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Formel E: „Jetzt bin auch ich zurück im Titelkampf“, WM-Fight geht weiter, die Stimmen aus New York

BMW i Motorsport Sieg in New York ©FIA FormulaE

Grenzenloser Jubel vor der Freiheitsstatue und der beeindruckenden Kulisse Manhattans. BMW-Pilot Maximilian Günther meldet sich mit seinen ersten Saisonsieg eindrucksvoll zurück, Heimsieg für das BMW i Andretti Motorsport-Team.

Während heute Abend England oder Italien neuer Fussball-Europameister wird, bleibt der Meisterschaftskampf in der Formel E-Weltmeisterschaft eng und heiß umkämpft. „Wer hat noch nicht, wer will noch mal“, lautet die Devise.

Nicht weniger als 15 Fahrer dürfen sich fünf Rennen vor Saisonende berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen- darunter drei Deutsche. Hier die Reaktionen aus New York.

Verlierer und Gewinner des Samstagsrennens in Big Apple war Tabellenführer Edoardo Mortara (Venturi), der trotz Nullnummer sein Meisterschaftsführung behielt. Allerdings teilt sich der Venturi-Pilot die Führung mit dem fünftplatzierten Robin Frins (Virgin).

Sieger Maximilian Günther (BMW, 12. der Meisterschaft):

„Hier in New York das Heimrennen unseres Teams zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes. Besonders aber auch deshalb, weil es für uns oft nicht gut gelaufen ist und wir nicht so viele Punkte geholt haben, wie wir wollten.

Doch wir sind immer auf uns selbst fokussiert geblieben. Wir wissen, wozu wir in der Lage sind. Heute haben wir beim Management des Rennens einen guten Job gemacht. Am Ende hatte ich in der Spitzengruppe die meiste Energie übrig.

Das ist ein Vorteil, aber Überholen ist hier immer noch schwierig. Jean-Éric hat dann in der Haarnadel angegriffen, beide Führenden mussten eine weite Linie fahren, und ich hatte dadurch die perfekte Gelegenheit, beide zu überholen. Danach war ich mit der Energie, die ich noch zur Verfügung hatte, in einer komfortablen Situation.“

Jake Dennis (BMW, Ausfall, 11 der Meisterschaft):

„Ehrlich gesagt ein enttäuschender Tag heute. Im Qualifying hat uns die rote Flagge ein wenig aus der Bahn geworfen, aber ich hatte das Gefühl, dass wir im Rennen nach vorn kommen können. Alles ist gut gelaufen, ich war Neunter und hatte die Chance auf ein Top-8- oder Top-7-Resultat.

Doch dann hat mich leider ein Auto von hinten getroffen und für einen Reifenschaden gesorgt. Das ist sehr schade, aber es macht mir mit Blick auf morgen Mut, dass wir auf jeden Fall eines der schnellsten Autos im Feld haben. Als Team können wir über den Sieg heute sehr glücklich sein. Toll gemacht, Maximilian.“

Jean-Eric Vergne (DS Techeetah, P2, 3. der Meisterschaft):

„Ich habe mich als Zweiter qualifiziert und bin Zweiter geworden, es war ein gutes Rennen, aber es fühlt sich wie eine verpasste Chance an. Trotzdem bin ich mit den Punkten und der Rückkehr in die Meisterschaft sehr zufrieden. Jetzt müssen wir uns auf das morgige Rennen konzentrieren und versuchen, das Maximum an Punkten mit nach Hause zu bringen.“

Antonio Felix da Costa (DS Techeetah, P12, 5. der Meisterschaft):

„Es war ein harter Tag heute, aber ich bin recht zufrieden mit der Ein-Runden-Performance des Autos. Das Qualifying war angesichts der Gruppensituation okay, aber im Rennen hatten wir nicht die nötige Pace, um anzugreifen und Positionen gut zu machen. Wir sind ziemlich genau dort ins Ziel gekommen, wo wir gestartet sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir es morgen besser machen können.“

Lucas di Grassi (Audi, P3, 9. der Meisterschaft):

„Das war heute ein fantastischer Tag in New York und nach dem Sieg in Mexiko gleich der nächste Pokal. Jetzt bin auch ich zurück im Titelkampf – ich bin mir sicher, dass bis zum letzten Rennen alles offenbleibt.“

Rene Rast (Audi, P10, 4. der Meisterschaft):

„Das Pech scheint uns im Qualifying einfach nicht verlassen zu wollen. Das war heute das absolute Maximum – aber wenigstens schön, dass sich der Einsatz und Kampf gelohnt haben.“

André Lotterer (Porsche, P8, 19. der Meisterschaft):

Ich habe Punkte geholt und bin zufrieden. Das war ein gutes Rennen, in dem ich das Beste aus meinen Möglichkeiten gemacht habe. Unser Auto hat auf dieser nicht einfachen Strecke gut funktioniert, und ich denke, dass wir morgen noch weiter nach vorne fahren können.“

Pascal Wehrlein (Porsche, Ausfall, 15. der Meisterschaft):

Ich bin schon enttäuscht. Das war klar mein Fehler. Als ich zum zweiten Mal den Attack Mode aktivieren wollte, habe ich etwas später gebremst als die Autos vor mir, und als sich die plötzlich stauten, konnte ich nicht ausweichen. Zum Glück haben wir schon morgen eine neue Chance, die wir dann hoffentlich besser nutzen.“

Nyck de Vries (Mercedes, P13, 7. der Meisterschaft):
„Heute war einer dieser Tage. Ich wurde bereits auf der ersten Runde von hinten getroffen. Das ist mir jetzt schon im dritten Rennen hintereinander passiert. Ich versuchte noch, dem Auto vor mir auszuweichen, aber das war unmöglich und ich berührte meinen Vordermann.

Dabei verlor ich meinen Kotflügel vorne rechts, was die Fahrzeugbalance ab diesem Zeitpunkt beeinträchtigte. Dadurch ließ sich das Auto nicht mehr schön fahren. Danach war es ein hartes Rennen. Ich habe das Auto zwar ins Ziel gebracht, aber ich hatte keine Chance, mit den anderen Fahrern zu kämpfen und anzugreifen.“

Stoffel Vandoorne (Mercedes, Ausfall, 10. der Meisterschaft):
„Für meine Startposition muss ich die volle Verantwortung übernehmen. Ich habe einen Fehler gemacht, die Mauer berührt und hatte dadurch einen Reifenschaden. Die Berührung war nicht sehr hart, nur ganz leicht, aber sie hat gereicht, um die Felge zu beschädigen.

Das war sehr schade, denn meine Runde war bis dahin gut und aus Gruppe zwei hatte ich damit das Potenzial, um in die Super Pole zu kommen. Von Startplatz 21 war es im E-Prix natürlich sehr schwierig. Im Rennen hat mir vielleicht etwas die Pace gefehlt, aber wir lagen beim Energiemanagement vor unseren direkten Konkurrenten. Das war auch unsere Strategie.

Wir wollten von hinten kommend viel Energie sparen und dann versuchen, uns nach vorne zu kämpfen. Das ist uns ein bisschen gelungen, aber dann blieb ich im Feld stecken und hatte einen weiteren Reifenschaden vorne links.

Das war es dann für mich. Zwei Reifenschäden, die mich beide sehr teuer zu stehen kamen. Alles in allem ein Tag zum Vergessen. Jetzt bin ich froh, dass wir morgen eine weitere Chance erhalten.“

Sam Bird (Jaguar, P9, 13. der Meisterschaft):

„Leider habe ich heute Morgen einen Fehler gemacht, für den ich teuer bezahlen musste, ebenso wie das Team. Aber das Jaguar-Team hat einen unglaublichen Job gemacht. Dass ich heute überhaupt fahren konnte, war einfach unglaublich, und dass ich Punkte für das Team geholt habe, ist eine kleine Wiedergutmachung.

Manchmal muss man in der Formel E die Ellbogen ausfahren und überholen, und genau das habe ich heute getan. Mein Plan ist es, morgen im Qualifying eine gute Runde zu fahren und hoffentlich können wir dann an der Spitze mitkämpfen.“

Mitch Evans (Jaguar, Ausfall, P9, 6. der Meisterschaft):

„Wir hatten einen ziemlich soliden Start in unser erstes Rennen, hier in New York. Ich bahnte mir meinen Weg durch das Feld und schaffte es in die Top Ten. Leider hatten wir ein elektrisches Problem, das das Auto abschaltete, und ich konnte es nicht mehr neu starten, so dass unser Rennen vorbei war.

Es ist wirklich schade, denn ich hätte heute wahrscheinlich mehr Punkte geholt. Obwohl ich nicht gepunktet habe, bin ich immer noch in der ersten Gruppe, was bedeutet, dass wir morgen hart kämpfen müssen, um wieder in die Punkte zu kommen.“

Edoardo Mortara (Venturi, P14, 1. der Meisterschaft):

„Wir konnten im FP2 eine wirklich gute Pace zeigen, aber ein Problem im Qualifying hat mein Rennen heute beeinträchtigt. Als ich meine Push-Runde begann, war ich nicht in der Lage, in den 250-kW-Modus zu gehen, also fuhr ich meinen Gruppenlauf mit einem Leistungsnachteil von 50 kW gegenüber meinen Konkurrenten.

Von P23 gestartet, ging es nur nach vorne, aber wir konnten ein intelligentes Rennen fahren und ich machte neun Positionen gut, um P14 zu erreichen. Wir wissen, dass das Auto hier gut funktioniert und ich denke, dass morgen Punkte möglich sind.“

Norman Nato (Venturi, P15, 23. der Meisterschaft):
„Es ist schade, dass wir unsere Pace aus FP2 nicht ins Qualifying mitnehmen konnten. Ich hätte es besser machen sollen und wir hatten die Leistung, um in die Punkte zu fahren. Von hinten zu starten ist knifflig, aber es gibt immer eine Möglichkeit, sich nach vorne zu kämpfen.

In der zweiten Rennhälfte war ich in einer recht guten Position, aber ich wurde zweimal angefahren, wodurch ich vier Positionen verlor. Zum Glück können wir morgen wieder fahren und ich weiß, dass wir um wichtige Punkte kämpfen können, wenn wir unter den ersten Acht starten.“

Tom Blomqvist (NIO, P16, 24. der Meisterschaft):

„Diese Meisterschaft ist so eng, so umkämpft. Ich bin im Qualifying keine gute Runde gefahren. Es war etwas chaotisch, was mich ein paar Zehntel gekostet hat, also hätten wir mit einer sauberen Runde ein paar Plätze besser sein können.

Aber letztendlich kommen wir von Rennen zu Rennen näher heran, uns fehlt im Moment nur ein bisschen die Pace. Obwohl ich 16. wurde, hätte ich ein paar Plätze besser sein können, wenn ich die ersten beiden Runden besser gefahren wäre.

Wir werden die Köpfe unten halten und versuchen, uns morgen im Qualifying zu verbessern, damit wir weiter vorne starten können, was uns das Leben im Rennen letztlich etwas leichter macht.“

Übrigens können sich in der Team-Meisterschaft mit DS Techeetah, Virgin, Audi, Mercedes, Jaguar und BMW gleich sechs Mannschaften berechtigte Hoffnungen auf den WM-Titel machen. Nur 321 Punkte trennen den Ersten (DS Techeetah) vom Sechsten (BMW).

Heute abend (Sat.1 überträgt live ab 19:15 Uhr) geht der Meisterschaftskampf beim zweiten Rennen in New York City in die nächste Runde. Mit einem neuen Tabellenführer ?…

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