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Formel E: Grande Finale- Antonio Felix da Costa gewinnt prestigeträchtigen Monaco E-Prix

A Felix da Costa Monaco-Sieger 20212 @FIA FormulaE

Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) hat den prestigeträchtigen Monaco E-Prix gewonnen.

Der Formel-E-Champion feierte seinen ersten Saisonsieg vor Robin Frijns (Virgin) und Mitch Evans (Jaguar).

Bester Deutscher wurde Maximilian Günther (BMW) auf Platz 5.

Update: Die Strafe gegen Lotterer machte sich nunmehr im Klassement bemerkbar. Der Deutsche, der ursprünglich auf Platz 9 geführt, fiel auf Platz 17 zurück.

Dafür rückte Lynn auf P9 und Audi-Pilot Lucas di Grassi erbte mit P10 den letzten WM-Zähler.

Was für eine geile Show im Fürstentum. In einem packenden Rennen passierte der amtierende Formel-E-Champion in der Schlussrunde den bis dahin führenden Neuseeländer Evans, dem die Energie ausging.

Frijns konnte das Missgeschick Evens‘ ebenfalls nutzen und schob sich auf Platz 2, für Evans blieb nur der letzte Podiumsplatz.

The cars make their way round the hairpin on the opening lap Formel E @FIA FormulaE

Pole-Setter Felix da Costa erwischte den besten Start und bog als Erster in Turn 1 ein. Dahinter folgten Robin Frijns, Mitch Evans.

Günther behielt P5, Rene Rast P9. Pascal Wehrlein verabschiedete sich schon früh aus der Spitzengruppe, der seine vielversprechende Ausgangsposition mit P8 nicht nutzen konnte.

Der Porsche-Pilot war in einem Unfall mit Alex Sims (Mahindra) verstrickt, der Brite hatte daraufhin schon früh Feierabend.

Frijns düpiert Felix da Costa

Nach Runde 3 folgte der erste Führungswechsel. Frijns ging nach Start-Ziel-Geraden innen bei Turn 1 an Felix da Costa vorbei- ein sauberes Manövers des Niederländers- die Führung.

Valencia-Premierensieger Jake Dennis war der Erste, der eine Strafe hinnehmen musste. Wegen zu viel Rekuperation bekam der Brite eine 10 Sekunden Stop-and-Go-Strafe aufgebrummt.

Nach fünf Runden gab es keine weiteren Positionsveränderungen im Spitzenfeld, die Deutschen lagen auf den Plätzen P5 (Günther ), P9 (Rene Rast), P15 (Andre Lotterer) und P16 (Wehrlein).

Führung wechselt hin und her

Doch in Runde 9 schnupperte Günther erstmals am Podiumsplatz. Mit Hilfe des Attack Mode überholte der Deutsche nacheinander Rowland im Nissan und Evans- Platz 3. Felix da Costa seinerseits holte sich den Platz an der Sonne zurück und ging an Frijns wieder vorbei.

Doch der Virgin-Pilot konterte und wollte sich die Führung nicht kampflos nehmen lassen. Nach der Start-Ziel-Geraden tauschten Frijns und Felix da Costa neuerlich die Plätze, jetzt war der Niederländer wieder der Führende.

Als Günther, Evans und Felix da Costa sich gleichzeitig ihren zweiten Attack Mode in Runde 13 abholten, schlüpfte plötzlich Jean-Eric Vergne durch und war nun der erste Verfolger von Frijns- Platz 2. In der Folgezeit tauschten im Führungsquintett immer wieder die Positionen.

Was war mit Mercedes los?

Ein rabenschwarzes Wochenende ereilte Mercedes. Sowohl Tabellenführer Nyck de Vries als auch Stoffel Vandoorne hatten mit der Punktevergabe nichts zu tun. Beide Sterne-Fahrer sahen die Zielflagge nicht. 

Mit der Nullnummer in Monaco verlor Mercedes auch die Führung in der Meisterschaft. Zumindest in der Teamwertung retteten die Schwaben noch Platz 1, jetzt nur mehr mit 2 Punkten Vorsprung auf Jaguar.

Dafür zeigte das Spitzentrio einen sehenswerten Dreikampf um den Sieg. Das Manöver des Tagesl lieferte Evans, der innerhalb von zwei Kurven sowohl Frijns als auch den Führenden Felix da Costa düpieren konnte- Platz1 für den Jaguar-Piloten.

Danach machte sich Ernüchterung im Audi-Lager breit. Rene Rast wurde in Sainte Devote nach Kurve 1 von Virgin-Pilot Nick Cassidy unsanft in die Begrenzung gedrängt- das Aus für den Deutschen.

Das Safety-Car in Form des BMW Mini Pacesetter musste das Feld neutralisieren, um das beschädigte Rast-Auto zu bergen.

Nach dem Re-Start knapp sechs Minuten vor Rennende diktierte zunächst Evens das Tempo, dahinter lauerten Felix da Costa und Frijns auf ihre Chance. Vergne machte mit Hilfe des FanBoost Positionen gut, schob sich an Rowland und Günther vorbei auf Platz 4. 

Grande Finale mit 10-Meter-Sprung ins Becken

Ließ sich Evans den großen Triumph im Fürstentum noch nehmen? Ja, denn der Jaguar-Pilot hatte bei seiner atemberaubenden Aufholjagd nicht genügend Reserven mehr, um Felix da Costa und Frijns Paroli zu bieten. 

Das Finale war aus Sicht Evans eine echte Zitterpartie. Die Energie des Jaguar ging zu Ende- der Sieg dahin.

Felix da Costa sagte Danke und schnappte sich den Sieg vor Frijns, der auch noch Evans stehen ließ.

Entsprechend groß war die Freude des Portugiesen in der Fürstenloge, um sich den Siegerpokal abzuholen.

Sieger Felix da Costa in der Fürstenloge ©FIA Formula E

Nach dem Rennen ließ der amtierende Formel-E-Champion seine Freude weiter freien Lauf und feierte den Monaco-Triumph mit voller Montur mit einem 10-Meter-Sprung in das bekannte Hafen-Schwimmbad von Monaco.

Günther überquerte als Fünfter das Ziel, an Vergne kam der Deutsche nicht mehr vorbei. Dennoch ein großer Erfolg für den BMW-Piloten, der schon im Qualifying glänzen konnte.

Hinter Günther kamen Rowland (Nissan), Bird (Jaguar) und Cassidy (Virgin) auf die Plätze 6 bis 8. Der Deutsche Andre Lotterer schaffte trotz einer 5-Sekunden-Strafe – Unfall mit Lucas di Grassi (Audi)- mit Platz 9 ein Top Ten-Ergebnis. 

Nach dem verkorksten Qualifying von Lotterer – Platz 19- ein versöhnliches Ende für den Porsche-Piloten. Dagegen schaffte Teamkollege Wehrlein nicht die Zieldurchfahrt und schied aus. Mahindra-Pilot Alex Lynn holte sich mit Platz 10 den letzten WM-Punkt.

Meisterschaft: neuer Leader Robin Frijns

In der Meisterschaft gab es einen Führungswechsel. Frijns führt die Meisterschaft mit 62 Punkten vor de Vries (57) und Evans (54) an.

Felix da Costa machte mit seinem Sieg und der Pole einen nächtigen Sprung auf Platz 4. Bester Deutscher ist Rene Rast auf Position 8. Günther verbesserte sich auf Platz 16.

Ergebnis Monaco E-Prix:

Monaco E-Prix Ergebnis 2021 ©FIA FormulaE

 

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