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DTM: FIA gibt grünes Licht für Turn 1 am Lausitzring, Vollgas-Action garantiert

Grünes Licht Turn 1 Lausitzring ©Gruppe C Photography

Action pur ist angesagt beim zweiten DTM-Event am kommenden Wochenende auf dem Lausitzring. Die FIA erteilte heute Grünes Licht für die 300 Meter lange und überhöhte Steilkurve in Turn 1.

Die finale Freigabe für die geänderte Streckenführung durch den Automobil-Weltverband FIA erfolgte nach einer Besichtigung vor Ort am Dienstagmorgen. Die Sachverständigen-Organisation DEKRA, in deren Besitz sich die Anlage seit 2017 befindet, hat die Vorbereitungen abgeschlossen, dem Vollgas-Rennen in der Lausitz steht nichts mehr entgegen.

Fahrer und Teamchefs begeistert

„Die Windschattenspiele werden am Lausitzring sehr wichtig sein, und das wird auch für viel Rennaction sorgen“, zeigt sich Abt-Pilot Mike Rockenfeller angetan in einer ersten Stellungnahme. „Ich freue mich darauf. Turn 1 am Lausitzring ist anspruchsvoller als Daytona. In Daytona ist der Neigungswinkel steiler, deshalb geht die Steilkurve mit Vollgas, ganz gleich auf welcher Linie. Am Lausitzring muss man sich hingegen genau positionieren, ein bisschen zirkeln“, so Rockenfeller, der DTM-Champion von 2013, der im Langstreckensport in Daytona beim weltberühmten 24-Stundenrennen reichlich Erfahrung gesammelt hat.

Statt am Ende der Start-Ziel-Geraden enorm abzubremsen und nach links ins Infield einzubiegen, bleiben die Weltklassepiloten der DTM 2021 auf dem Gas, werden allenfalls leicht lupfen. „Ich denke, damit wird die Durchschnittsgeschwindigkeit im ersten Sektor von 130 auf etwa 250 km/h ansteigen“, mutmaßt der amtierende Vizemeister Nico Müller vom Team Rosberg.

Tabellenführer Kelvin van der Linde fiebert der Premiere der Steilkurve entgegen. „Es wird eine coole neue Challenge mit Turn 1 im Oval“, so van der Linde. „Ich glaube, vor den ersten Runden sind da alle Fahrer etwas nervös. Es wird eine tolle Show und cooles Racing für die Fans“, verspricht der Abt-Pilot.

Bruder Sheldon sieht es ähnlich. „Eines der Highlights für mich, dass wir durch Turn 1 im Oval fahren werden“, bestätigt der Rowe-Pilot. Ins gleiche Horn bläst übrigens dessen Teamchef. „Das wird für die Fans, die jetzt in begrenzter Zahl auch wieder an die Strecke kommen dürfen, sicher eine spannende Sache und für uns als Team ein Ritt auf der Rasierklinge“, sagt Hans Peter Naundorf vom BMW-Team Rowe Racing.

„In so kurzer Zeit eine passende Abstimmung für die Steilkurve zu finden, ist eine Herausforderung für alle. Aber gerade diese Herausforderungen lieben wir ja alle im Rennsport“, so der Rowe-Verantwortliche. 

Leuchtende Augen bekommt Jeroen Bleekemolen, wenn er sich an 2003 erinnert. Damals fuhr die DTM in den Trainingssessions am Freitag durch die überhöhte Kurve. „Turn 1 zu fahren war mega! Fast Vollgas, nur ganz wenig lupfen – ich fand es großartig“, sprudelt es Bleekemolen heraus, der damals Opel-Werksfahrer war und heute als einer der vielbeschäftigsten und vielseitigsten Rennfahrer gilt, gerade auch in den USA, wo Steilkurven auf vielen Strecken zu finden sind.

„Es war so schnell und dann überhöht, das war eine echt neue Erfahrung“, erinnert sich Bleekemolen. „Es ist schön, mal wieder etwas anderes zu haben. Für die Action auf der Strecke ist das super.“

Lausitzring: Safety first

So wurden vor allem beide Durchlässe zur angebundenen Hochgeschwindigkeits- und Prüfstrecke mit Betonelementen abgesichert, zudem die Boxenmauer verlängert und die sogenannte erste Safety-Car-Linie verlegt. Die finale Abnahme der geänderten Streckenführung erfolgte am Dienstagvormittag durch Niels Wittich, Rennstrecken-Inspekteur der FIA.

„Da die überhöhten Kurven des Triovals schon charakteristisch für den DEKRA Lausitzring sind, freuen wir uns sehr, dass sich die DTM zum diesjährigen Rennen auf unserer Strecke für diese sehr spannende Variante des Kurses entschieden hat“, so Uwe Burckhardt, Leiter Test und Event am DEKRA Lausitzring.

Darüber hinaus hat sich die DTM das Streckenlayout mit der Steilkurve exklusiv für drei Jahre sichern lassen. Freuen können sich auch die Zuschauer auf die Vollgas-Action, die beim zweiten DTM-Rennwochenende endlich wieder zugelassen sind.

Der Lausitzring, zwischen Berlin und Dresden gelegen, ist die zweite Station der DTM 2021 und die erste in Deutschland. Beide Rennen am Samstag und Sonntag (Start jeweils um 13:30 Uhr) werden in Deutschland in SAT.1 live im Free-TV und im Livestreaming auf ran.de übertragen.

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