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Formel E: Monaco E-Prix- Heimrennen für Tabellenführer Nyck de Vries und Teamkollege Stoffel Vandoorne

2019 Monaco E-prix © FIA FormulaE, Malcolm Griffiths

Der Monaco E-Prix elektrisiert. Das deutsche Mercedes-Team reist mit breiter Brust ins Fürstentum. Nyck de Vries führt die Meisterschaft vor seinem Teamkollegen Stoffel Vandoorne an, in der Teamwertung geht Mercedes als Tabellenführer ins siebente Saisonrennen.

Heimspiel für de Vries und Vandoorne. Beide wohnen in Monaco, ein Rennen vor der Haustüre ist immer etwas ganz Spezielles.

„Ich freue mich sehr, ein Rennen Zuhause fahren zu können“, sagt Tabellenführer de Vries, der zuletzt das Chaos-Rennen in Valencia, wo das halbe Feld wegen Energiemangel strandete, gewinnen konnte. Es war der bereits zweite Saisonsieg des jungen Niederländers.

Nyck de vries,S7_Riad ©LAT Images

„Es wird cool, einen E-Prix in der Stadt zu fahren, in der ich lebe. Davon abgesehen kennen wir die Strecke natürlich aus der Vergangenheit und diesmal fahren wir auch auf dem langen Streckenverlauf – das finde ich besonders aufregend.

Vor zwei Wochen hatten wir ein gutes und positives Wochenende in Valencia, an dem ich meinen zweiten Sieg in dieser Saison einfahren konnte. Jetzt hoffe ich, dass wir auch in Monaco ein sauberes Wochenende hinlegen und weitere Punkte sammeln können. Ich kann es kaum noch erwarten, am Samstag ins Auto zu steigen und durch die Straßen von Monaco zu fahren“, sprüht de Vries vor Tatendrang.

Auf dem 3,318 Kilometer langen Streckenkurs mit 19 Kurven und einen Vollgasanteil von 75% kennt der Mercedes-Pilot jeden Stein, schließlich gewann er in seinen drei Jahren in der Formel 2 jeweils ein Rennen 2017 und 2019 im Fürstentum.

Stoffel Vandoorne warnt: Vorsicht besser als Nachsicht

Teamkollege Stoffel Vandoorne ist auf dem monegassischen Stadtkurs bereits in der Formel 1 und der GP2 gefahren, in der er 2015 das Rennen gewinnen konnte. Auch beim bislang letzten Auftritt der Formel E in Saison 5 war er mit Mercedes-Vorläufer HWA schon mit dabei.

„Ich freue mich darauf, wieder ein Rennen in Monaco zu haben“, zählt Vandoorne schon die Stunden bis zum Rennsamstag.

„Wir waren eine Weile nicht dort und es wird schön, wieder durch die Straßen des Fürstentums zu fahren. Monaco ist immer ein besonderes Event und in diesem Jahr kommt ein neuer Streckenverlauf zum Einsatz, da wir auf der kompletten Grand-Prix-Strecke fahren werden.

Dadurch sollte das Energie-Management besser ausbalanciert sein und auch das Racing sollte spannender werden, weil es bessere Überholmöglichkeiten gibt. Das wird garantiert interessant. Die längere Strecke passt einfach besser zur Formel E“, erklärt der Belgier.

Stoffel vandoorne,S7_Valencia, Freitag, 23. April 2021 ©Mercedes, Sebastian Kawka

Dennoch ist Vorsicht geboten. Der Tabellenzweite weiß aus seiner Formel-1-Zeit, dass ein Heimrennen die Konzentration stören könnte. „Für Nyck und mich ist es eine Art Heimrennen, da wir in Monaco wohnen und viel Zeit dort verbringen. Es ist schön, an einem Rennwochenende einmal in meinem eigenen Bett schlafen zu können.

Gleichzeitig ist es aber auch ein seltsames Gefühl, weil man niemals zu relaxt sein möchte. Deshalb werde ich versuchen, so wenig Zeit wie möglich Zuhause zu verbringen, um stattdessen so oft es geht beim Team zu sein und mich auf das Rennwochenende zu konzentrieren“, sagt Vandoorne.

Eine zusätzliche Herausforderung erwartet die Mercedes-Crew: Monaco ist das einzige Ein-Tages-Event im diesjährigen Rennkalender, Konzentration ist angesagt. Der Shakedown, der üblicherweise am Vortag des Rennens abgehalten wird, um alle Systeme zu testen, wird in Monaco nicht gefahren. Alle Sessions beschränken sich auf den Renn-Samstag.

Teamchef Ian James: Engagement zahlt sich aus

Neun WM-Punkte trennen die beiden Mercedes-Piloten in der Meisterschaft. Teamchef Ian James kann mit seinen beiden Schützlingen mehr als zufrieden sein. „Es fühlt sich gut an, als Führender in der Fahrer- und der Teamwertung nach Monaco zu reisen“, sagt James.

„Das ist ein Beleg dafür, dass sich das Engagement auszahlt, das wir in unser FE-Programm stecken, und dass das Team immer alles gibt, um sich weiter zu verbessern – egal, welchen Herausforderungen es sich dabei stellen muss.

Uns ist jedoch bewusst, dass die Saison gerade erst richtig begonnen hat und es nicht entscheidend ist, zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft in Führung zu liegen. Nachdem der komplette Rennkalender jetzt bekannt ist, erwartet uns eine große Herausforderung, beginnend mit diesem Wochenende in Monaco“, ergänzt James.

Eine Herausforderung stellt sich das Ein-Tages-Programm dar, das alle 12 Teams erwartet. Erst am Samstag früh um 05.30 Uhr wird die Strecke für das Rennen gesperrt, die regulär für den Strassenverkehr in Monte Carlo dient.

„Zum ersten und einzigen Mal in dieser Saison gibt es nur einen Renntag, an dem wir unser Potential unter Beweis stellen müssen. Das ist nichts Neues in dieser Serie, die rund um das Konzept von Ein-Tages-Events aufgebaut wurde. In diesem Jahr waren Doppelwochenenden mit zwei Rennen jedoch die Regel. Entsprechend wird die Dynamik an diesem Wochenende leicht anders sein.

Ich bin mir aber sicher, dass das Team diese Aufgabe annehmen wird und kann mir keinen besseren Ort als die ikonischen Straßen von Monaco für unser nächstes Kapitel in dieser Saison vorstellen“, sieht der Brite der Aufgabe gelassen entgegen.

Ein Premierensieg für Mercedes in Monaco wäre ja nicht das Schlechteste…

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