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Extreme E: Premierensieger Rosberg X Racing- „Ich bin sehr stolz darauf“

Extreme E 2021: Desert X-Prix ©Zak Mauger / LAT Images

Die Premierensieger der Extreme E in der Wüste Saudi-Arabiens heißen Molly Taylor und Johan Johan Kristoffersson vom Team Rosberg X Racing. 

Das deutsche Team um Teamchef Nico Rosberg gewann das Finale souverän mit über 20 Sekunden Vorsprung auf Andretti United und sicherte sich damit einen historischen Sieg. „Es war ein fantastischer Start in die Saison“, jubelte Taylor nach ihrem Husarenstück.

„Wir kamen alle in Al-Ula an, ohne zu wissen, was uns erwartet, und mit jeder Runde und jedem Kilometer, den wir absolvierten, lernten wir etwas Neues über das Auto und die Strecke.

Wir waren in jeder Session unter den schnellsten Teams, und das ist wirklich ein Verdienst der tollen Arbeit, die jeder bei RXR im Vorfeld dieses Rennens geleistet hat. Ich muss mich auch bei Johan für seine tollen Überholmanöver im Halbfinale und Finale heute bedanken. Er hat unseren ODYSSEY 21 in eine tolle Position gebracht, so dass ich mich nur noch darauf konzentrieren musste, das Auto nach Hause zu bringen“, strahlte die 32-jährige Australierin.

 Molly Taylor, Desert X Prix ©Charly Lopez / LAT Images

Qualifying 1 und 2: RXR die Schnellsten

Schon im ersten Qualifying am Samstag herrschte große Freude im Rosberg-Lager. Erster Sieg in der ersten Session der Extreme E, beide RXR-Piloten legten einen verdammt schnellen Speed hin.

Auch im zweiten Qualy-Rennen sah es zunächst sehr gut für die Rosberg-Mannschaft aus. Erneut Bestzeit-doch dann der Schock. Kristoffersson und Taylor wurden durch eine Zeitstrafe, die durch einen Softwarefehler mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer des Autos in der Box verursacht wurde, auf P3 der Zeitenliste zurückgestuft.

Die Folge:  RXR konnte sich ihren gewünschten Startplatz für das Halbfinale nicht aussuchen. Damit stand Kristoffersson neben Carlos Sainz von Acciona Sainz und Sebastien Loeb vom Lewsi Hamilton-Team X44 ganz rechts in der Startaufstellung für das Halbfinale.

Ein großartiger Start, unterstützt von der Hyperdrive-Leistung des Autos, verschaffte Kristoffersson einen knappen Vorsprung, doch auf der langen Anfahrt zu Turn 1 wurde der Schwede bald überrundet. Kristoffersson wählte eine breite Linie und überholte Sainz und Loeb am Scheitelpunkt der ersten Rechtskurve, um die Führung zu übernehmen. Ein spektakuläres Manöver des Schweden.

RXR blieb nach dem Fahrerwechsel in Führung, auch Taylor – die sich während der gesamten Veranstaltung als schnellste Fahrerin erwiesen hatte – baute ihren Vorsprung bis zur Zielflagge auf 28,91 Sekunden aus und sicherte sich damit den Einzug ins Finale vor Cristina Gutierrez (Team X44) und Lana Sanz (Acciona Sainz). 

Entsprechender Jubel bei Kristoffersson. „Wir haben gestern ein kleines Problem mit der Zeitstrafe überwunden, aber das Team blieb konzentriert und wir hatten heute einen fantastischen Tag mit dem Sieg im Halbfinale und im Finale“, so der 32-Jährige.

Finale: Rosberg bezwingt Hamilton-Team erneut

Im Finale gegen die Teams Andretti United und X44 von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton zündete Andretti-Pilot Jimmy Hansen eine Rakete und übernahm die Führung.  Kristoffersson lieferte sich mit Loeb ein weiteres Duell in Kurve 1, bevor der Schwede seine ganze Erfahrung in die Waagschale warf und sein fulminantes Überholmanöver aus dem Halbfinale wiederholen konnte. 

Kristoffersson düpierte Hansen auf dem Weg zu Kurve 2 und 3 und setzte sich vom Verfolgerduo ab. Jetzt gab es keinen Halt mehr. In einer atemberaubenden ersten Runde setzte sich der Rosberg-Pilot mit 30 Sekunden Vorsprung vor Hansen ab, als Taylor in der Switching-Zone das Cockpit übernahm. Die Australierin ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und fuhr dem Premierensieg sicher nach Hause.

„Riesige Glückwünsche an das Team für die ganze Arbeit, die sie geleistet haben, um hier ganz oben zu stehen“, sagte Kristoffersson.

„Das Auto hat sich großartig angefühlt und das Rennen war in beiden Läufen spannend, also bin ich wirklich glücklich, dass Molly und ich den Sieg für alle bei RXR und all unsere tollen Fans holen konnten.“

 Molly Taylor (AUS)/Johan Kristoffersson (SWE), Rosberg X Racing ©Sam Bloxham / LAT Images

Teamchef Nico Rosberg strahlte

Teamchef Rosberg strahlte natürlich über beide Ohren, die Premiere für sein Rennteam war vollends gelungen. „Den allerersten X-Prix mit einem Team zu gewinnen, das von der Verpflichtung angetrieben wird, positiven Wandel zu inspirieren, fühlt sich wirklich erstaunlich an“, sagte Rosberg, der in Saudi-Arabien höchstpersönlich vor Ort war.

„Ich bin allen bei RXR so dankbar für all die Anstrengungen, die wir im Vorfeld des Events und während des gesamten Wochenendes unternommen haben – dieser Sieg ist das Ergebnis der unglaublichen Teamarbeit und des Geistes, den wir bei RXR haben, und ich denke, das wurde von Johan und Molly im Auto perfekt demonstriert.

Beide Fahrer haben nichts falsch gemacht und bei den Tests und über das ganze Wochenende hinweg einen unglaublichen Speed gezeigt. Ich bin sehr stolz darauf, beide als Botschafter für unsere Rennbemühungen und unser Engagement für den Schutz unseres Planeten zu haben“, ergänzte der Ex-Formel1-Weltmeister.

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