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Formel E: Nyck de Vries: „Gute Punkteausbeute“ das Ziel, Mercedes feiert Premiere beim New York City E-Prix

Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries,Mercedes,Puebla, ©Sebastian Kawkanntag, 20. Juni 2021 - Sebastian Kawka

Mercedes feiert Premiere beim New York City E-Prix. Das deutsche Team gibt sein Debüt auf dem Stadtkurs in Red Hook (Stadtviertel von Brooklyn) und reist als Führender in der Teammeisterschaft nach Big Apple.

„New York ist einer der Austragungsorte, die uns daran erinnern, wofür die Formel E steht: Sie bringt aufregende Events in die größten und wichtigsten Städte der Welt“, sagt Mercedes-Teamchef Ian James.

Nach der mageren Punkteausbeute zuletzt beim „Doubleheader“ in Mexico (nur acht Zähler), geht es für Mercedes in New York weiter im Titelkampf dran zu bleiben. In der Teammeisterschaft ist der Vorsprung auf drei Punkten gegenüber Titelverteidiger DS Techeetah zusammengeschmolzen. Dahinter liegen Jaguar, Audi und Virgin in Lauerstellung, der Rückstand auf Mercedes beträgt vier respektive fünf Punkte.

Nyck de Vries: gute Punkteausbeute erwünscht

Das drittletzte Rennwochenende in der ersten FIA-Weltmeisterschaft wird den Weg weisen, wohin die Reise für Mercedes führt. Nyck de Vries als Tabellensechster und Stoffel Vandoorne nur einen Platz dahinter haben auf Tabellenführer Edoardo Mortara (Venturi) nur einen Rückstand von 13 respektive 18 Punkten.

Eine fette Punkteausbeute würde das niederländisch-belgische Gespann weit nach oben hieven. „In einer Meisterschaft wie der Formel E ist es ehrlich gesagt sehr schwierig, mit bestimmten Erwartungen in ein Rennwochenende zu gehen“, sagt de Vries vor seiner New York-Premiere.

„Dafür ist das Feld zu ausgeglichen und es kann immer Überraschungen geben. Natürlich freue ich mich sehr darauf, wieder Rennen zu fahren. Zwei Saisonsiege gehen bereits auf das Konto des 26-jährigen de Vries, der sein Punktekonto in Big Apple ordentlich auffüllen möchte.

Am vergangenen Rennwochenende in Mexiko waren wir konkurrenzfähig und hatten ein starkes Paket. Deshalb hoffe ich, dass sich das Wochenende in New York mehr in unsere Richtung entwickelt und wir nicht nur zwei starke Rennen fahren können, sondern auch eine gute Punkteausbeute mitnehmen können. Ich blicke dem Rennwochenende positiv entgegen und freue mich darauf“, blickt der Niederländer optimistisch nach vorne.

Nyck de Vries,Monaco @LAT Images

Nicht nur für de Vries bedeutet der „Doubleheader“ in New York Neuland, sein Team Mercedes geht zum allerersten Mal als Werksteam in Big Apple an den Start. Das letzte Mal fand das Rennen in der Saison 5 im Jahr 2019 statt, im Vorjahr fiel das USA-Gastspiel der Corona-Pandemie zum Opfer.

Stoffel Vandoorne: Erfahrung mit dem Stadtkurs

De Vries‘ Teamkollege Stoffel Vandoorne ist der Einzige aus dem Mercedes-Lager, der bereits Erfahrung mit dem 2,320 km langen Stadtkurs in Brooklyn gesammelt hat. Damals fuhr der Belgier für Mercedes-Vorhut HWA und erreichte die Plätze sechs und sieben. „Ich freue mich sehr, wieder nach New York zu reisen“, sagt Vandoorne vor dem Autritt in den USA.

„Es ist schon eine Weile her, seit wir das letzte Mal dort gefahren sind. Das war in der Saison 5, aber ich kann mich noch daran erinnern, dass wir damals ein gutes Qualifying und Rennen gefahren sind. New York ist eine typische Strecke für die Formel E, sehr verwinkelt, sehr eng und die Mauern sind sehr nah dran.

Sie ist ganz anders als zuletzt in Puebla und ich glaube, dass uns dieser Kurs ein bisschen besser liegen könnte“, erklärt der Belgier.

HWA, Stoffel Vandoorne,2019 New York City E-prix I ©Alastair Staley / LAT Images

Während Teamkollege de Vries in der ersten Qualifying-Gruppe ran muß, startet Vandoorne in Gruppe 2. Ein Vorteil in New York, den mit zunehmender Fahrzeit erhöht sich das Griplevel entsprechend.

„Im Qualifying am Samstag muss ich mich in Gruppe 2 qualifizieren, was hoffentlich ein kleiner Vorteil ist. Ich bin jedenfalls schon heiß darauf, wieder auf die Strecke zu fahren. Wir haben gezeigt, dass wir ein konkurrenzfähiges Auto und Paket besitzen und wenn wir alles zusammenbekommen, können wir vorne mitfahren. Entsprechend werden wir auch an diesem Wochenende in New York versuchen, so viele Punkte wie möglich einzufahren“, hofft der Tabellensiebte.

Neue Aktivierungszone

Dennoch muss sich auch Vandoorne umstellen. Der Kurs besitzt 14 Kurven, verläuft durch das Stadtviertel Red Hook und ist seit dem letzten E-Prix 2019 weitestgehend unverändert geblieben. Neu ist jedoch die Position der Aktivierungszone für den Attack-Mode, die in diesem Jahr vom Ausgang in Kurve 5 auf die Außenseite in Kurve 10 verlegt wurde. Das mag wie ein kleines Detail erscheinen, aber die Optimierung des Attack Mode hat sich in den bisherigen Saisonrennen als entscheidender Faktor erwiesen.

Teamchef Ian James: Mexico-Rennen schmerzen immer noch

Teamchef Ian James weiß in der Schlussphase der Saison, das es um jeden WM-Punkt geht. „Die Rückkehr nach New York ist an diesem Wochenende ein Vorgeschmack darauf, was uns noch erwartet – obwohl dieser Besuch noch immer unter leichten Einschränkungen stattfindet“, so James.

„Es ist das erste Mal, dass das Mercedes-EQ Formel E Team in New York an den Start geht. Das ist eine Herausforderung, aber auch sehr spannend. Mehr als die Hälfte der Saison liegt bereits hinter uns und in dem Wissen, wie eng das Feld zusammenliegt und wie gering die Punkteabstände sowohl in der Fahrer- als auch der Teamwertung sind, werden die kommenden Wochen und Monate entscheidend sein.

Dabei müssen wir nicht nur saubere Leistungen abliefern, sondern auch erkennen, wie einzigartig die Herausforderung ist, der wir uns gegenübersehen, und was für eine besondere Gelegenheit wir dabei erhalten, um mit diesem fantastischen Team um die Weltmeisterschaft zu kämpfen“, fügt der Brite hinzu.

Besonders schmerzt dem Mercedes-Teamchef die magere Punktausbeute zuletzt beim „Doubleheader“ in Puebla. „Nach dem Puebla E-Prix habe ich gesagt, dass das Ergebnis größtenteils so wehgetan hat, weil wir das Potenzial hatten, um besser abzuschneiden. Das waren keine leeren Worte, sie wurden vom gesamten Team bestätigt.

Wir kennen unser Potenzial und haben dieses schon mehrfach in dieser Saison gezeigt. Dieses Wissen schmerzt, aber vor allem motiviert es uns, um weiterzumachen und um jeden WM-Punkt zu kämpfen, den wir bei den verbleibenden drei Events in dieser Saison noch holen können“, erklärt James.

Das der Mercedes EQ Silver Arrow 02 ein Siegerauto ist, bewies zuletzt eindrucksvoll Edoardo Mortara. Im Mercedes-Kundenteam Venturi angelte sich der Italo-Schweizer den Sieg in Mexico und übernahm damit die Tabellenführung in der Weltmeisterschaft. Gibt es diesmal den Mercedes Premiensieg in New York?…

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