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DTM: Marco Wittmann im BMW M6 GT3 gewinnt Zolder-Rennen

Marco Wittmann,DTM Zolder 2021 ©DTM

Marco Wittmann (BMW) gewinnt das Sonntagsrennen vor Maximilian Götz (Mercedes) and Ferrari Red Bull-Pilot Liam Lawson.

Der zweifache-DTM-Champion feierte seinen insgesamt 13. DTM-Sieg und holte für Walkenhorst Motorsport seinen ersten DTM-Erfolg.

Platz vier ging an Nico Müller (Audi)  vor Lucas Auer (Mercedes), Alex Albon (Ferrari) und Sheldon van der Linde. Dahinter komplettierten Tabellenführer Kelvin van der Linde (Audi), Esteban Muth (Lamborghini) und Mike Rockenfeller (Audi) die Top Ten.

Sonntagsrennen ganz im Zeichen von Wittmann

Pole-Setter Wittmann zeigte sich im BMW M6 GT3 in bestechender Form und feierte einen Start-Ziel.

Am Ende hatte der Franke einen Vorsprung von 1,7 Sekunden vor HRT-Pilot Götz, der wie Wittmann Mitglied beim Nürnberger Motorsportclub (MCN) ist.

„Wir sind in dieses Wochenende mit quasi null Erwartungen gegangen“, sagte Wittmann im Siegerinterview. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir so stark auftreten. Ab Freitag, ab dem ersten Training waren wir konkurrenzfähig, waren bei der Pace dabei.

Wir haben es heute gezeigt mit der Pole und auch im Rennen. Ich bin überglücklich, unheimlich stolz auf das ganze Team Walkenhorst, die tatsächlich im fünften DTM-Rennen ihren ersten Sieg eingefahren haben“, jubelte Wittmann, der in der Meisterschaft einen gewaltigen Sprung nach vorne machte.

Marco Wittmann ,DTM Zolder 2021 ©DTM

Der Pole-Setter legte einen perfekten Start hin, setzte sich vor Lucas Auer (Mercedes), Kelvin van der Linde (Abt Sportsline) und Liam Lawson (Ferrari) durch.

Doch das Safety-Car bremste das Feld bereits in Runde eins ein, als HRT-Pilot Vincent Abril im Kiesbett landete. Markenkollege Philip Ellis bremste zu spät und beförderte den Monegassen ins Aus. 

Die „Belohnung“ für den Winward-Piloten: eine Durchfahrtsstrafe, der später im Rennen den Ärger der beiden Abt-Piloten Kelvin van der Linde und Mike Rockenfeller auf sich zog.

Vincent Abril,DTM Zolder 2021 ©DTM

Nachdem der HRT-Mercedes geborgen war, blieb Wittmann auch nach dem Restart in Runde sechs vorne. Während Müller seinen Audi R8 LMS GT3 kurz ins Kiesbett steuerte, schnappte sich Lawson Tabellenführer Kelvin van der Linde und schob sich auf Position drei.

Christian Klien: Starkes Qualifying, enttäuschendes Endergebnis

Den ersten Boxenstopp unternahm McLaren-Pilot Christian Klien schon früh in Runde sieben, der im Qualifying mit Platz acht eine starke Leistung zeigte. Doch der frühe Reifenwechsel zahlte sich für den Österreicher nicht aus, am Ende kam der Ex-Formel-1-Pilot auf Position 14.

Boxenstopps: Nicht immer optimal

Während Ellis seine Durchfahrtsstrafe absolvierte, holte sich das Führungsfeld in Runde neun bis 12 ihre neuen Reifen in der Box ab. Dabei blieb Wittmann vor Auer, dagegen blieb Lawson hinter Götz zurück, da der Ferrari-Boxenstopp diesmal nicht optimal klappte.

Selbst Tabellenführer van der Linde verlor nach seinen Boxenstopp Positionen an Ellis und Lawson-Platz neun.

Lokalmatador Esteban Muth: starker Auftritt

Ab Runde 13 lieferte Lokalmatador Esteban Muth ein spektakuläres Rennen. Der 19-jährige Belgier schnappte sich zuerst Mercedes-Routinier Daniel Juncadella und war Zwölfter.

Esteban Muth,DTM Zolder 2021 ©DTM

Zu diesen Zeitpunkt war Wittmann vor Auer, Götz und Lawson virtuell Führender, da das reale Führungstrio Alex Albon (Ferrari), Nico Müller und Sheldon van der Linde (BMW) eine andere Strategie mit ihren Reifenwechsel wählten.

Lamborghini-Pilot Muth hatte vom Attackieren noch nicht genug und lieferte sich rundenlang ein packendes Duell mit Abt-Pilot Mike Rockenfeller, der zuerst die Oberhand behielt. Doch in Runde 23 fand der Belgier eine kleine Lücke an den DTM-Champion von 2013 vorbeizugehen.

Bereits beim Saisonauftakt in Monza trafen der Jungspund und der Routinier aufeinander, damals behielt „Rocky“ die Oberhand.

Jetzt wollte es der T3 Motorsport-Pilot genau wissen und legte sich Tabellenführer van der Linde zurecht.Doch der Samstagssieger spielte seine ganze Erfahrung und Klasse im GT3-Sport aus, Muth biss sich am Südafrikaner die Zähne aus. Mit Platz neun zeigte der belgische Lokalmatador dennoch eine bärenstarke Leistung.

Pech für Lucas Auer, Lawson ergattert Podestplatz

Großes Pech hatte Mercedes-Pilot Lucas Auer, der den Führenden Wittmann jagte und auf dem Weg zu einem Podiumsplatz war. Doch der Österreicher bekam nach seinem Boxenstopp in Runde neun eine 5-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt, da seine Mechaniker-Crew zu früh die Boxengasse betreten hatte- Verstoß gegen Artikel 30.3, sehr ärgerlich für Auer.

Somit verlor der Tiroler, der als Zweiter hinter Wittmann ins Ziel kam, seinen sicher geglaubten Podestplatz, und wurde auf Platz fünf gewertet.

Nico Müller: zurück in die Erfolgsspur

Endlich wieder ein Erfolgserlebnis für Nico Müller. Der Rosberg-Pilot legte sich eine andere Strategie zurecht und wechselte sehr spät seine Michelin-Reifen. 

In Runde 26 bog der Audi-Pilot in die Box ab und kam noch vor Ellis wieder auf die Strecke- P7. Das der Boxenstop des Schweizers geglückt war, bewies Ferrari-Pilot Alex Albon, der zwei Runden später hereinkam, sich aber hinter Müller wieder anstellen musste.

Jetzt drehte der Audi-Pilot so richtig auf und ließ es fliegen. Runde für Runde näherte sich der Vorjahres-Vizemeister dem Führungsquartett und sah Lawson bereits in Sichtweite. Der Neuseeländer musste um seinen Podestplatz bangen.

„Ich bekam die Nachricht, dass er einen Overcut machte und mit frischen Reifen unterwegs war“, sagte Ferrari-Pilot Lawson auf Nachfrage von ‚bildpresse2010.blog.“ „Ich sah ihn von hinten kommend, er hatte ein wenig mehr Pace im Infield. Ich glaube ein oder zwei Runden mehr wäre ich in Schwierigkeiten gekommen“, gab der 19-jährige Red Bull-Pilot offen zu.

An den Zweitplatzierten Götz kam der Ferrari-Pilot nicht mehr heran, vielmehr musste er um P3 kämpfen.

Lawson rettete seinen dritten Platz vor Müller, der dennoch mit seiner Leistung zurück in die Erfolgsspur gefunden hat.

Philip Ellis vor Van der Linde,DTM Zolder 2021 ©DTM

Abt-Piloten sauer auf Philip Ellis

Für großen Ärger sorgte Mercedes-Pilot Philip Ellis im Abt-Lager. Der Lausitzsieger Ellis hielt nach Meinung der beiden Abt-Piloten van der Linde und Rockenfeller das Duo auf, ließ die beiden Audi-Fahrer einfach nicht vorbei. 

So musste sich der Tabellenführer mit Platz acht zufrieden geben, Teamkollege Rockenfeller kam noch auf Platz zehn und sicherte sich damit einen weiteren Meisterschaftspunkt.

In der Meisterschaft verteidigte van der Linde mit 101 Punkten die Führung vor Lawson (80 Punkte), der wieder näher an den Südafrikaner heranrückte.

Dahinter liegen Max Götz (72) und Zolder-Sieger Wittmann (72) in Lauerstellung. Bereits in zwei Wochen gibt es auf dem Nürburgring (20.8-22.8.) Saisonrennen sieben und acht.

Ergebnis Rennen 2 Zolder:

Ergebnis Zolder II 2021 ©DTM

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