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DTM: Geburtstagssieger Kelvin van der Linde:“Eltern sind bestimmt aus dem Häuschen“- die Stimmen aus Monza

Team ABT Sportsline, ,Motorsport: DTM Monza ©ABT

Pole-Position und Sieg zum Geburtstag- was Schöneres konnte sich Kelvin van der Linde wirklich nicht vorstellen. Der Abt-Pilot krönte mit seinem ersten DTM-Sieg im Sonntagsrennen in Monza seinen 25. Geburtstag.

„Das ist ein stolzer Moment für mich“, sprudelte es aus DTM-Rookie van der Linde heraus. „Ich habe so lange hart dafür gearbeitet, um in die DTM zu kommen. Jetzt haben mein Bruder Sheldon und ich beide schon DTM-Siege errungen – unsere Eltern sind bestimmt aus dem Häuschen“, jubelte der DTM-Tabellenführer.

Kelvin van der Linde,Motorsport: DTM Monza ©ABT

Team ABT Sportsline, ABT Audi R8 LMS #3 (Kelvin van der Linde)

Geburtstagsgeschenk von Nico Müller:

Beeindruckend, wie der Südafrikaner die Konkurrenz beherrschte. Am Vormittag hatte der Südafrikaner im Audi von ABT Sportsline bereits seine erste Pole-Position zelebriert- dank „Geschenk“ von Ex-Abt-Piloten Nico Müller.

„Dabei hatte ich etwas Glück, dass mir Nico Müller im ersten Sektor einen guten Windschatten gegeben hat, das hat bestimmt zwei Zehntelsekunden gebracht“, sagte van der Linde.

Im Rennen machte sich das Geburtstagskind dann das beste Geschenk selbst: Mit einem cleveren Manöver in der ersten Kurve verteidigte er Platz eins gegen Samstagssieger Liam Lawson im Ferrari. „Das war der entscheidende Moment im Rennen“, so van der Linde. „Ich wusste, dass ich maximales Risiko gehen musste, weil das Überholen in Monza speziell mit unserem Auto extrem schwierig ist.“

Van der Linde konnte sich anschließend immer weiter von seinen Verfolgern absetzen, den Vorsprung auf über vier Sekunden ausbauen und diesen anschließend bis ins Ziel verwalten. Nach dem Triumph wurde der Südafrikaner von seiner Mannschaft noch euphorischer gefeiert als am Morgen.

„Was für ein Wochenende“, sagte van der Linde. „Die Reise nach Monza hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir führen die Meisterschaft an und ich habe an meinem ersten DTM-Wochenende gleich ein Rennen gewonnen. Was will man mehr?

Das Ergebnis zeigt, dass sich das Team toll vorbereitet hat. Wir hatten die beste Crew bei den Boxenstopps. Ich bin sehr stolz auf das ganze Team und überglücklich. Ich habe meine Karriere bei ABT begonnen und jetzt meinen ersten Sieg in der DTM bei ABT gefeiert – einfach toll“, strahlte der Sieger und neue DTM-Tabellenführer.

Bruder Sheldon im Rowe-BMW verpasste als Vierter haarscharf das Siegerpodest, immerhin die ersten DTM-Punkte für den jüngeren Bruder von Kelvin.

Hans-Jürgen Abt widmet Siegespokal verstorbenen Volker Nossek

Apropos Abt-Team: den Pokal für das siegreiche Team nahm ABT-Chef Hans-Jürgen Abt entgegen, der beide Renntage in Monza am Kommandostand verbrachte und den Sieg Volker Nossek widmete- tolle Geste von Abt.

Nossek war bei Audi Sport lange für das Team ABT Sportsline zuständig und im Mai nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 59 Jahren verstorben. Nosseks Sohn Bastian ist Teil des ABT DTM-Teams und hatte in Monza seinen ersten Renneinsatz seit dem Tod des Vaters.

Thomas Biermaier,Motorsport: DTM Monza ©Abt

Teamchef Thomas Biermeier strahlte ob des Auftakt-Sieges. „Es war ein toller Saisonauftakt für uns“, so Biermeier.

„Der letzte Sieg für ABT Sportsline als Privatteam in der DTM war 2003 auf dem Nürburgring mit Laurent Aiello. Seitdem haben wir viele Siege als Werksteam gefeiert, aber nun sind wir in der DTM wieder auf uns allein gestellt.

Ich habe gehofft und auch damit gerechnet, dass wir das gut hinbekommen, denn wir haben eine starke Mannschaft. Aber dass wir gleich am ersten Wochenende gewinnen und die Meisterschaft anführen, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Das macht uns unheimlich stolz und happy. Das ganze Team hat einen super Job gemacht. Die Boxenstopps waren top, die Strategie hat gepasst“, lobte der Oberbayer seine Crew.

DTM-Vizemeister Nico Müller (Team Rosberg) fuhr auf Rang zwei und bescherte Audi sogar einen Doppelsieg. Lucas Auer (Mercedes-AMG/Team WINWARD) sorgte mit Platz drei für seine ersten Podestplatz in dieser Saison.

Hier weitere Stimmen aus Monza:

Sheldon van der Linde, P4, Rowe Racing:

Es war ein so heißes und langes Rennen. Ich freue mich sehr über Platz vier und die ersten Punkte für das Team. Besonders nach der kleinen Enttäuschung am Samstag war es gut, direkt stark zurückzukommen und zeigen zu können, wozu wir fähig sind.

Die Aktion in der Lesmo-Kurve gegen Liam Lawson und Nico Müller war cool und echt am Limit, weil ich mit zwei Rädern schon im Gras war. Das war eins der besten Manöver meiner Karriere. Glückwunsch an meinen Bruder zu seinem ersten DTM-Sieg. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Mal zusammen auf dem Podium stehen können. Jetzt muss ich aber schnellstens in den Pool.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing:

Der vierte Platz von Sheldon van der Linde am Sonntag war für uns wie ein Sieg, vor allem wenn man sieht, wo wir am Freitag und Samstag noch waren. Unser erstes DTM-Wochenende war wahnsinnig intensiv und anstrengend, da wir uns als Langstreckenteam erst an die kurzen Rennen gewöhnen müssen.

Gerade als die Rennen losgegangen waren, waren sie gefühlt auch schon wieder vorbei. Respekt und Dank gebührt der ITR, die es geschafft hat, hier in Monza zum Saisonstart eine gut funktionierende und spannende Meisterschaft auf den Weg zu bringen mit sehr engen Rennen, einem sehr ausgeglichenen Feld und intensiven Zweikämpfen.

Leider mussten wir heute Timo Glocks Auto vorzeitig aus dem Rennen nehmen, dafür hat Sheldon van der Linde das Manöver des Tages gezeigt. Ich bin sehr stolz auf unser Team.

Nico Müller, P2, Team Rosberg:

Mit dem Rennen heute bin ich zwar zufrieden, aber nicht wirklich glücklich. Das liegt unter anderem daran, dass ich eine noch bessere Rennplatzierung im Qualifying verschenkt habe. Und weil ich am Start zum Rennen in einen Kampf mit Liam Lawson und Sheldon van der Linde verwickelt war, konnte Kelvin van der Linde sich direkt einen großen Vorsprung erarbeiten, den ich nie wieder aufholen konnte.

Dass ich es noch auf den zweiten Platz geschafft habe, habe ich auch einem guten Boxenstopp zu verdanken – danke an meine Jungs.

Nico Müller Team Rosberg ©Rosberg

Dev Gore, P15, Team Rosberg:

Mein Rennen war gut, ich konnte teilweise die Rundenzeiten der Spitzenpiloten fahren. Das zeigt mir, dass Potenzial für mehr vorhanden ist. Allerdings muss ich die Fehler abstellen, die mir vor allem noch im Qualifying unterlaufen. Heute war mein Start nicht perfekt, aber als ich im Rhythmus war, lief es ganz ordentlich und ich konnte einige Kontrahenten überholen.

Kimmo Liimatainen (Teamchef):

Nico hat einen guten Job gemacht, wir  als Team haben seinen Boxenstopp sehr gut hinbekommen und er hat seine Reifen am Schluss sehr gut gemanagt. Dev muss sich vor allem im Qualifying noch steigern, aber das ist normal, denn er befindet sich in einem Lernprozess.

Wenn man seine Entwicklung vom ersten Test bis heute ansieht, ist er aber definitiv auf dem richtigen Weg. Insgesamt freue ich mich, dass wir als Team gezeigt haben, auch mit einem GT3-Fahrzeug um die vorderen Plätze mitfahren zu können.

Im Gegensatz zum Vorjahr sind wir nun kein Werksteam mehr, mussten uns also ein Stück weit auch neu aufstellen und haben das erste Rennwochenende nun ohne größere Probleme gemeistert. Das freut mich sehr für meine gesamte Mannschaft.

Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Anpassung der Balance of Performance von gestern auf heute gut gelungen ist. Im Qualifying waren fünf Hersteller in den Top Six, was für eine gewisse Ausgeglichenheit spricht.

Auer vor Ellis Winward Racing, DTM ©Winward Racing

Lucas Auer, P3, Winward:

Strategie und Boxenstopp waren einfach perfekt. Im Gegensatz zu den meisten anderen hatten wir uns einen neuen Reifensatz für den zweiten Teil des Rennens aufgehoben, also hatten wir uns schon vorab vorgenommen, mit einem frühen Stopp einen Undercut zu versuchen. Damit das funktioniert, war natürlich ein perfekter Boxenstopp nötig. Den haben die Jungs auch hingezaubert. Danach habe ich ein paar Runden lang voll attackiert, um dann wieder mehr aufs Reifenmanagement zu achten. Und das ist alles wunderbar aufgegangen.

Philip Ellis, P6, Winward:

Start und Anfangsphase klappten wieder sehr gut. In der dritten Runde kam ich haarscharf an der Keilerei in der zweiten Schikane vorbei und begann, Druck auf meine Vorderleute auszuüben. Wir hatten vorher schon besprochen, dass Luggi als Erster an die Box kommt, also musste ich noch etwas warten. Mit frischen Reifen konnte ich mich recht gut gegen Wittmann wehren, ihn aber leider auf Dauer nicht halten. Als Albons Ferrari hinter mir auftauchte, habe ich nochmal alles aus den Gummis rausgeholt und bin happy mit dem sechsten Rang.

Christian Hohenadel, Teamchef Winward Racing:

Wir haben aus dem gestrigen Tag die richtigen Lehren gezogen. Beide Reifenwechsel waren Extraklasse, ganz dickes Kompliment an die Jungs. Unsere Strategie mit den frühen Boxenstopps hat sich voll ausgezahlt, unsere beiden Mercedes-AMG GT3 sind gelaufen wie Uhrwerke, Lucas und Philip haben im Cockpit einen großartigen Job abgeliefert.

Die Audi vorne sind heute in einer eigenen Liga gefahren, von daher sind wir mit dem Titel des ‚Best of the Rest‘ sehr zufrieden. Und dieser Podestplatz hat bei uns allen natürlich Lust auf mehr geweckt.

Mike Rockenfeller, P8, Abt:

Wie erwartet hat es mit dem ABT-Team superviel Spaß gemacht. Natürlich waren meine Ergebnisse nicht die, die ich gerne gehabt hätte. Ich war hier nur zweimal in den mageren Punkten. Aber das Jahr ist noch lang.

Es ist super, Kelvin als Teamkollegen zu haben: Er ist ein guter Maßstab. Ich muss mich als Fahrer noch besser in den GT3 reinfinden und wir müssen auf unserer Seite der Box ein paar Dinge besser machen. Aber wir nehmen das Positive mit. Die Pole und der Sieg von Kelvin geben uns allen im Team viel Motivation. Es zeigt, dass es geht.

Sophia Flörsch, P16, Abt:

Ich freue mich extrem für das ABT Team und Kelvin. Er hat den Sieg am Sonntag echt verdient. Ich selbst bin mit etwas mehr Erwartungen in mein erstes DTM-Rennwochenende gegangen. Aber wir sind beide Rennen fertiggefahren, haben Kilometer und Runden gesammelt.

Jetzt müssen wir weiterarbeiten, in drei Wochen geht es am Lausitzring weiter. Es wird sicher sehr eng, weil wir dort alle getestet haben. Aber ich freue mich schon jetzt darauf und bin positiv gestimmt.

Maximilian Götz, P10, Mercedes-AMG Team HRT:
Der Start verlief leider nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Ich wurde hinten getroffen und das hat es mir schwer gemacht, im weiteren Verlauf in gewohnter Manier zu attackieren. Natürlich hat man auch das Gewicht gemerkt und ich musste in der Rennmitte deutlich zurückhaltender bleiben – der Zug nach vorne war dadurch leider schon abgefahren.

Vincent Abril, P11, Mercedes-AMG Team HRT:
„Das Zusatzgewicht hat es uns natürlich schwer gemacht. Ich konnte meine Position am Start dennoch halten und war in einem guten Rhythmus. Aber dann war ich einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und musste über das Kiesbett ausweichen, was mich weit zurückgeworfen hat. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung unter diesen Umständen zufrieden.

Hubert Haupt, Teambesitzer HRT:
Das erste Rennen gestern lief super mit den Plätzen zwei und drei. Heute hat uns das Erfolgsgewicht und die BoP das Leben schwer gemacht, dann kam noch die unglückliche Situation für Vincent dazu, aber beide Autos sind durchgekommen. Das müssen wir als Erfahrung aus dem ersten Rennwochenende mitnehmen. Ich denke, in der Teamwertung stehen wir ganz gut da.

Uli Fritz, Geschäftsführer Haupt Racing:
Heute mit dem zusätzlichen Gewicht war nicht mehr möglich. Vince hatte Pech, als er einem anderen Auto ausweichen musste und viele Plätze verloren hat. Dann ist es schwierig, sich wieder nach vorne zu kämpfen. Dennoch haben wir ein solides Wochenende gezeigt mit guten Boxenstopps. Mein Dank gilt der Mannschaft, die einen tollen Job gemacht hat.

Alex Albon, P7,  AlphaTauri Ferrari:

Für mich auf meiner Seite der Garage war es kein einfaches Wochenende. Am Samstag hatten wir ein Problem, das wir aber für den Sonntag beheben konnten. Doch leider hatte ich im Qualifying etwas Verkehr. Von daher ging es aufgrund meiner Startpositionen in beiden Rennen eher um Schadensbegrenzung.

Es gibt ein paar Dinge, an denen wir arbeiten müssen, aber es war mein erstes Rennwochenende, und ich lerne das Auto und die Meisterschaft erst noch kennen. Doch insgesamt war es für uns mit Liams Sieg natürlich ein erfolgreiches Debüt.

Liam Lawson, P14,  Ferrari:

Ich denke, es war ein recht positives Wochenende, und wir haben zum Start in die Saison eine gute Pace gezeigt. Heute war es mit den 25 Kilogramm Erfolgsballast allerdings sehr schwierig zu fahren.

Dennoch: Es war ein gutes Wochenende, und ich hätte nicht damit gerechnet, gleich beim Auftakt einen Sieg zu holen. Wir hatten auch keine Ahnung, wie schnell wir sein würden. Unser Speed und das gestrige Ergebnis waren also sehr positiv.

Amato Ferrari, Teambesitzer AF Corse:

Es war ein fantastischer und positiver Auftakt. Vor allem der gestrige Tag war großartig. Heute haben wir uns aufgrund der neuen Balance of Performance mit dem Zusatzgewicht nicht sehr konkurrenzfähig gefühlt. Aber das gehört dazu, und die Rennorganisatoren müssen die Fahrzeuge erst noch besser kennenlernen, denn es war das erste Wochenende mit den GT3.

Nun haben sie viele Daten, mit denen sie eine gute BoP für die nächste Runde erarbeiten können. Wir waren sehr gut auf das Wochenende vorbereitet, das Team hat sehr gute Arbeit geleistet. Dasselbe gilt für die Fahrer. Natürlich müssen wir uns noch verbessern, es war schließlich das erste Wochenende – aber wir hatten definitiv einen sehr positiven Auftakt. Insgesamt nehmen wir viele Punkte mit, wir sind zufrieden und für die Zukunft zuversichtlich.

Arjun Maini, DNF, GetSpeed:

Ich hatte beim Start einen Kontakt mit einem BMW. Dabei wurde etwas beschädigt und uns blieb nichts anderes übrig, als das Fahrzeug abzustellen. Das ist sehr schade, denn bis dahin lief das Rennen sehr gut, besser als gestern. Die DTM ist eine spannende Serie, in der es sehr eng zugeht und ich will auf jeden Fall bei den kommenden Rennen vorne mitfahren. Hier in Monza habe ich viel gelernt und freue mich auf den Lausitzring.

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