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Formel E: BMW-Pilot Max Günther verpasst knapp Podiumsplatz in Monaco

Max Günther BMW in Monaco ©BMW

Starke Leistung von BMW-Pilot Maximilian Günther beim Monaco E-Prix. Der Deutsche bot im Fürstentum mit Platz 5 eine bärenstarke Leistung und verpasste nur knapp einen Podestplatz.

Es ist ein wenig schade, hier das Podium verpasst zu haben“, erklärte Günther sichtlich enttäuscht.

Klar, die Enttäuschung ist zu verstehen. Nur allzu gerne wäre Günther bei der Siegerehrung in der Fürstenloge gestanden, um den Siegerpokal in Empfang zu nehmen, samt Champagnerdusche.

Günther BMW IFE.21 in Monte Carlo ©BMW

Zwischenzeitlich lag Günther auf Platz 3 und schnupperte schon am Champagner. Doch im Poker um das richtige Timing der beiden Attack Modes fiel der 23-jährige Wahlmonegasse wieder auf Position fünf zurück.

„Das Rennen war dann spektakulär und sehr strategisch“, notierte Günther. „Wann nimmt man den Attack Mode, wann nutzt man Energie? Jedes Überholmanöver war an der Grenze.

An einem Punkt war ich Dritter, aber nach den Attack Modes habe ich mich dann auf Position fünf wiedergefunden und mit Jean-Éric Vergne gekämpft. Er hat mich in Kurve 6 leicht berührt und hatte dann durch den Tunnel genug Schwung, um mich zu überholen“, erklärte er nach dem Rennen.

Dennoch durfte der Deutsche mit seinem Auftritt zufrieden gewesen sein, gerade nach der enttäuschenden Nullnummer von Valencia. Günther fuhr in seiner Wahlheimat ein beherztes Rennen. „Aber wir hatten ein gutes Rennen und haben wertvolle Punkte geholt“, notierte der BMW-Pilot.

„Das war wichtig für alle. Alles in allem ein positiver Tag in Monaco“, resümierte der gebürtige Allgäuer.

Günther: vielversprechendes Qualifying

In Monaco entscheidet ein gutes Qualifying über den Ausgang des Rennens. In den engen Strassengassen von Monte Carlo zu überholen, ist eine Herkulesaufgabe- aber nicht unmöglich, wie die zahlreichen Positionsverschiebungen während des Rennens eindrucksvoll bewiesen haben.

Günther nutzte seine Qualy-Gruppe, die er auf Platz 3 beendete- Einzug in die Superpole. Am Ende reichte es für Startplatz 5, eine gute Ausgangsposition für das Rennen.

Im Rennen bewies Günther Nervenstärke und blieb cool.  Auf dem Formel-1-Kurs im Fürstentum machte der Deutsche Boden gut, enge Zweikämpfe prägten den Rennverlauf. In der Schikane presste sich der Allgäuer an Vergne (DS Techeetah) und Evans (Jaguar) vorbei auf Podiumskurs-Platz 3.

Doch Nissan-Pilot Oliver Rowland machte ihm einen Strich durch die Rechnung, traf den BMW-Piloten in der Hafenschikane leicht am Heck- vorbei die Chance auf das Podium.

So kam Günther als Fünfter ins Ziel, am Ende fehlten ihm lediglich vier Zehntelsekunden auf Position zwei.

Teamchef Roger Griffiths zeigte sich mit dem Aufwärtstrend des Deutschen sichtlich zufrieden. „Platz fünf im Rennen und im Qualifying sind sehr gute Resultate für Maximilian. Es ist wichtig für ihn, zurück in den Punkten zu sein, und es ist auch für das Team ein gutes Ergebnis.“

Mit dem 5. Platz verbesserte sich Günther auf Platz 16 in der Meisterschaft und wird beim Puebla E-Prix in Mexiko am 09. /10. Juni von Quali-Gruppe drei auf Zeitenjagd gehen.

Jake Dennis: zahlt Lehrgeld

Nach seinem Überraschungscoup von Valencia mit dem Premierensieg musste Jake Dennis im zweiten BMW viel Lehrgeld in Monaco bezahlen. Von Anfang an lief es nicht nach dem Geschmack des Briten.

Im Qualifying schaffte es der Brite nur auf Platz 14. In der ersten Runde geriet Dennis in der Haarnadelkurve in einen leichten Auffahrunfall, verursacht von Mahindra-Pilot Alexander Sims, indem auch Pascal Wehrlein (Porsche) und Lucas di Grassi (Audi) verstrickt waren. 

Die Front und das Heck des BMW iFE.21 erlitten Beschädigungen, der Valencia-Sieger fiel ans Ende des Feldes zurück. Später folgte noch eine eine Durchfahrtstrafe wegen zu hoher Energienutzung, sodass der Brite auf Platz 17 ins Ziel kam.

Jake Dennis im BMW iFE.21 hinter Mitch Evans (Jaguar)Monaco ©FIA FormulaE

„Mein Rennen verlief etwas unglücklich“, sagte der Brite. „Ich war mitten im Getümmel, und es gab einen Rückstau vor Kurve 7. Als ich von hinten getroffen wurde, ist mein Auto in den Rückwärtsgang gesprungen, und ich habe jede Menge Zeit verloren“, ärgerte sich Dennis. 

Teamchef Griffiths zeigte sich enttäuscht. „Leider ist es bei Jake nicht das starke Ergebnis geworden, das wir uns nach seinem beeindruckenden Wochenende in Valencia erhofft hatten“, notierte der BMW-Verantwortliche.

Dennis file auf Platz 10 in der Meisterschaft zurück, das BMW i Andretti Motorsport-Team belegt in der Teamwertung Platz 5.

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