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DTM: Abt-Pilot Kelvin van der Linde vor Lausitzring-Gastspiel: „Meisterschaftsführung verteidigen“

Kelvin van der Linde,Motorsport: DTM Monza ©Abt

Die DTM gastiert am Wochenende auf dem Lausitzring. Erste Station in der noch jungen Saison in Deutschland und Tabellenführer Kelvin van der Linde vom Team Abt Sportsline setzt sich zum Ziel, Platz eins in der Fahrerwertung zu verteidigen.

„Ich freue mich einfach auf den Lausitzring vor allem als Tabellenführer“, sagt der Audi-Pilot, der voller Selbstvertrauen strotzt.

Alle Piloten und Teamchefs sind gespannt, wie die Rennaction insbesondere mit der Steilkurve in Turn 1 ankommt. „Es wird eine coole neue Challenge mit Turn 1 im Oval. Ich glaube, vor den ersten Runden sind da alle Fahrer etwas nervös. Es wird eine tolle Show und cooles Racing für die Fans. Ich bin gespannt, wie sich das Wochenende entwickelt.

Unser Ziel ist ganz klar, gut zu punkten und unsere Meisterschaftsführung zu verteidigen. Der Test am Lausitzring war sehr gut. Natürlich müssen wir ein paar Anpassungen für das Oval machen, aber ich glaube, wir sind gut aussortiert.“

Tolle Geste des Abt-Piloten, dessen Audi R8 LMS  auf dem Lausitzring mit Onboard-Kameras ausgestattet ist und die generierten Spenden über den Twitch-Kanal den Flutopfern in der Eifel zukommen lässt. Das Gastspiel in der Lausitz ist für den Südafrikaner auch eine Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen in Spa, das eine Woche später auf dem Programm steht.

Teamchef Biermeier: Wollen gute Show bieten

Die Mannschaft um Thomas Biermaier und Hans-Jürgen Abt weiß, wie man in der Lausitz DTM-Rennen gewinnt. Der Kurs ist seit 2000 fester Bestandteil des DTM-Kalenders. Genauso lang ist die Erfolgstruppe aus Kempten Teil der DTM. Schon fünf Siege hat das Team aus dem Allgäu auf dem Lausitzring gefeiert und bei 28 DTM-Rennen 26 Podiums geholt.

„In 21 Jahren DTM haben wir auf dem Lausitzring schon unheimlich viel erlebt“, weiß Teamchef Thomas Biermeier. „Wir haben eine Menge Pokale in Kempten stehen, mussten aber auch schon den einen oder anderen Tiefschlag einstecken. Die Atmosphäre am Lausitzring ist immer eine ganz besondere – vor allem wegen der großen Tribüne gegenüber den Boxen.

Die Fans in der Region sind motorsportbegeistert und sorgen für Stimmung. Deshalb war es eine gute Nachricht, dass in diesem Jahr wieder Zuschauer auf den Tribünen zugelassen sind. Wir haben sie am Lausitzring in der letzten Saison besonders vermisst. Wir werden alles daransetzen, ihnen eine gute Show zu bieten.“

Team ABT Sportsline, ABT Audi R8 LMS Rockenfeller, Kaiser, van der Linde und Biermeier ©ABTDTM Monza

Mike Rockenfeller: Qualifying größte Herausforderung

Eine gute Show möchte auch van der Lindes Teamkollege Mike Rockenfeller bieten, der in der Tabelle mit Platz 13 vorlieb nehmen muss. „Das zweite DTM-Wochenende auf dem Lausitzring wird eine Riesenherausforderung. Das neue Reglement führt dazu, dass man sehr wenige Reifen für das Freie Training hat. Allein das macht es schon extrem schwer.

Man hat keine Chance, sich wie in der Vergangenheit auf das Qualifying einzuschießen. Das Qualifying mit dem GT3-Fahrzeug umzusetzen, ist für mich persönlich die größte Herausforderung.Daran muss ich arbeiten.

Der Lausitzring ist eine Strecke, die ich gut kenne, obwohl wir einen Großteil mit dem neuen Turn 1 anders haben werden. Wir sind alle gespannt. Ich hoffe, wir haben gutes Racing, denn normalerweise war Kurve 1 immer die Stelle, an der man am besten überholen konnte. In dieser Form fällt sie weg.“

Beim Saisonauftakt in Monza schaffte „Rocky“ mit den Plätzen 10 und 8 zwei Top-Ten-Resultate, lieferte sich mit T3 Motorsport-Pilot Esteban Muth im Lamborghini sehenswerte und spektakuläre Windschattenduelle und Überholmanöver. Um für das zweite DTM-Event auf dem Lausitzring gewappnet zu sein, verbrachte Rockenfeller in der vergangenen Woche mit seiner Familie einen Kurzurlaub auf der Sonnenalp im Allgäu. Mal sehen, ob es geholfen hat…

Sophia Flörsch: Lausitzring keine Lieblingsstrecke

Für die Dritte im Abt-Bunde, Sophia Flörsch, wird es in der Lausitz alles andere als einfach. Die Münchnerin zählt den Lausitzring nicht unbedingt zu ihren Lieblingsstrecken. „Jetzt steht schon das zweite Rennen an am Lausitzring – eine Strecke, die ich nicht ganz so gern mag“, gibt Flörsch offen zu.

Die Deutsche, die zuletzt im Rahmen des Formel-1-Rennens auf dem Red Bull Ring mit dem ABT Audi R8 LMS Demorunden fuhr, freut sich auf die Rückkehr der Fans. „Es ist auch cool, wieder Fans an der Strecke zu haben.“

In Monza blieb Flörsch ohne Punkte, konnte zumindest im zweiten Rennen die zweiten Dame im DTM-Starterfeld Esmee Hawkey (T3 Motorsport) hinter sich lassen. „Ich habe schon als kleines Kind davon geträumt, irgendwann DTM zu fahren. Dieser Traum ist in Monza in Erfüllung gegangen“, so Flörsch, die hofft, in der Lausitz weitere Fortschritt zu machen. „Aber ich glaube, dass ich seit Monza noch einmal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht habe. Ich bin gespannt, wie es sein wird.“

Besonders die Steilkurve wird allen Fahrern eine gehörige Portion Mut abverlangen, da bildet Flörsch keine Ausnahme. „Aber es wird etwas extrem Spezielles werden, weil wir nicht die normale Version fahren, sondern Turn 1 im Oval. Das wird für alle Teams und Fahrer neu und eine Herausforderung und sehr spannend. Mal schauen, wie die Rennen so verlaufen. Ich freue mich wirklich darauf“, sagt die Abt-Pilotin.

Sophia Flörsch,Team ABT Sportsline, ABT Audi R8 LMS ©Abt

Die Kemptener Erfolgstruppe überlässt nichts dem Zufall, um maximalen Erfolg zu haben. Zwischen dem Saisonauftakt in Monza und dem Lausitzring testete die Mannschaft in Zolder und auf dem Red Bull Ring.

Von Langeweile keine Spur beim Kemptener Team, denn parallel zum DTM-Wochenende in der Lausitz steht Abt mit Audi in der Formel E beim „Doubleheader“ in London unter Strom.

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