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DTM: ROWE RACING setzt Steer by Wire Technologie von Schaeffler Paravan ein

Schaeffler Paravan Technologie bei mit BMW ROWE RACING ©ROWE RACING

Die DTM wird in dieser Saison von der Steer by Wire-Technologie von Schaeffler Paravan bereichert. Das BMW-Team ROWE und Fahrer Timo Glock setzen in der anstehenden Saison auf das innovative Lenksystem ohne klassische Lenksäule. Premiere für den Deutschen nächste Woche bei den Testfahrten am Lausitzring.

 

„Es ist spannend, von Anfang an beim Einsatz einer Technologie wie dem Steer-by-Wire-System in einer hochprofessionellen Rennserie wie der DTM dabei zu sein“, bestätigt Teamchef Hans-Peter Naundorf.

Der BMW M6 GT3 des ehemaligen Formel-1-Piloten und DTM‑Publikumslieblings hat dabei keine mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe mehr. Stattdessen überträgt ein Steuergerät die von einem Sensor am Lenkrad erkannten Lenkbewegungen des Fahrers elektrisch über ein Kabel („by wire“) an einen Elektromotor am Lenkgetriebe, der dann die Lenkbefehle ausführt.

Für die bekannte Rückmeldung der Lenkung im Lenkrad, die bei klassischen Systemen über die Lenksäule zu spüren ist, erzeugt ein weiterer kleiner Elektromotor direkt am Lenkrad. Das Space Drive-System von Schaeffler Paravan ist das weltweit einzige mit einer Straßenzulassung.

Die Erprobung und Weiterentwicklung unter extremen Belastungen im Motorsport und in der hart umkämpften DTM soll im Renntempo neue Erkenntnisse und eine weitere Verfeinerung des Systems auf dem Weg zur Großserienreife schaffen, wo Space Drive dann viele Einsatzmöglichkeiten bis hin zum autonomen Fahren in ganz verschiedenen Fahrzeugkategorien finden soll.

Wie das Ganze funktioniert, haben die Kollegen von ‚motorsport-magazin‘ im Youtube-Video eindrucksvoll demonstriert.

Die Generalprobe für Glock erfolgt am kommenden Dienstag bei den offiziellen DTM-Testfahrten auf dem Lausitzring. Bei den ersten Testfahrten am Hockenheimring war Glock noch nicht mit der neuen Technologie ausgestattet. Glocks Teamkollege Sheldon van der Linde wird dagegen noch mit dem klassischen Lenkrad die DTM-Saison in Angriff nehmen.

„Der Motorsport mit seinen extremen Anforderungen an die Fahrzeuge ist ein ideales Prüffeld für eine solche, zukunftsweisende Technologie, die in einigen Jahren ein alltäglicher Baustein moderner Automobile sein wird, da der Verzicht auf eine klassische Lenksäule ganz neue konstruktive Freiheiten bietet“, sagt Teamchef Naundorf. „Vielen Dank an Schaeffler Paravan für das Vertrauen, dieses hochinteressante Projekt umsetzen zu dürfen.“

Timo Glock,DTM Test Hockenheimring ©DTM

Timo Glock, Gary Paffett und Sophia Flörsch vor neuen technischen Herausforderung

Glock, der mit Startnummer 16 in der DTM antreten wird, freut sich schon sehr auf die neue Herausforderung. „Ich bin schon einmal bei Schaeffler Paravan mit Joystick gefahren und auch mit einem Straßenfahrzeug“, sagt Glock.

„Das hat sich gut angefühlt. Aber im Rennauto ist ein Steer-by-Wire-System noch mal was ganz anderes. Ich bin sehr gespannt darauf. Es ist eine völlig neue Herausforderung und ein Projekt, das die Zukunft des Automobils mitgestaltet, egal ob im Rennauto oder auf der Straße. Im Rennsport wird vieles erprobt, was später in der Serie umgesetzt wird. Ich freue mich auf die Herausforderung, dieses Thema mit Schaeffler Paravan, Rowe Racing und BMW weiterzuentwickeln.“

Der BMW M6 GT3 vom Rowe-Team ist jedoch nicht das einzige Auto im DTM-Feld mit der neuen Schaeffler-Technologie. Im Mercedes-AMG GT3 von Mücke Motorsport mit Gary Paffett und Abt Sportsline mit DTM-Rookie Sophia Flörsch im Audi R8 LMS GT3 kommt das innovative Lenksystem ebenfalls zum Einsatz. Alle drei Autos mit der Steer by Wire Technologie gehen bei den offiziellen Testfahrten am Lausitzring (04. bis 06. Mai) auf Zeitenjagd.

Roland Arnold, Schaeffler Paravan ©Schaeffler Paravan

Roland Arnold, CEO Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG und Gründer der Paravan GmbH: „Der BMW M6 GT3 von ROWE RACING ist das erste BMW GT3-Fahrzeug überhaupt, das mit Space Drive ausgerüstet wird, um die Steer-by-Wire-Technologie gemeinsam mit ROWE RACING weiterzuentwickeln und unter den härtesten Bedingungen zu testen. Wir freuen uns auf die kommende Saison.

In den letzten zwei Jahren konnten wir auf der Rennstrecke bereits wichtige Impulse für die Weiterentwicklung gewinnen. Durch den Einsatz des mit Space Drive ausgerüsteten BMW M6 GT3 mit Timo Glock und dem konventionell startenden, baugleichen BMW M6 GT3 mit Sheldon van der Linde haben wir nun den direkten Vergleich zwischen den Technologien, der uns wichtige Entwicklungsimpulse liefern wird. Mit Hans-Peter Naundorf und ROWE RACING haben wir einen äußerst erfahrenen Partner an unserer Seite, sei es mit Blick auf die Fahrzeugentwicklung oder auf die DTM.“

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