagssieger Lucas di Grassi (Audi) keinen Platz ließ und da Costa ins Aus kegelte. Eine Durchfahrtsstrafe für den Brasilianer war die Folge des Unfalls, der bei seiner Audi-Abschiedstour nur auf P20 kam.

Eine ausgezeichnete Leistung zeigte zum Abschluss Porsche-Pilot Lotterer, der als Vierter ins Ziel vor Sims und den zweiten Deutschen Pascal Wehrlein, der Sechster wurde. Dahinter landete Jaguar-Pilot Sam Bird vor dem neuen Titelträger de Vries.

Eine Meisterleistung zeigte einmal mehr Rene Rast, der von ganz hinten durchs Feld pflügte und sich am Ende dank cleveren Energiemanagement mit P9 belohnte. Dazu schnappte sich der Audi-Pilot die schnellste Rennrunde, die mit einem weiteren WM-Punkt honoriert wurde. Nio-Pilot Tom Blomqvist, der im Qualifying mit P5 überraschte, komplettierte die Top Ten.

Nichts zu holen gab es für BMW-Pilot Maximilian Günther, der mit P15 vorliebnehmen musste. Die Abschiedsvorstellung von BMW hätten sich die Münchner erfolgreicher gewünscht.

Norman Nato und teamchefin Susie Wolff, @FIA FormulaE

Dagegen konnte Premierensieger Nato sein Glück kaum fassen, mit Teamchefin Susie Wolff den Siegespokal in Empfang zu nehmen. Der 39-jährige Franzose zeigte eine fehlerfreie Vorstellung und konnte dem Venturi-Team nach dem unverschuldeten Mortara-Aus doch noch einen Sieg schenken. 

Ergebnis Saisonrennen 15 in Berlin: 

Berlin II Ergebnis @alkamel, FormulaE

Mercedes: beide WM-Titel

Ein großartiger Tag für Mercedes. Fahrermeisterschaft durch de Vries geholt und die Teamwertung geholt. Mercedes-Motorsportboss Toto Wolff war sichtlich stolz auf Teamchef Ian James.

Bester deutscher Fahrer wurde Wehrlein auf P11.

Fahrerwertung @FIA FormulaE Fahrerwertung @FIA FormulaE

Hersteller-Ergebnis @FiaFormulaE

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