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Formel E: Mercedes-Team erwartet intensives Racing in Valencia

Stoffel Vandorrne,S7_Valencia_Test, Samstag, 28. November 2020 ©LAT Images

Das deutsche Team Mercedes reist mit einer guten Ausgangsposition zur Spanien-Premiere nach Valencia. Stoffel Vandoorne gewann zuletzt das zweite Rennen in Rom und kommt als Meisterschaftsvierter zum nächsten Double-Header auf dem Circuit Ricardo Tormo.

Teamkollege Nyck de Vries musste zuletzt mit einer Nullnummer in Italien einen Rückschlag einstecken und hofft auf die Erfolgsspur zurückzukehren.

Die Strecke in Valencia, die den Formel-E-Teams als Teststrecke vor Saisonbeginn dient, wurde für die beiden Rennen am Samstag (15:00 Uhr) und Sonntag (14:00) modifiziert. Der Kurs vor den Toren der Stadt Valencia ist einer der wenigen permanenten Rennkurse, auf denen die vollelektrische Rennserie antritt. Insbesondere aus Sicht des Energie-Managements stellt Valencia neue Herausforderungen an die Teams.

Im Vergleich zu den Testfahrten wurde die Rundenlänge für das Rennwochenende leicht verlängert. Der neue Streckenverlauf ist 3,376 km lang und bietet 15 Kurven. Die Aktivierungszone für den Attack-Mode befindet sich außen in Kurve 8. Die Strecke ist nur minimal kürzer als der Stadtkurs in Rom, bringt aber ihre eigenen einzigartigen Herausforderungen mit sich. Eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit erwartet die Formel E.

Stoffel Vandoorne: Intensives Racing

„Die Strecke in Valencia unterscheidet sich sehr von dem Kurs, auf dem wir in Rom gefahren sind“, sagt Rom-Sieger Stoffel Vandoorne. „Genau genommen ist sie fast das komplette Gegenteil. Rom war ein enger, welliger Stadtkurs, während Valencia eine permanente Rennstrecke ist, die leicht modifiziert wurde, um etwas verwinkelter zu sein und der Formel E besser zu liegen.

Die Streckencharakteristik ist ganz anders. Die Kurven sind sogar ziemlich schnell und lang. Das macht Valencia zu einer großen Herausforderung mit Blick auf das Energie-Management. In dieser Hinsicht ist es wahrscheinlich eine der schwierigsten Strecken des Jahres. Entsprechend wird das Racing intensiv und es wird stark auf die Strategie ankommen.

Überholen sollte hier einfach sein, aber es bringt eben einen Nachteil beim Energie-Management mit sich. Aktuell ist noch nicht klar, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen werden. Ich sehe keinen Grund, warum wir in Valencia nicht konkurrenzfähig sein sollten, aber wir alle wissen, wie unvorhersehbar die Formel E sein kann. Alles ist möglich und ich gehe positiv gestimmt ins Wochenende“, ergänzt der Belgier.

Stoffel Vandorrne,S7_Valencia_Test, Samstag, 28. November 2020 ©LAT Images

Nyck de Vries: Heiß aufs Rennen

„Nach einem schwierigen Wochenende in Rom freue ich mich sehr darauf, diese Woche in Valencia wieder auf die Strecke gehen zu können“, sagt Nyck de Vries. „Die beiden Rennen in Rom endeten leider nicht so, wie wir es uns gewünscht hatten, aber wir werden jetzt alles geben, um uns nach diesen Rückschlägen in Valencia gestärkt zurückzumelden.

Ich bin richtig heiß auf das dritte Rennwochenende in dieser Saison und hoffe, dass sich das Wetter in Europa ein wenig beruhigt und nicht ganz so unberechenbar ist wie zuletzt. Wir kennen die Strecke in Valencia von den Testfahrten, aber der Kurs ist ganz anders als die typischen Stadtkurse in der Formel E.

Entsprechend müssen wir abwarten, wie sich das Wochenende entwickelt. Wir müssen uns auf unser Programm konzentrieren und können dann hoffentlich ein gutes Wochenende hinlegen“, so der Niederländer, der in der Meisterschaft Platz 5 einnimmt.

Ian James und Nyck de ries, Mercedes ©Mercedes, LAT Images

Sowohl Vandoorne als auch de Vries müssen in der ersten Quali-Gruppe auf Zeitenjagd gehen. Im Normalfall ein Nachteil wegen des noch fehlenden Grips. Da Valencia eine permanente Strecke ist, dürften die Nachteile diesmal nicht so gravierend sein. Teamchef Ian James sieht es anders. „Beide Fahrer gehen am Samstag in der Qualifying-Gruppe an den Start, in der die schlechtesten Bedingungen herrschen werden“, sagt der Brite.

James weiß noch nicht so genau, was das Mercedes-Team in Spanien erwartet. „In dieser Meisterschaft kommt es auf die richtige Einstellung und Herangehensweise an“, erklärt James.

„Das haben wir in dieser Saison bereits gesehen und das zurückliegende Rennwochenende in Rom war ein weiteres gutes Beispiel dafür. Egal, ob eine Herausforderung in unserem Einflussbereich liegt oder nicht, es kommt immer darauf an, wie man als Team darauf reagiert.

Vor dem Rennwochenende in Valencia befinden wir uns sowohl in der Konstrukteurs- als auch der Fahrer-Wertung in einer guten Ausgangsposition. Das ist ein tolles Gefühl, aber unsere starke Performance auf der Rennstrecke stellt uns in Valencia auch vor weitere Herausforderungen. 

Valencia stellt alle Formel E Teams vor eine neue Situation. Denn wir alle besitzen nicht viel Rennerfahrung auf permanenten Rennstrecken wie dem Circuit Ricardo Tormo. Deshalb ist es schwer vorherzusagen, was uns dort erwartet.

Schon jetzt ist klar, dass sich das Team neuen Herausforderungen stellen muss – und das gefällt uns. An diesem Wochenende erhalten wir die nächste Gelegenheit, um zu zeigen, wozu wir fähig sind und wie ich unsere Mannschaft kenne, bin ich sicher, dass wir diese Herausforderung gerne annehmen werden“, fügt James hinzu.

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