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DTM: Feuertaufe bestanden- Steer-by-Wire-Technologie Space Drive erfolgreich bei Mücke Motorsport & Co im Einsatz

Maxi Buhk, Mücke Motorsport,DTM, 1. + 2. Monza 2021 - ©Gruppe C Photography

Die Steer-by-Wire-Technologie Space Drive hat ihre Feuertaufe in der DTM mit Bravour bestanden. Der Audi R8 LMS GT3 von Sophia Flörsch, der BMW M6 GT3 von Timo Glock und der Mercedes-AMG GT3 von Maximilian Buhk kamen beim Saisonstart in Monza erstmals mit der neuen Technologie zum Einsatz.

Am Erfolgreichsten gestaltete sich der Auftritt von Mücke Motorsport. Ein gelungenes Comeback des Berliner Teams, das mit Platz sieben erste DTM-Punkte sammelte.

Beim ersten Lauf im königlichen Park von Monza konnte Maximilian Buhk -vertrat Stammpilot Gary Paffett, der für Mercedes bei der Formel E in Puebla weilte- auf Anhieb in die Punkte fahren. Nach einem gelungenen Qualifying startete Buhk vom 9. Startplatz, kam gut durch die Schikane und machte zwei Positionen gut. Durch einen späten Pflichtboxenstopp konnte sich der Mücke-Pilot ab der 13. Runde an die Spitze des 19 GT3-Boliden starken Teilnehmerfeldes setzen.

„Wir hatten einen guten Start“, sagte Buhk. „Ich konnte zwei Positionen gut machen. Nach dem Stopp konnten wir auf frischen Reifen zwei weitere gut machen“, so der 28-jährige Paffet-Ersatz.

Maxi Buhk DTM Monza ©Mücke Motorsport,Gruppe C Photography

Nach dem Pflichtboxenstopp in der 23. Runde ordnetet sich Buhk an neuner Stelle wieder ein. In den letzten fünf Schlussrunden konnte er noch zwei seiner Kontrahenten hinter sich lassen und fuhr mit Platz sieben gleich im ersten Rennen die ersten Punkte ein.

Mückes Mercedes-AMG GT3 ist einer von drei Technologieträgern in der DTM, der mit der Steer-by-Wire-Technologie Space Drive der Schaeffler Paravan Technologie ausgerüstet ist und ganz ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe auskommt. Alle drei DTM-GT3-Autos sollen im hart umkämpften GT3-Starterfeld wichtige Daten für die Weiterentwicklung von Space Drive 3 liefern.

„Das Auto hat sich gut angefühlt während des gesamten Rennens, auch die Lenkung“, bestätigte Buhk. „Positiv finde ich, dass ich wenn ich mich ins Auto setze überhaupt nicht darüber nachdenke, was für eine Lenkung ich habe, ob eine mit normaler Lenksäule oder eben Steer-by-Wire. Das ist für mich sehr positiv“, so der Deutsche.

Teamchef Mücke sehr zufrieden mit Fahrer und Technologie

Peter Mücke, Team-Chef Mercedes-AMG Mücke Motorsport, zeigt sich nicht nur vom Auftritt von Buhk angetan, besonders die gelungene Rennpremiere mit der Steer-by-Wire-Technologie machte ihn glücklich. „Ich bin zufrieden mit dem ersten Resultat“, so Mücke.

Maxi Buhk DTM Monza ©Mücke Motorsport,Gruppe C Photography

„Für mich war sehr wichtig zu sehen, wie das Lenksystem funktioniert und wie Maximilian Buhk im Rennen damit umgehen kann. Die Konstanz, die wir hatten, war sensationell.

In dem Space Drive Projekt liegt enorm viel Potential. Ich glaube wir sind auf einem sehr guten Weg. Wir dürfen nicht vergessen, die Zukunft steht vor der Tür. Wir sind in einer Epoche, in der sich sehr viel im Automobilbau ändern wird und Steer-by-Wire ist ein ganz wichtiger Teil davon. Es macht mir eine große Freude da einen Beitrag zu leisten“, sagte der Teamchef.

Im Sonntagsrennen blieb Buhk dann allerdings punktelos, verpasste mit Platz 13 die Top Ten. Dennoch zeigte sich der Mücke-Pilot, der auch im Juli auf dem Lausitzring Paffett erneut vertreten wird, mit der von der Space Drive-Technologie, welche die klassische Lenksäule durch ein „Steer-by-Wire“-Konzept ersetzt und so körperbehinderten Menschen das Autofahren ermöglicht, begeistert.

„Das Auto hat sehr gut funktioniert, vor allem hinten raus konnte ich im zweiten Rennen richtig Meter machen und das Tempo der Markenkollegen vor mir gut mitgehen“, erklärte der 28-Jährige. „Das System hat sehr gut funktioniert. Selbst nach der Kollision in der ersten Schikane, bei der ich einen richtig harten Schlag aufs linke Vorderrad bekommen habe, gab es keine Störung oder Fehlermeldung.

Das beweist, dass das Konzept schon absolut motorsporttauglich ist. Nun geht es darum, im Detail zu tüfteln, um dieses bereits jetzt sehr gute System noch zu perfektionieren“, hofft Buhk auf eine Weiterentwicklung der neuen Technologie.

Schaeffler Paravan Technologie Steer-by-Wire ©Schaeffler Paravan

Schaeffler Paravan: Historisches Ereignis

Und wie zufrieden waren die Macher der „Steer-by-Wire“-Technolgie? „Wir sind sehr zufrieden mit dem Wochenende“, sagte Klaus Graf von Schaeffler Paravan Technologie.

„Die Fahrzeuge waren im Vergleich zu den Markenkollegen konkurrenzfähig. Das ist für uns entscheidend. Wir sind das ganze Wochenende ohne Probleme, mit Blick auf die Lenkung gefahren. Das DTM-Debüt ist für uns ein historisches Ereignis gewesen.

Jetzt gilt es die gewonnen Daten genau zu analysieren und dann letztendlich die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen. Ich denke es ist gerade sehr viel Bewegung im Automotivbereich, ein wichtiger Teil davon zu sein und Schritte einzuleiten, die dann vielleicht ganz nachhaltige Veränderungen zur Folge haben, das ist etwas Besonderes“, ergänzte Graf.

Roland Arnold, CEO der Schaeffler Paravan Technologie, sieht die neue Technologie als Vorreiter im Motorsport. „Der Motorsport gilt schon immer als Entwicklungsbeschleuniger. In diesem Umfeld ist das Space Drive System extremen Belastungen ausgesetzt – ein ideales Testfeld, um wichtige Funktionalitäten für die Weiterentwicklung von Space Drive 3 für die Großserie zu generieren.“

Während Buhk mit P7 erste Punkte sammelte, blieben Timo Glock im Rowe-BMW und Schaeffler-Markenbotschafterin Sophia Flörsch im Abt-Audi mit gleicher Lenkungstechnologie punktelos. Flörsch konnte zumindest beide Rennen zu Ende fahren und Glock beim Samstagsrennen hinter sich lassen.

Nächste Gelegenheit die neue Steer-by-Wire-Technologie unter Beweis zustellen ist das zweite DTM-Event auf dem Lausitzring in drei Wochen.

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