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DTM: Maximilian Götz setzt erste Bestzeit in Hockenheim- Kälte, Schneefall und Lärmschutz setzen Piloten zu

Max Götz, HRT,DTM Test Hockenheimring ©DTM

Die DTM hat heute erstmals so richtig Fahrt aufgenommen. Mercedes-Pilot Maximilian Götz setzte beim ersten von zwei Testtagen am Hockenheimring die Bestzeit.

Der Uffenheimer brannte im Mercedes-AMG GT3 mit 1:36,590 Minuten die schnellste Zeit in den Asphalt vor seinem französischen Teamkollegen Vincent Abril. Dahinter landete Audi-Pilot Kelvin van der Linde auf Rang 3.

„Ein schönes Gefühl, wieder zurück zu sein in der DTM“, sagte der Tagesschnellste Götz, der seine Bestzeit am Vormittag gefahren hatte. Das neue Haupt Racing Team kann mit dem Start mehr als zufrieden sein, beide Piloten ergatterten den Platz an der Sonne.

Götz war 0,169 Sekunden auf der 4. 574 Kilometer langen Strecke flotter unterwegs als Abril.

Aprilwetter sorgt für Beeinträchtigung

Die äußeren Bedingungen waren alles andere als optimal in Hockenheim. Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, dazu anhaltender Schneefall, der dazu führte, dass die Nachmittagssession vorzeitig um eine Stunde beendet werden musste. Der April machte seinen Namen alle Ehre.

Dazu kam eine verkürzte Vormittagssession um eine Stunde, da gegen die Lärmschutzverordnung verstoßen wurde. Allerdings nicht von den GT3-Boliden der DTM, sondern die GT4-Autos der DTM Trophy, die ebenfalls zu ersten Testfahrten anrückten, überschritten die erlaubten Grenzwerte.

Insgesamt gingen 18 Fahrer, darunter auch die 20-jährige Münchnerin Sophia Flörsch im Audi R8 LMS GT3 , mit 15 GT3-Rennwagen auf die Strecke, um sich auf den Saisonstart vom 18. bis 20. Juni in Monza vorzubereiten. Im Rowe Racing-Team teilen sich Sheldon van der Linde und Timo Glock den BMW M6 GT3.

 Sheldon van der Linde DTM ©DTM,Gruppe C Photography

„Ich bin eigentlich ein Rookie, mein Teamkollege Sheldon van der Linde hat viel mehr Erfahrung im GT3-Rennwagen“, stellte Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock fest. „In der ersten Kurve sehen die GT3-Autos sehr schnell aus“, so der gebürtigen Odenwalder. Im Zeitentableau kam die Rowe-Mannschaft auf Platz 8.

Für Sheldons älteren Bruder Kelvin verlief die Premiere im Audi R8 LMS GT3 vielversprechend. Zu Testbeginn setzte der Südafrikaner zuerst die Bestzeit, am Ende reichte es für Platz 3. Teamkollege Mike Rockenfeller durfte am Nachmittag ran, beide Abt-Piloten teilen sich den Audi.

Sophia Flörsch mit Space-Drive-System

Sophia Flörsch,DTM Test Hockenheimring ©DTM

Der zweite Audi war Sophia Flörsch vorbehalten, die erstmals mit dem Schaeffler-Paravan-Space-Drive-System auf Zeitenjagd ging. Die Münchnerin erreichte die vierzehntschnellste Zeit und hatte einen Rückstand von 1,804 Sekunden auf den Tagesbesten.

Nico Müller und Gary Paffett: erst Hockenheim, dann Rom

Rosberg-Neuzugang Nico Müller stieg erstmals für seinen neuen Arbeitgeber Team Rosberg ins Cockpit und legte die fünftschnellste Zeit hin. Der DTM-Vizemeister im Audi R8 LMS GT3 erzielte am Nachmittag die Bestzeit. „Vieles ist neu“, stellte Müller fest. „Ich habe mich genauso wie immer auf die Saison vorbereitet, aber mehr Zeit mit meinem Team verbracht, vor allem mit meinem neuen Fahrzeug-Ingenieur“, sagte der Schweizer.

Für Müller war heute bereits Schluss mit dem Testen, denn „Bella Italia“ ruft. Am Wochenende bestreitet der 29-Jährige zwei Formel-E-Rennen in Rom mit dem US-Rennstall Dragon/Penske Autosport. Zumindest wärmere Temperaturen sind dem Schweizer in der italienischen Hauptstadt sicher. Müllers Audi wird morgen nicht mit einem Ersatzpiloten besetzt.

Wie Müller verließ DTM-Rückkehrer Gary Paffett Hockenheim in Richtung Rom. Der Brite eilte zum Mercedes-Formel-E-Team, wo er als Berater fungiert. Zuvor zeigte der 40-jährige Mücke-Pilot im Mercedes AMG-GT3 eine solide Vorstellung und schaffte Platz 9.

„Ich bin sehr happy, wieder zurück zu sein. Die DTM war immer meine Heimat“, betonte Paffett nach zweijähriger DTM-Abstinenz. ADAC GT Masters-Pilot Maximilian Buhk darf morgen Paffetts Auto pilotieren.

Ferrari bei der Musik

Ferrari,DTM Test Hockenheimring ©DTM

Zufrieden zeigte sich auch Red-Bull-Ferrari-Pilot Liam Lawson, der von seinem Formel-2-Sieg in Bahrain zum DTM-Test ins Badische anreiste. “ Wenn man bedenkt, dass das unser erster Tag war, ist es wirklich gut gelaufen“, strahlte der Neuseeländer, der im Ferrari 488 GT3 einen starken vierten Platz erzielte.

Den zweiten Ferrari des italienischen AF-Corse-Teams steuerte Ex-Formel-1-Pilot Alex Albon auf Platz 6. Ferrari, die sich erstmals in der DTM engagieren, waren auf Anhieb bei der Musik dabei.

Am Donnerstag geht der zweite und letzte Testtag über die Bühne, ein weiterer offizieller DTM-Test findet vom 4. bis 6. Mai auf dem Lausitzring statt.

Ergebnis Testtag 1 Hockenheim:

1. Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,590 Minuten
2. Vincent Abril, Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,759
3. Kelvin van der Linde, ABT Sportsline, 1:36,867
4. Liam Lawson, Red Bull AF Corse, 1:36,897
5. Nico Müller, Team Rosberg, 1:36,945
6. Alex Albon, Alpha Tauri AF Corse, 1:37,091
7. Marco Wittmann, Walkenhorst Motorsport, 1:37,260
8. Sheldon van der Linde, ROWE Racing, 1:37,264
9. Gary Paffett, Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport, 1:37,291
10. Fabian Schiller (Test), GetSpeed-Mercedes,1:37,349
11.Mike Rockenfeller, ABT Sportsline, 1:37,641
12.Daniel Juncadella, GruppeM-Mercedes, 1:37,737
13.Philip Ellis, Winward-Mercedes, 1:37,875
14.Lucas Auer, Winward-Mercedes, 1:38,127
15.Sophia Flörsch, ABT Sportsline, 1:38,394
16.Timo Glock, ROWE Racing, 1:38,466
17.Arjun Maini, GetSpeed-Mercedes, 1:38,753
18.Dev Gore, Team Rosberg, 1:38,831

DTM

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