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Formel E: BMW nach Dennis-Sieg: ‚Auf den Geschmack gekommen‘ – Heimspiel für Max Günther beim Monaco E-Prix

Jake Dennis BMW Sieger Valencia @ BMW

BMW i Andretti Motorsport reist mit breiter Brust zum prestigeträchtigen Monaco E-Prix. Nach dem Sensationssieg von Jake Dennis sprüht der deutsch-amerikanische Rennstall vor Optimismus.

„Jetzt sind wir auf den Geschmack gekommen und würden gerne weitere Erfolge einfahren“, stellt Teamchef Roger Griffiths klar.

„Das BMW i Andretti Motorsport Team reist nach dem Sieg in Valencia mit einem guten Gefühl nach Monaco“, führt der Brite weiter aus. Der erste Saisonsieg beflügelte die Münchner. Formel-E-Rookie Dennis, der zuvor keinen einzigen WM-Punkt sammeln konnte, hat mit seinem Sieg Ruhe in das Team gebracht.

Der Saisonauftakt für BMW verlief nämlich bis Valencia ernüchternd. Erst beim dritten Saisonrennen in Rom konnten die Münchner mit Maximilian Günther und den Plätzen 5 und 9 erste WM-Punkte verbuchen. Die fetten Punkte machte die Konkurrenz unter sich aus.

Premiere in Monaco: Formel-1-Layout

Im Fürstentum wird die Formel E zum ersten Mal in weiten Teilen den längeren aus der Formel 1 bekannten Stadtkurs befahren. Die Vorfreude bei allen beteiligten wächst von Tag zu Tag. „Es wird aufregend sein, zum ersten Mal die Formel-E-Fahrzeuge auf dem kompletten Kurs in Monaco mit all seinen berühmten Sehenswürdigkeiten zu erleben“, fiebert Griffiths der Premiere auf der längeren Variante entgegen.

Der Mix aus schnellen, mittelschnellen und langsamen Kurven auf der 3,318 Kilometer langen Strecke, die übrigens im Uhrzeigersinn umrundet wird, erfordert Präzisionsarbeit. Ein Überholen ist beinahe unmöglich, lediglich in Turn 10 nach dem Tunnel in Richtung Hafen besteht die Möglichkeit für einen Angriffsversuch. In Turn 4 beim Casino vorbei erfolgt die Attack Zone.

Da Costa und Sims in Monaco ©BMW

Daher spielt das Qualifying in Monaco eine entscheidende Rolle für den Rennausgang. „Das Qualifying wird eine Schlüsselrolle spielen, und mit den Gruppen zwei und vier für unsere beiden Fahrer rechnen wir uns gute Chancen auf vordere Startplätze aus“, hofft Griffiths auf eine optimale Ausgangsposition für das Rennen, das am Samstag um 16: 00 Uhr (live auf Sat.1 ab 15:30 Uhr) gestartet wird.

Ein weiterer wichtiger Faktor wird die Fahrzeugbalance für ein erfolgreiches Abschneiden sein, denn das Überfahren der Kerbs fordert Mensch und Material. Dagegen spielt das Energiemanagement wie zuletzt in Spanien eine untergeordnete Rolle, dennoch warnt Griffiths zur Vorsicht.

„Die Strecke hält noch einige Unbekannte für uns bereit, vor allem auch bezüglich des Energiemanagements. Monaco schafft es immer, einige mystische Elemente mitzubringen, die das Rennen aufregend machen. Wir hoffen auf ein starkes Ergebnis für unsere Fahrer und das Team“, so der BMW-Verantwortliche.

Jake Dennis: Premierenrennen in Monte Carlo

Überraschungsmann Dennis hofft den Aufwärtstrend fortsetzen zu können. Nach seinem Premierensieg machte der Brite in der Gesamtwertung einen Sprung auf Platz 8 in der Tabelle. Daher wird der BMW-Pilot aus der zweiten Qualy-Gruppe auf Zeitenjagd gehen. Die Vorfreude beim 25-jährigen Formel-E-Neuling ist gewaltig.

„Ich schaue schon Rennen auf dem Kurs in Monaco, seit ich ein Kind bin. Nun zum ersten Mal selbst dort antreten zu können, ist etwas ganz Besonderes. Ich freue mich unglaublich darauf. Hoffentlich können wir dort ein ähnliches Ergebnis erzielen wie zuletzt bei meinem Sieg in Valencia“, sagt Dennis.

Max Günther BMW Valencia @BMW

Lokalmatador Max Günther: erster Saisonsieg ?

Ein ganz speziellen Rennen wird der Monaco E-Prix für Maximilian Günther. Der Allgäuer hat im letztem Jahr seinen Wohnsitz von Kempten nach Monaco verlegt und genießt wie so viele andere Formel-E-Piloten (Lucas di Grassi, Stoffel Vandoorne, Nyck de Vries, Andre Lotterer) Heimspiel.

„Die Vorfreude auf mein Heimrennen ist riesengroß“, erklärt Günther. „Monaco hat für jeden Rennfahrer einen ganz besonderen Stellenwert. Dieses Mal auch in meinem eigenen Bett schlafen zu dürfen, ist umso besonderer. Die Strecke bietet viele herausfordernde und traditionsreiche Kurvenpassagen, wir fühlen uns bestens gewappnet dafür. Es wird sicher eine tolle Show“, ist sich der 23-jährige Deutsche sicher.

Günther, der zuletzt in Valencia unter seinen Erwartungen blieb, steht unter Erfolgsdruck. Jeweils zwei Nullnummern in Saudi-Arabien und zuletzt in Spanien sorgten für eine große Enttäuschung. In der Meisterschaft rangiert der gebürtige Rettenbacher nur auf Rang 18.

Ein kleiner Trost dürfte es für den Deutschen sein, dass er bei seinem Heimrennen in der letzten Qualy-Gruppe starten darf, die gewöhnlich die besten Streckenbedingungen vorfindet. Eine Lotterie wie zuletzt das zweite Rennen in Valencia dürfte Günther & Co sicher sein. Ein Heimsieg im eigenen Wohnzimmer wäre für ihn ein Befreiungsschlag. 

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