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FormelE: Antonio Felix da Costa nach Last-Minute-Sieg: „Habe alles auf den Tisch gelegt“

A Felix da Costa jubelt Monaco E-Prix ©FIA FormulaE

Was für ein grandioser Sieg von Antonio Felix da Costa. Der amtierende Formel-E-Champion elektrisierte bei seinem Last-Minute-Sieg die Motorsport-Welt.

„Es fühlt sich unglaublich an, in Monaco gewonnen zu haben“, zeigte sich Felix da Costa ergriffen. „Wir hatten heute ein tolles Rennen, hart aber fair, und ich liebe Rennen, wenn sie so sind.“

Es war das mit Abstand spannendste Formel-E-Rennen der letzten Jahre. Bis zur letzten Kurve kämpfte das Trio Felix da Costa, Robin Frijns (Virgin) und Mitch Evans (Jaguar) um den prestigeträchtigen Sieg im Fürstentum.

„Ich kann mich an keine Serie erinnern, in der wir so viele Führungswechsel hatten, das ist unglaublich. Ich habe in der letzten Runde alles auf den Tisch gelegt und das hat sich ausgezahlt“, erzählte der 29-jährige DS Techeetah-Pilot der staunenden Medienlandschaft. Alle im Fahrerlager waren sich hernach einig, dass der Monaco E-Prix jährlich in den Renn-Kalender der Elektro-Rennserie gehört.

Nach der harschen Kritik, die die Formel E nach dem Chaosrennen in Valencia  entgegen prasselte, war das Balsam auf die Wunden. Felix da Costa & Co. betrieben beste Werbung für den Elektro-Rennsport.

Der Champion zeigte bereits im Qualifying seine herausragenden Qualitäten. Nach Platz 4 im Qualify verdrängte der Portugiese mit einer Zauberrunde den Niederländer Robin Frijns auf Platz 2 – Pole-Position.

Permanenter Führungswechsel

Zu Beginn des Rennens behielt Da Costa die Führung, aber der Kampf um den Platz an der Sonne war während des gesamten Rennens intensiv. Der Formel-E-Champion und Frijns wechselten sich die Führung viermal ab.

„Wir hatten heute alle viel Spaß und es war ein gutes Rennen“ bestätigte Frijns, der sich mit seinen ehemaligen Teamkollegen bei Andretti einen offen Schlagabtausch lieferte- immer fair und spektakulär. Der Niederländer trickste den Portugiesen auf der Innenspur nach der Start-Ziel-Geraden in Richtung St. Devote aus und übernahm das Kommando.

Felix da Costa konterte geschickt in den entscheidenden Momenten, musste jedoch kurz vor Rennende doch noch um seinen ersten Saisonsieg bangen. Mitch Evans im Jaguar war plötzlich der lachende Dritte, der innerhalb einer Runde zuerst Frijns in Turn 1 und danach Felix da Costa bei der Bergauffahrt Richtung Casino auf der Innenspur düpierte und in Führung ging.

Unverhoffte Schützenhilfe von Jean-Eric Vergne

„Da hat Antonio ein wenig geschlafen“, vermutete Formel-E-Experte Daniel Abt bei Sat.1. Doch der Formel-E-Champion fühlte sich bestens ausgeschlafen und erholte sich von seinem Schreckmoment.

Unverhoffte Schützenhilfe erhielt Felix da Costa  ausgerechnet von seinem Teamkollegen Jean-Eric Vergne. Evans verlor im  Kampf auf das Führungsduo bei den Überholattacken gegen Vergne viel wertvolle Energie, die sich zum Schluß negativ bemerkbar machte.

Vergne vor Günther @FIA FormulaE

„Mitch hat im Kampf mit JEV viel Zeit verloren und das hat mir sehr geholfen“, bestätigte der Monaco-Gewinner. „Es waren verschiedene Faktoren, die mich ganz oben auf das Podium geführt haben.“

Als es nach dem Re-Start in der Schlussphase des Rennens -Rene Rast im Audi ‚küsste‘ die Mauer, das Safety-Car rückte aus- um die Wurst ging, war der Portugiese zur Stelle. Dem Führenden Evans ging die Puste aus, die Batterie im Jaguar machte schlapp.

Felix da Costa, der förmlich am Heck des Neuseeländers klebte, ging in der letzten Runde des Monaco-Krimis an Evans vorbei, der sich maßlos über den verpassten Sieg ärgerte. „Dieses Ergebnis schmerzt, denn es ist Monaco und jeder will hier gewinnen“, notierte Evans.

Mark Preston: „Mission erfüllt“

Der ‚Kiwi‘ musste auch noch Frijns vorbei lassen und wurde Dritter. Felix da Costa war es egal, er hatte endlich seinen ersten Saisonsieg. „Ein Rennen in der Formel E in diesem Jahr zu gewinnen, ist sehr knifflig“, notierte der DS Techeetah-Pilot.

„Es war ein Vergnügen, gegen Robin und Mitch zu fahren – sie sind super fair gefahren. Ich habe mir viel Druck gemacht, um dieses Rennen zu gewinnen“, so der 29-Jährige, der den Sieg mit einem einem Sprung vom 10-Meter-Brett in den kühlen Pool feierte. Abkühlung tat not nach der heißen Renn-Schlacht im Fürstentum. 

Der amtierende Champion machte in der Meisterschaft einen gewaltigen Sprung nach vorne. Mit 52 Punkten kletterte der Ds Techeetah-Pilot auf Platz 4, nur zehn Punkte hinter dem neuen Tabellenführer Frijns.

Entsprechend happy war Mark Preston, Teamchef von DS Techeetah. „Vor dem Rennen in Monaco haben wir besprochen, wie wir uns vor diesem Wochenende wieder an die Spitze der Meisterschaft setzen können, und wir waren uns alle einig, dass wir einen Sieg brauchen, um den Spieß umzudrehen – Mission erfüllt.“

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