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DTM: Rowe-Teamchef Hans-Peter Naundorf zur DTM-BoP: „Ein wirklich guter, zukunftsorientierter Ansatz“

Rowe racing,DTM Test Hockenheimring ©DTM

Premiere für Rowe Racing in der DTM. Erster Auftritt bei den zweitägigen Testfahrten in Hockenheim. Teamchef Hans-Peter Naundorf zeigte sich trotz der Wetterkapriolen zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft.

Die beiden Fahrer Timo Glock und Sheldon van der Linde teilten sich den BMW M6 GT3 und drehten insgesamt 183 Runden auf der 4,574 Kilometer langen Strecke.
Von besonderer Wichtigkeit für die Rowe-Mannschaft aus dem saarländischen St. Ingbert war das Kennenlernen der Crew, die mit insgesamt 15 Mann anreisten, das Datensammeln und besonders die Balance-of-Performance-Tests.

Performance und Top-Zeiten standen für Rowe Racing im badischen Motodrom auf der Prioritätenliste noch nicht weit oben. Entsprechend fanden sich Glock und van der Linde im Zeitentableau im Süden der Tabelle wieder. Am Donnerstag reichte es für Glock zu Platz 13, der am Vortag noch mit Platz 16 vorliebnehmen musste.

Rowe racing,DTM Test Hockenheimring ©DTM

Trotz kaltes und sehr wechselhaftes Wetter mit Regen- und Schneeschauern, die die Testarbeit von Rowe beeinträchtigt hatte, schaffte es van der Linde immerhin am ersten Testtag auf Platz 8, am Donnerstag rangierte der Südafrikaner auf Position 15. Lediglich Abt-Pilotin Sophia Flörsch war noch langsamer.

Doch die Top-Zeiten waren zweitrangig. Vielmehr ging es dem Team darum, unterschiedliche Abstimmungen und die neuen Michelin-Reifen auszuprobieren und die Abläufe mit den beiden neuen Fahrern einzuspielen.

DTM-BoP-Test im Mittelpunkt

Auf Wunsch des Serienbetreibers ITR hat die Mannschaft aus St. Ingbert zwei verschiedene Fahrzeugeinstellungen durchgespielt, um genügend Informationen für die Erstellung der Balance of Performance (BoP) zu sammeln. Durch die BoP sollen die konzeptionell sehr unterschiedlichen GT3‑Fahrzeuge von aktuell vier verschiedenen Herstellern (Audi,BMW, Ferrari und Mercedes) zum Saisonstart auf einen vergleichbaren Leistungsstand gebracht werden.

Hans-Peter Naundorf Rowe Racing ©BMW

Dabei nutzt die ITR eine eigene BoP, die vom österreichischen Automobil-Dienstleister AVL Racing durchgeführt wird. Die von AVL eigens entwickelte Software VSM Race (Vehicle Simulation Model) soll eine für alle involvierten DTM-Teams faire Lösung der BoP finden- Chancengleichheit ist oberstes Gebot.

Auf Nachfrage von ‚Bildpresse2010.blog‘ steht Rowe-Teamchef Hans-Peter Naundorf der DTM-BoP sehr aufgeschlossen gegenüber. „Generell halte ich das für einen guten Ansatz  diesen Weg zu gehen und zu beginnen, wie jetzt in Hockenheim geschehen“, sagte Naundorf.

„Ich denke, wir alle sollten ihnen etwas Vertrauen geben und uns Zeit nehmen, um zu sehen, wie das Output ist. Jeder macht heute die Simulationen und steht allen möglichen Bedenken gegenüber. Ich denke, dass die Simulationen auch mit den entsprechenden Daten aus dem Auto abgeglichen wurden. Also für mich ist das ein wirklich guter, zukunftsorientierter Ansatz“, stellt der Rowe-Teamchef klar.

Dabei hat Naundorf jahrelange Erfahrung mit anderen BoPs in diversen GT3-Serien, die auf ein völlig anderes Konzept als die DTM setzen. Hier integrieren die Serien wie das ADAC GT Masters oder die IMSA beispielsweise Erkenntnisse von realen Testfahrern, die DTM geht hier einen ganz anderen Weg.

Teamchef Naundorf mit Test zufrieden

Naundorf war mit der Testarbeit seiner beiden Schützlinge zufrieden. „Für unser Team war es ein spannender Moment, mit den Testfahrten in Hockenheim unsere erste DTM‑Saison offiziell auf der Strecke zu eröffnen“, sagte Naundorf.

„Es war trotz der schwierigen Bedingungen am ersten Tag ein guter Test, da wir beiden Fahrern viel Zeit geben konnten, um sich an das Auto und auch ans Team zu gewöhnen. Timo und Sheldon sind zwei absolute Top-Piloten, die sich sofort in unsere gewohnten Arbeitsabläufe und unsere interne Kommunikation integriert haben.

Neben den BoP-Tests haben wir viele Informationen über das Zusammenspiel des BMW M6 GT3 mit den neuen Michelin-Reifen gesammelt. Bis zum nächsten Test auf dem Lausitzring haben wir jetzt ein bisschen Zeit, um in Ruhe alle Daten zu analysieren und dann mit den neuen Erkenntnissen unsere nächsten Aufgaben anzugehen“, resümierte der Rowe-Verantwortliche.

Rowe racing,DTM Test Hockenheimring ©DTM

Timo Glock und Sheldon van der Linde mit viel Spaß an der Arbeit

Glock und van der Linde konnten insbesondere auf trockener Strecke viele Kilometer abspulen- insgesamt 837 Kilometer- und für das Team wichtige Daten und Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung auf die ersten beiden Saisonrennen am 19. und 20. Juni im italienischen Monza sammeln.

Gerade im Hinblick mit dem neuen DTM-Reifenpartner Michelin waren die Tests von enormer Wichtigkeit. Timo Glock sagte in einer digitalen Medienrunde, dass er in seiner langjährigen Motorsport-Karriere zum ersten Mal mit den französischen Reifen in einer Rennserie an den Start geht. Und allzu viel GT3-Erfahrung besitzt der gebürtige Odenwalder ebenfalls nicht.

Timo Glock BMW©Gruppe C Photography

„Der Test hat mir sehr viel Spaß gemacht“, sagte der Ex-Formel-1-Pilot. „Es ist für mich eine neue Erfahrung im BMW M6 GT3, mit dem ich vor vier Jahren das letzte Mal gefahren bin. Somit waren viele Dinge für mich natürlich neu, und auch die neuen Michelin-Reifen bedeuteten eine relativ große Umstellung.

Aber es hat gut gepasst, und wir konnten unser Programm gut durchziehen. Es hat viel Spaß gemacht mit dem Team, alles war sehr unkompliziert und reibungslos. Es war ein gelungener Testauftakt, aber ein bisschen Arbeit liegt auch noch vor uns. Wir haben ein bisschen etwas zu analysieren für den nächsten Test auf dem Lausitzring“, bilanzierte Glock.

Ins selbe Horn stieß Teamkollege van der Linde, der wesentlich mehr GT3-Erfahrung besitzt als sein Teamkollege. „Ich denke, das war ein sehr positiver Test für uns, zwei gute Tage in Bezug auf gefahrene Kilometer und das Sammeln von Daten für den nächsten Test auf dem Lausitzring“, bestätigte van der Linde.

„Das ist das wichtigste für das Team. Wir haben in diesem Jahr einen neuen Reifen, daher gibt es für uns Fahrer und das Team viel zu lernen. Ich persönlich habe an diesen zwei Tagen viel gelernt. Jetzt freuen wir uns auf den nächsten Test.

Sheldon van der Linde Rowe ©Gruppe C Photography

Bevor wir zum Lausitzring gehen, haben wir noch viele Daten zu analysieren. Es war auch schön, das Team zu sehen und in diesen beiden Tagen alle ein bisschen besser kennenzulernen.

Es ist ein sehr angenehmes Team, und ich bin sicher, dass wir mit ROWE und ‚HP‘ Naundorf das Team bis zum Lausitzring noch ein bisschen voranbringen und ein paar gute Schritte nach vorn machen können. Ich bin schon gespannt darauf, wieder ins Auto zu steigen“, so der 21-jährige Südafrikaner, der bereits einen DTM-Sieg auf seinen Konto hat.

Gelegenheit dazu gibt es für Glock und van der Linde vom 4. bis 6. Mai auf dem Lausitzring.

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