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Formel E: Stoffel Vandoorne gewinnt zweites Rennen in Rom, schwarzer Tag für Audi

Stoffel Vandoorne (BEL), Mercedes Benz EQ, celebrates on the podium ©FIAFormulaE

Stoffel Vandoorne (Mercedes) gewann am Sonntag das zweite Rennen in Rom vor Alexander Sims (Mahindra) und Pascal Wehrlein.

Erstes Podium für den Deutschen im Porsche. Max Günther (BMW) schafft P5, schwarzer Tag für Audi, beide Autos fielen aus.

Update: Sebastien Buemi erhielt nachträglich eine 5-Sekunden-Strafe für den Crash gegen Lucas di Grassi (Audi) aufgebrummt. Dadurch verlor der Schweizer zwei Plätze und wurde als Zehnter gewertet. Tom Blomqvist (NIO) und Nico Müller (Dragon) rücken dadurch auf die Plätze 8 respektive 9 auf.

Cassidy vor Nato und Wehrlein ©FIAformulaE

Zweiter Safety-Car-Start in Rom

Wie schon am Samstag startete das Rennen hinter dem Safety-Car. Da auf der Start-Ziel-Geraden noch etwas Feuchtigkeit vorherrschte, entschied die Rennleitung zum Bedauern von Formel-E-Experte Daniel Abt das Rennen hinter dem Safety-Car zu starten- wie schon am Samstag.

Die Überraschung gab es schon vor dem Start. Formel-E-Pilot Nick Cassidy angelte sich die Super Pole und ging von Platz 1 ins Rennen. Der Neuseeländer konnte sich über die Führung allerdings nicht lange freuen. In Turn 3 bricht die Hinterachse des Virgin-Piloten aus, ein deftiger Verbremser des Rookie- nur noch Platz 11. Venturi-Pilot Norman Nato führte vor Porsche-Pilot Pascal Wehrlein und Stoffel Vandoorne (Mercedes).

Andre Lotterer: frühe Strafe

Für Porsche-Pilot Andre Lotterer ein Wochenende zum vergessen. Der Deutsche erhielt eine 10-Sekunden-Strafe für den Deutschen, da an seinem Porsche X99 Electric zu lange gearbeitet wurde-eine Top-Platzierung war futsch.

In Runde 3 ging Tabellenführer Sam Bird (Jaguar) an Sebastien Buemi (Nissan) vorbei-P10. Wehrlein startete einen ersten Angriff auf den Führenden nato und ging gleich in Führung. Vandoorne machte es nach und schnappte sich ebenfalls Nato-Platz 2.

Der Mercedes-Pilot wurde von seiner Crew aufgefordert, die Lücke auf Wehrlein zu schließen- was er auch tat.

Rowland schickt Cassidy in die Mauer, Buemi schickt di Grassi ins Out

In Runde 5 wurde Pole-Setter Cassidy in die Mauer geschickt, Nissan-Pilot Oliver Rowland war nach seinem Attack-Mode zu ungestüm und verursachte den Crash- 10-Sekunden-Strafe für den Briten. Eine leichte Kollision zwischen Bird und Dragon-Pilot Nico Müller blieb ohne Folgen.

Folgen hatte es für Audi-Pilot Lucas di Grassi, der in Runde 8 von Nissan-Pilot Sebastien Buemi am Heck touchiert wurde, der daraufhin in der Mauer landete- das erneute Aus für den Brasilianer. Ein nicht astreines Manöver des Schweizers, di Grassi war entsprechend angefressen. Das Safety-Car musste raus, der E-Mini Pacetter führte das Feld an.

Zu diesen Zeitpunkt lag BMW-Pilot Günther auf P4, Rene Rast konnte bereits einige Positionen gutmachen P15.

Venturi greifen nach dem Podium, Rast erleidet Hinterradaufhängungsbruch

Nach dem Restart verschlief zunächst Wehrlein den Start, Vandoorne konnte vorne enteilen. Guenther musste Nato ziehen lassen-Platz 4. Doch der Deutsche musste noch den zweiten Venturi ziehen lassen, Edoardo Mortara schnappte sich ebenso den BMW-Piloten. Beide Venturi von Teamchefin Susie Wolff lagen auf Podestplatz-P4 und 5.

Und Nato hatte noch nicht genug, schnappte sich in Runde 17 Pascal Wehrlein-Platz 3. Der zweite Audi-Pilot Rene Rast machte weiter Positionen gut, doch im Kampf um die Top Ten übersteuerte Rast den e-tron FE07, touchierte die Mauer, worauf die rechte Hinterradaufhängung brach- das Aus für den dreifachen DTM-Champion. Beide Audis ausgefallen, ein schwarzer Tag für Audi.

Rene Rast Audi ©FIAFormulaE

Jetzt musste das Safety-Car raus, Rasts demoliertes Auto musste geborgen werden. Diesmal ging jedoch das Rennen nicht mit dem Safety-Car zu Ende, die Rennleitung gab das Rennen für knapp 2 Minuten und 1 Runde frei. 

Vandoorne, der zwischenzeitlich vorne davoneilte, ließ sich nicht beirren und brachte den Sieg souverän nach Hause. Doch im Kampf um Top Ten-Plätze verloren einige die Nerven, Rowland Bird und de Vries bekämpften sich vehement und landeten alle in der Auslaufzone.

Wehrlein aufs Stockerl, Günther auf P5

Hinter Sieger Vandoorne schaffte Mahindra-Neuzugang Sims Platz 2- eine bärenstarke Leistung des Briten. Nato rettete mit letzter Energie den letzten Podestplatz vor Wehrlein. Doch da Nato zu viel Poer nutzte, wurde der Formel-E-Rookie disqualifiziert. Wehrlein erbte dessen Podiumsplatz, entsprechend happy gab sich der Porsche-Fahrer. „Ich bin happy“, so der Deutsche. 

Ebenso glücklich dürfte BMW-Pilot Günther sein, der ebenso von der Bestrafung Natos profitierte und mit Platz 5 wieder einen Schritt nach vorne machte, wichtige Punkte für die WM. Der Deutsche steht noch ‚Under Investigation‘ nach einer Kollision mit Venturi-Pilot Mortara, der Platz 4 erreichte.

Hinter Günther folgten Jaguar-Pilot Mitch Evans, Antonio Felix da Costa (DS Techeetah), Sebastien Buemi (Nissan) und Nio-Pilot Tom Blomqvist auf die Plätze. Den letzten WM-Punkt sammelte noch Dragon-Pilot Nico Müller, der den Samstagssieger Jean-Eric Vergne hinter sich lassen konnte. Erneut eine gute Leistung des Schweizers.

In der Gesamtwertung führten nach vier Rennen die beiden Jaguar-Piloten Sam Bird und Mitch Evans das Feld an. Bird mit 43 Punkten hat vier Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen, Virgin-Pilot Robin Frijns folgt mit 34 Punkten auf Platz 3. Bester Deutscher ist Wehrlein, der sich mit 32 Punkten auf Platz 6 verbesserte.

In der Teamwertung führt ebenfalls Jaguar (82 Punkte) vor Mercedes (64) und DS Techeetah (46).

Nächster Rennen ist die Premiere in Spanien beim Valencia E-Prix, wo wie schon in Diriyya und Rom zwei Rennen als ‚Doubleheader‘ gefahren werden.

Ergebnis Saisonrennen 4 Rom:

Ergebnis Rom II ©FIAFormulaE

 

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