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Formel E: Audi vor Spanien-Debüt: „Extrem heiß auf Pokale“

Lucas di Grassi,Formula E, Rome E-Prix 2021 ©Audi

Für das deutsche Team Audi Sport ABT Schaeffler kommt die Spanien-Premiere in Valencia gerade recht. Nach der verpassten Chance auf den ersten Saisonsieg in Rom strebt das Audi-Team Wiedergutmachung an.

Besonders Lucas di Grassi hat noch eine Rechnung offen. „Das Wochenende in Rom war ein harter Brocken, den wir erst einmal verdauen mussten“, sagt di Grassi.

Nullnummer in Rom für di Grassi:

In Rom zeigte der Brasilianer eine bärenstarke Leistung, das Samstagsrennen verlief zunächst ganz nach dem Geschmack des Ex-Formel-E-Champions. Von Startplatz 4 ins Rennen gegangen angelte sich di Grassi die Führung bis wenige Minuten vor Rennende. Im Duell gegen Jean Eric Vergne ließ der Brasilianer den Franzosen immer wieder auflaufen und fuhr bis wenige Minuten vor Rennende einen sicheren Sieg entgegen.

Doch technisches Gebrechen am Audi e-tron FE07 verhinderte den ersten Saisonsieg, Vergne erbte kampflos den Sieg.

 Lucas di Grassi, Valencia ©Audi

Im zweiten Rennen am Sonntag wurde di Grassi von seinen ewigen Dauerrivalen Sebastien Buemi (Nissan) am Heck getroffen, der Audi-Pilot landete in der Mauer und schied aus. Eine Nullnummer für di Grassi, eine ganz bittere Pille.

Doch der Brasilianer der Sache kann trotz des Doppel-Ausfalls etwas Gutes abgewinnen. „Positiv ist, wir wissen, dass der e-tron FE07 ein Auto ist, mit dem wir gewinnen können – und genau das ist bei jedem Rennen unser Ziel“, so di Grassi.

„Die Saison ist lang, noch hat sich kein Fahrer oder Team abgesetzt“, erklärt der 36-jährige Wahlmonegasse. Es gilt verlorenes Terrain gutzumachen, am besten mit einem Sieg und fette Punkte in Valencia.

Lucas di Grassi, René Rast,Formula E, Rome E-Prix 2021 ©Audi

Rene Rast:

Teamkollege Rene Rast konnte im ersten Rennen mit Platz 6 immerhin ganz wichtige WM-Punkte mitnehmen. Aus einer denkbar ganz schlechten Startposition 20 pflügte Rast durchs ganze Fahrerfeld und schaffte noch den Sprung unter den besten Sechs.

Mit dem neuen Streckenlayout in Valencia erhofft sich Rast wieder oben im Zeitentableau festsetzen zu können. Es ist das erste Mal, dass die Formel E ein Rennen auf einer „echten“ permanenten Rennstrecke ohne temporäre Elemente wie Mauern als Streckenbegrenzung, Bodenwellen oder Kerbs austrägt.

Ein Vorteil für die Fahrer, die schon jahrelang die Vor-Saisontests in Valencia absolviert haben, gibt es auf Grund der geänderten Streckenvariante nicht. Zudem könnte der Regen, der für das Wochenende in Valencia vorhergesagt wird, eine nicht unwesentliche Rolle spielen wie schon zuletzt in Rom.

„Valencia ist eine für die Formel E völlig ungewöhnliche Strecke: Es gibt viele sehr schnelle Passagen, keine echte enge Haarnadelkurve und dafür weite Auslaufzonen, die auch mal einen Fehler verzeihen“, sagt Rast, der im zweiten Rom-Rennen nach einem Fahrfehler in der Mauer landete und ausschied.

Vor-Saisontest in Valencia: Audi im Süden der Tabelle

Audi-Teamchef Allan McNish hofft in Valencia verlorenen Boden wiedergutzumachen. Platz 8 in der Teamwertung genügt nicht den Ansprüchen des Schotten. „Wir waren natürlich enttäuscht, in Rom nicht gewonnen zu haben – aber das macht uns nur noch fokussierter und motivierter“, zeigt McNish die Zähne. „Jeder in unserer Mannschaft – Fahrer, Ingenieure und Mechaniker – ist heiß auf die ersten Pokale“, stellt der Audi-Teamchef klar, der in Spanien zurück in die Erfolgsspur kehren möchte.

Allan McNish,Formula E, Rome E-Prix 2021 ©Audi

Den Testfahrten vor Saisonbeginn in Valencia Ende letzten Jahres gewinnt McNish nicht allzuviel ab. „Der Schwerpunkt bei den Testfahrten vor der Saison liegt nicht auf einer Rennvorbereitung oder einer perfekten Abstimmung für das Zeittraining, deshalb helfen uns die in Valencia gefahrenen Kilometer nicht besonders viel“, verweist der Schotte auf das neue Streckenlayout in Spanien, wo die Formel E eingangs der Zielgeraden eine enge Schikane eingepflegt wurde.

„Ausgangs der Gegengerade sorgt eine zusätzliche enge Kurvenkombination für mehr Spektakel“, freut sich McNish schon jetzt auf zwei spannende und enge Rennen.

Di Grassi konnte bei den Vor-Saisontests in Valencia Ende November/Anfang Dezember letzten Jahres mit Zeiten noch nicht glänzen, verschwand ganz im Süden der Tabelle. Für Teamkollege Rast reichte es ebenfalls nicht zu vorderen Positionen, der dreifache DTM-Champion musste sich mit Platz 20 begnügen. Was die damaligen Testzeiten aller Piloten wert waren, sehen wir am Wochenende beim „Doubleheader“ in Spanien.

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