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Formel E: Premierensieger Dennis:“Mir fehlen die Worte“, Günther im Pech

Jake Dennis Sieg Valencia © FIA FormulaE

Großartiger Tag für Jake Dennis. Der BMW-Pilot hat das Sonntagsrennen des Valencia E-Prix gewonnen.

Es war der Premierensieg für den 25-jährigen Briten in der Formel E, der bis zur Spanien-Premiere noch keinen einzigen WM-Punkte sammeln konnte. „Mir fehlen die Worte“, jubelte Dennis nach seinem Meisterstück.

„Das gesamte Rennen im Cockpit war unglaublich technisch. Es war entscheidend, im richtigen Moment eine Lücke herauszufahren, um den Attack Mode zu aktivieren.

Jeder im Team hat einen großartigen Job gemacht. Ich freue mich unglaublich für alle. Wir hatten so einen schwierigen Saisonstart, aber heute haben wir das Ruder herumgerissen. Wir sind wieder mittendrin“, hielt der Premieren-Sieger fest.

BMW-Teamchef Roger Griffiths schlug ins gleiche Horn. „Wir sind sehr glücklich. Jake hat einen phänomenalen Job gemacht“, zollte der Brite seinen Landsmann viel Lob.

Griffiths und Dennis, BMW © FIA FormulaE

Vor dem Valencia-Doubleheader war Dennis und Porsche-Pilot Andre Lotterer die einzigen Fahrer im Feld, die ohne WM-Punkte waren. Kurios: beide Fahrer kamen bei der Spanien-Premiere auf die Plätze 1 und 2, endlich die ersten Punkte.

Dennis hatte in den den ersten vier Saisonrennen keinen einfachen Stand, der Rookie blieb weit unter den in ihm gesetzten Erwartungen. Doch in Valencia wendete sich das Blatt. Schon am Samstag schaffte Dennis den Turnaround mit vier WM-Punkten. Beim verrückten Regenrennen, bei den zahlreichen Fahrern der Saft in der Schlussrunde ausging, führte die Ausfallorgie dazu, das nur neun Autos das Rennen beendeten. Der Brite behielt die Ruhe und wurde dadurch als Achter in die Top Ten gespült.

Perfekter Renn-Sonntag für Dennis

Am Sonntag lief es einfach perfekt für Dennis und BMW. Im Qualifying nutzte der BMW-Pilot in Gruppe 4 den auf abtrocknender Strecke besser werdenden Grip und zog mit der Bestzeit in die Super Pole ein, das ihm zuvor noch nie gelungen war. Dort behielt er als letzter Starter erneut die Nerven und ließ erneut aufhorchen: Platz 1 und damit erste Poleposition.

Wer gedacht hatte, der Brite könnte am Start nervös werden, wurde eines Besseren belehrt. Dennis ging mit einem guten Start in Führung. Dank sehr guten Energiemanagements und cleveren Einsatzes der beiden Attack Modes kontrollierte der 25-Jährige das Feld und feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.

„Er ist ein sehr reifes Rennen gefahren, konnte immer die Pace kontrollieren und dabei trotzdem noch auf seine Effizienz achten“, zeigte sich Teamchef Griffiths zufrieden. „Das war am Ende der Schlüssel – zusammen mit der perfekten Strategie der gesamten Crew. Wir sind als Schlusslicht in der Teamwertung hierhergekommen und brauchten wirklich dringend so ein gutes Resultat. Für das Team, die Fahrer und vor allem für BMW und Andretti.

Es war extrem wichtig, heute zu liefern – und wir haben es geschafft. Dieser Sieg bedeutet, dass das gesamte Team mit einem Hochgefühl zum kommenden Rennen nach Monaco reisen wird. Davor werden wir aber erstmal den heutigen Abend und die kommenden Tage genießen“, bilanzierte der BMW-Verantwortliche.

Dennis Sieg mit BMW-Team in Valencia © BMW

In der Gesamtwertung machte Dennis einen mächtigen Sprung auf Platz 8 mit nunmehr 33 Punkten.

Max Günther reist punktelos ab

Teamkollege Max Günther hatte dagegen ein schwieriges Wochenende, zwei Nullnummern waren eine große Enttäuschung für den Deutschen. Am Sonntag agierte der 23-Jährige unglücklich. In seiner schnellen Runde im Qualifying überschritt Günther die zuvor von der Rennleitung festgelegten Track Limits. Daraufhin wurde seine Rundenzeit gestrichen, die bis dahin nach drei Gruppen für Platz 6 gereicht hatte. Der Allgäuer musste daher vom Ende des Feldes starten. Von dort war Günther chancenlos, zeigte aber eine starke Aufholjagd bis auf Position 12.

„Dafür, dass wir von ganz hinten gestartet sind, hatten wir eigentlich ein gutes Rennen, würde ich sagen“, notierte der Deutsche. „Es gab viele harte Zweikämpfe mit einigen der Top-Fahrer im Feld. Die sind gut gelaufen, haben aber natürlich viel Zeit gekostet. Ohne sie hätte ich sogar noch weiter nach vorn fahren können“, resümierte Günther, der seinen Teamkollegen zum Premierensieg fair gratulierte: „Gratulation an Jake und das gesamte Team zu diesem großartigen Sieg.“

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