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Formel E: Heimspiel für BMW-Pilot Jake Dennis in London, Max Günther zurück im Titelkampf

Günther und Dennis, BMW ©BMW

Im Formel-E-Endspurt können sich beide BMW-Fahrer Jake Dennis und Maximilian Günther noch Hoffnungen auf den WM-Titel machen. Beim Heimspiel von BMW i Andretti Motorsport in London, dessen Teamsitz in Banbury weniger als 150 Kilometer vom „ExCel Circuit“ entfernt liegt, feiert die Elektro-Rennserie nach vier Jahren ein Comeback.

„Es ist fantastisch, nach so langer Zeit nach London zurückzukehren“, freut sich Teamchef Roger Griffiths. „Die Strecke ist einzigartig und neu für alle.“

Besonderheit des neuen 2,252 Kilometer langen Kurses mit 22 Kurven im Osten Londons ist, dass er teilweise durch den Außenbereich und teilweise durch die Hallen des ExCel London führt. Der zeitweise zu erwartende Regen in London am Wochenende könnte besonders knifflig für Dennis & Co werden. Bei Regen wäre nämlich der Wechsel von nasser Strecke außen und trockener Strecke innen außergewöhnlich, das Griplevel extrem niedrig.

„Zum ersten Mal wird es neben den üblichen Streckenbelägen im Außenbereich auch einen Indoor-Streckenteil geben“, so Griffiths. „Im Moment wissen wir noch nicht viel darüber, wie sich der Streckenbelag verändern wird, sobald die Autos darauf fahren. Zum Glück findet das erste Training bereits am Freitag statt. Das gibt uns Zeit, die Daten über Nacht zu analysieren und uns mögliche Anpassungen zu überlegen.“

Heimspiel für BMW und Jake Dennis

Der Brite darf sich wie sein Schützling Jake Dennis über ein Heimrennen freuen. Dennis, der in seinen Rookie-Saison bereits ein Rennen in Valencia gewinnen konnte, hat als Tabellenfünfzehnter trotz 27 Punkten Rückstand auf Leader Sam Bird (Jaguar) noch alle Chancen im Titelkampf.

„Ich bin extrem gespannt auf meine Heimrennen in London“, fiebert Dennis seiner Heimpremiere entgegen. „Den Kurs kennt niemand, was mir als Rookie entgegenkommt. Ich hoffe, dass wir in den ersten Trainings gut aus den Startlöchern kommen und uns im Qualifying gut platzieren.

Es sieht danach aus, als wäre Überholen auf dem Kurs schwierig. Umso wichtiger wird es sein, gute Startpositionen herauszufahren“, hofft der 26-jährige Brite auf ein positives Abschneiden.

Griffiths und Dennis, BMW © FIA FormulaE

Teamchef Griffiths spricht zwar noch nicht vom Titel, im Abschiedsjahr von BMW wäre die WM-Krone jedoch das Sahnehäubchen. „Unsere beiden Fahrer haben je einen Saisonsieg auf dem Konto und sind entsprechend motiviert. Sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung ist noch viel möglich“, sagt Griffiths, der zuletzt in New York einen wiedererstarkten Maximilian Günther erleben durfte.

Günther: Leistungskurve geht nach oben

Der Deutsche feierte im Big Apple seinen ersten Saisonsieg, konnte zudem beim Sonntagsrennen als Vorletzter gestartet mit einer klugen Strategie mit Platz 10 einen weiteren WM-Punkt sammeln. Die Leistungskurve des 24-jährigen Wahlmonegassen stimmt, rechtzeitig vor Saisonende dreht Günther mächtig auf. „Vor den letzten vier Saisonrennen ist noch alles möglich“, sagt der BMW-Pilot selbstbewusst. „Wir konzentrieren uns wie üblich darauf, uns auf unsere eigene Leistung zu fokussieren“, hofft der Deutsche auf eine fette Punktausbeute in London.

Der Tabellenvierzehnte, der wie Dennis 54 Punkte auf seinen Konto stehen hat, startet im Qualifying mit seinen Teamkollegen in Gruppe 3, keine schlechte Ausgangsposition. „London ist ein herausragender Schauplatz für Rennen“, sagt Günther. „Auch die Mischung aus Indoor- und Outdoor-Racing ist ein sehr cooles Element. Die Strecke sieht sehr technisch aus, und ich kann es kaum erwarten, dort meine ersten richtigen Runden zu drehen.“

Energiemanagement: untergeordnete Rolle

Beide BMW-Piloten haben den dringenden Wunsch, ein gutes Qualifying abzuliefern, das A&O für den London E-Prix. Es gibt nur sehr wenige Überholmöglichkeiten auf den sehr engen und langsamen Kurs mit Haarnadelkurven. Die Bremsen werden sehr stark beansprucht, müssen Höchstleistung verrichten.

Zudem hat die FIA beschlossen, die Gesamtmenge der verfügbaren Energie für die beiden Rennen in London von 52 auf 48 Kilowattstunden zu reduzieren, um Vollgas-Rennen zu vermeiden. Ein wesentliches Element der Elektro-Rennserie ist das Energiemanagement vernünftig zu handeln. „Darüber hinaus hat die FIA die verfügbare Energie um knapp zehn Prozent verringert, damit Energiemanagement trotz des speziellen Streckencharakters ein wichtiger Faktor bleibt“, bestätigt Teamchef Griffiths.

Eines ist in London jedenfalls klar: da es keine Auslaufzonen gibt, bleibt daher kein Raum für Fahrfehler. Man darf gespannt sein, was Dennis und Günther im Saisonendspurt noch im Köcher haben. Können Sie sich eine gute Ausgangsposition für den großen Showdown in Berlin (14.8./15.8.) schaffen?…

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