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Extrem E: Rosberg X Racing gewinnt Ocean X Prix

 Jutta Kleinschmidt (GER)/Mattias Ekstrom (SWE), ABT CUPRA XE Molly Taylor (AUS)/Johan Kristoffersson (SWE), Rosberg X Racing Cristina Gutierrez,Extreme E 2021: Ocean X-Prix ©Extreme E, Colin McMaster / LAT Images

Das Team Rosberg X Racing hat das zweite Saisonrennen in Lac Rose in Senegal gewonnen. Molly Taylor und Johan Kristoffersson setzten sich im Finale gegen das Team Veloce Racing mit Stéphane Sarrazin und Jamie Chadwick durch. 

Das deutsche Team ABT CUPRA XE kam auf Platz 5 und verpasste das Finale der Top Vier nur um neun Zehntelsekunden.

„Es ist so fantastisch, heute gewonnen zu haben“, jubelte Taylor, die für das Rosberg-Team als Startpilotin ins Finale ging. Mit knapp 14,7 Sekunden Vorsprung holten sich die Australierin und Johan Kristoffersson ihren zweiten Saisonsieg.

„Ich bin so glücklich für uns als Team, zum zweiten Mal in der Extreme E gewonnen zu haben. Zwei von zwei – wow!!!“, zeigte sich Teambesitzer Nico Rosberg begeistert.

Extreme E 2021: Start,Ocean X-Prix ©Extreme E, Sam Bloxham / LAT Images

Im großen Finale des Ocean X Prix entwickelte sich vor der ersten Kurve ein dramatisches Rennen. Rosberg-Pilotin Taylor stieß mit Cristina Gutiérrez im X44-Auto von Lewis Hamilton zusammen, ein Zwischenfall, der an die Auseinandersetzungen der beiden Formel-1-Weltmeister von 2016 auf der Strecke erinnerte.

Für Gutiérrez bedeutete die Kollision das Aus, Teamkollege Sebastien Loeb hatte vorzeitig Feierabend. Ebenso konnte Kevin Hansen vom Team JBXE nicht mehr aufs Strompedal steigen, da sich Teamkollegin Mikaela Åhlin-Kottulinsky einen Schaden am Hinterrad zuzog.

Taylor und Sarrazin lieferten sich daraufhin ein Duell um den Sieg. Der Franzose schloss im Laufe der Runde auf Taylor auf und war der australischen Rallye-Champion von 2016 bis zum Schluss dicht auf den Fersen.

Da die gestrandeten Autos vom Team JBXE und LH44 noch sicher geborgen werden musste, erfolgte nach dem Fahrerwechsel ein Restart. Kristoffersson vom Rosberg-Team ließ sich den Sieg gegen Chadwick nicht mehr nehmen und fuhr den zweiten Saisonsieg souverän nach Hause.

„Ich bin super glücklich, zum zweiten Mal Extreme E-Sieger zu sein“, sagte der Schwede. „Molly hat alles perfekt ausgeführt, sie hat einen erstaunlichen Job gemacht, das hat mich wirklich beeindruckt“, ergänzte Kristoffersson.

Abt-Team verpasst haarscharf das Finale

Beim zweiten Auftritt der Extreme E hat das Team ABT CUPRA XE eine bärenstarke Leistung gezeigt. Nur neun Zehntelsekunden fehlten zum Einzug ins große Finale- am Ende gab es Platz 5.

Das Abt-Team musste Claudia Hürtgen ab dem Qualifying ersetzen, da sie krankheitsbedingt ausfiel.

Hürtgen hatte sich schon nach dem Aufwachen am Freitagmorgen nicht wohlgefühlt, kämpfte sich dennoch durch den Tag, absolvierte den Shakedown und das freie Training, war dann aber nicht mehr in der Lage, am Rennwochenende teilzunehmen.

Jutta Kleinschmidt,Extreme E 2021: Ocean X-Prix ©Extreme E, Charly Lopez / LAT Images

Daher kam Jokerfahrerin Jutta Kleinschmidt im Abt-Team zum Einsatz. Die Deutsche, die vor exakt 20 Jahren die nur 300 Meter vom Fahrerlager entfernte Ziellinie der legendären Rallye Dakar als erste und bisher einzige weibliche Siegerin überquerte, zeigte eine sehr starke Leistung.

Ab der ersten Runde des Qualifyings am Samstagmorgen gehörte  Kleinschmidt zu den schnellsten Frauen im Fahrerfeld.

„Ich bin beeindruckt, wie schnell Jutta sich an unser Auto und alle Abläufe gewöhnt hat – das macht viel Spaß“, sagte Teamkollege Mattias Ekström.

Der Schwede zeigte im Senegal eine gute Leistung. Ekström übergab im ersten Halbfinale das Rennauto in Führung liegend an Kleinschmidt. Die Deutsche verlor beim Fahrertausch wegen eines Problems mit dem Funk wertvolle Sekunden und verpasste um neun Zehntelsekunden den Finaleinzug.

„Im Moment ärgere ich mich fürchterlich, denn wir hätten beste Chancen aufs Finale und damit auch auf einen Podiumsplatz gehabt“, sagte Jutta Kleinschmidt. „Aber es überwiegt die Dankbarkeit für die Überraschung, dieses Wochenende Teil dieses Teams und dieser Meisterschaft gewesen sein zu dürfen.“

Nächstes Rennen erfolgt am 28. und 29. August beim Artic X Prix in Grönland.

Ergebnis Ocean X Prix:

  1. Rosberg X Racing (Johan Kristoffersson / Molly Taylor)
  2. Veloce Racing (Stéphane Sarrazin / Jamie Chadwick)  
  3. JBXE (Kevin Hansen / Mikaela Åhlin-Kottulinsky)  
  4. X44 (Sébastien Loeb / Cristina Gutiérrez)  
  5. ABT CUPRA XE (Mattias Ekström/ Jutta Kleinschmidt)

In der Meisterschaft hat das Rosberg-Team seine Führung ausgebaut, das Abt-Team belegt Platz 7.

Meisterschaftsstand:

  1. Rosberg X Racing(Johan Kristoffersson / Molly Taylor)  71 Punkte
  2. X44(Sébastien Loeb / Cristina Gutiérrez) 57 Punkte
  3. JBXE(Jenson Button / Mikaela Åhlin-Kottulinsky) 44 Punkte
  4. Andretti United Extreme E(Timmy Hansen / Catie Munnings) 37 Punkte
  5. XITE ENERGY RACING(Oliver Bennett / Christine GZ) 37 Punkte
  6. ACCIONA | Sainz XE Team(Carlos Sainz / Laia Sanz) 36 Punkte
  7. ABT Cupra XE(Mattias Ekström / Claudia Hürtgen) 35 Punkte
  8. Veloce Racing(Stéphane Sarrazin / Jamie Chadwick) 31 Punkte
  9. Segi TV Chip Ganassi Racing(Kyle LeDuc / Sara Price) 30 Punkte

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