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Formel E: Max Günther macht sie alle nass, Sieg beim New York City E-Prix, drei Deutsche in den Top Ten

Maximilian Günther heißt der strahlende Sieger des New York City E-Prix. Der BMW-Pilot setzte sich in einem spannenden Rennen vor Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) und Audi-Pilot Lucas di Grassi durch.

„Ich habe auf den richtigen Moment gewartet, der eine Move war gewaltig“, jubelte Günther, der seinen insgesamt dritten Formel-E-Sieg feierte.

In Runde 31 erfolgte die rennentscheidende Szene. Der bis dahin Führende Virgin-Pilot Nick Cassidy musste die vehementen Angriffsversuche von Vergne abwehren, im Kampf um die Führung touchierten die beiden Heißsporne. Günther als lachender Dritter sagte „Danke“ und schlüpfte durch.

Neben Günther schaffte Andre Lotterer (Porsche) als Achter und Rene Rast (Audi) als Zehnter den Sprung in die Top Ten. Pole-Setter Cassidy rettete Platz 4 vor seinem Teamkollegen Robin Frijns. Hinter dem Virgin-Duo landete das Nissan-Paar Sebastien Buemi und Oliver Rowland auf den Plätzen 6 und 7. Hinter dem Achten Lotterer schaffte Jaguar-Pilot Sam Bird Platz 9 und holte sich zudem mit der schnellsten Rennrunde einen weiteren WM-Punkt.

Dagegen gab es weder für Pascal Wehrlein (Ausfall) im Porsche und  Tabellenführer Edo Mortara (Venturi) als auch für die beiden Mercedes-Piloten Nyck de Vries (P13) und Stoffel Vandoorne (Ausfall) etwas Zählbares. Damit rückt der Titelkampf noch enger zusammen, Virgin-Pilot Robin Frijns als Fünfter hat zu Mortara aufgeschlossen und führt zusammen mit dem Italo-Schweizer die Meisterschaft mit 72 Punkten an.

Max Günther dank klugen Energiemanagement zum dritten Formel-E-Sieg:

Der 24-jährige Günther lieferte eine ganz starke Performance ab. Als Vierter gestartet lauerte der Deutsche auf den entscheidenden Moment, um zuzuschlagen. Bis dahin führte Pole-Setter Nick Cassidy im Virgin das Feld an und lieferte sich einen erbitterten Führungskampf mit dem zweifachen Formel-E-Champion Jean-Eric Vergne. Der Franzose biss sich am Neuseeländer die Zähne aus und packte gegen Rennende die Brechstange aus. Das konnte nicht gutgehen und beide Autos touchierten leicht. Genau die Gelegenheit für den dahinter lauernden Günther, an Cassidy und Vergne vorbeizugehen. 

Denn der BMW iFE.21 von Günther war dank cleveren Energie- und Temperaturmanagement in der Lage, Energie für den Schlussspurt zu sparen und den Sieg souverän nach Hause zu fahren. „Wir hatten mit der zweiten Startreihe eine ganz gute Ausgangslage“, erläuterte Günther bei Sat.1 im Siegerinterview. „Ich hatte mehr Energie als alle anderen um mich herum. Überholen war heute nicht so einfach. Cassidy und JEV haben gefightet, das habe ich gesehen. Ich habe auf den richtigen Moment gewartet. Ich habe gewußt, je länger das Rennen dauert, umso größer werden meine Chancen. Am Ende der eine Move, das war gigantisch“, strahlte Günther über beide Ohren.

Max Günther jubelt als New York-Sieger ©FIAFormulaE

Gesittete Anfangsphase

Pole-Setter Cassidy, der seine zweite Pole in seiner Rookie-Saison feierte, erwischte einen excellenten Start und bog als Erster vor Vergne und Nissan-Pilot Sebastien Buemi in Kurve 1 ein. Mahindra-Pilot Alex Lynn dagegen verbremste sich und verlor einige Positionen. Ansonsten positionierten sich die Fahrer entsprechend ihrer Startplätze und fuhren die ersten Runden abwartend.

Während Nio-Pilot Oliver Turvey wegen zuviel Leistungsabruf eine Durchfahrtsstrafe in Runde 4 aufgebrummt bekam, aktivierte der von Platz 22 startende Deutsche Rene Rast im Audi als Erster den Attack Mode, der insgesamt zweimal betätigt werden musste. Der Deutsche zeigte von hinten wieder einmal seine berüchtigen Aufholjagden und angelte sich dank cleveren Energiemanagement und fahrerischen Können am Ende mit Platz 10 einen wichtigen WM-Punkt für die Meisterschaft. 

Rene Rast zeigt sich enttäuscht, Andre Lotterer zufrieden

Eine bärenstarke Leistung des dreifachen DTM-Champions, der mit seiner Platzierung dennoch nicht zufrieden war. „Es war brutal anstrengend, das kann man sich ja vorstellen, wenn man von ganz hinten kommt und sich durch das ganze Feld durcharbeiten muss“, sagte ein erschöpfter Rast. „Viele Kämpfe gehabt, am Ende nur ein Punkt, das ist ein wenig ernüchternd und nicht zufriedenstellend, muss ich ehrlich sagen“, zeigte sich Rast enttäuscht. In der Meisterschaft bleibt der Deutsche mit nunmehr 61 Punkten auf Platz 4 und hat nur elf Punkten Rückstand auf das Führungsduo.

Lucas di Grassi Audi ©FIAFormulaE

Mehr als zufrieden war dagegen Rasts Teamkollege Lucas di Grassi, der von Startplatz 7 vier Postionen wettmachte und sich mit Platz 3 den letzten Podestplatz holte. Der Brasilianer profitierte dabei ebenso von dem Mißgeschick Cassidys und konnte bei der Vergne-Cassidy-Attacke an den Neuseeländer vorbeigehen. Ein Angriff auf Vergne war nicht mehr möglich, dennoch machte der Ex-Formel-E-Champion Boden im Kampf um die Meisterschaft gut.

Porsche-Pilot Andre Lotterer kann sich freuen. Der Deutsche, der sich mit Startplatz zehn eine gute Ausgangsposition verschaffte, feierte am Ende mit Platz 8 sein zweitbestes Saisonergebnis. Damit kann Lotterer zufrieden sein, der zuletzt einige Rückschläge hat einstecken müssen.

Dagegen enttäuschte Teamkollege Pascal Wehrlein. Der zweite Deutsche im Porsche-Team schied in der Anfangsphase des Rennens nach einem Fahrfehler in Runde 10 aus. Offenbar mit Bremsproblemen rauschte Wehrlein Mahindra-Pilot Lynn ins Heck- das vorzeitige Aus für Wehrlein, der mit Platz 6 im Qualifying zuvor eine starke Vorstellung abgab.

Lynn und Wehrlein im Kampf © FIAFormulaE

Für Mercedes lief das Rennen sehr enttäuschend. Nyck de Vries musste sich mit Platz 13 zufriedengeben, Teamkollege Stoffel Vandoorne schied nach 27 Runden vorzeitig aus- ein gebrauchter Tag für das Mercedes-Team, das die Führung in der Herstellermeisterschaft an DS Techeetah abgeben musste und auf Platz vier zurückfiel.

in der Fahrermeisterschaft spitzt sich die Titelvergabe zu. Wehrlein als Fünfzehnter hat nur 24 Punkte Rückstand auf das neue Führungsduo Mortara und Frijns. Praktisch zwei drittel des Fahrerfeldes kann noch Formel-E-Weltmeister werden. Bester Deutscher ist Rast auf Platz 4, Sieger Günther machte einen Sprung auf Platz 12.

Schon heute Abend ab 19:15 Uhr in Sat.1 erfolgt das zweite Rennen im Big Apple und man darf gespannt sein, wer als Tabellenführer aus New York abreist.

Ergebnis Saisonrennen 10- New York City E-Prix:

Ergebnis NYCE-Prix I ©FIA FormulaE

 

 

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