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Extreme E: Rosberg-Team gewinnt Premiere beim Desert X Prix

Molly Taylor , Extreme E 2021: Desert X-Prix @Extreme E, Steven Tee / LAT Images

Die Premiere der Extreme E in der Wüste Saudi-Arabiens beim Desert X Prix verlief spektakulär.

Molly Taylor und Johan Kristoffersson vom deutschen Team Rosberg X Racing heißen die Premierensieger, die sich im Finale gegen das Team von Jimmy Hansen und Catie Munnings (Andretti United) und Team X44 mit Sebastien Loeb und Cristina Gutierrez durchsetzten.

Halbfinalsieg von Rosberg X Racing

Im Halbfinale standen sich die Top-3-Teams vom Qualifying gegenüber. Die Teams Acciona Sainz, Rosberg und Hamilton kämpften um den Finaleinzug. Die beiden schnellsten Teams schfften das Finale.

Kristoffersson erwischte zunächst den schlechtesten Start, musste sich hinter Loeb und Sainz sr. hinten anstellen. Durch die Staubaufwirbelung hatte der Schwede eine sehr schlechte Sicht, doch der dreifache Rallycross-Weltmeister ließ sich nicht lumpen und dank seiner Erfahrung schlüpfte Kristoffersson schon bald an seinen Kontrahenten vorbei- die Führung.

Der Fahrertausch verlief diesmal für die Rosberg-Mannschaft perfekt – keine Zeitstrafe wie am Vortag-, der Weg für Taylor zum Halbfinalsieg war frei.

X44 mit Cristina Gutierrez am Steuer konnte die Australierin nicht mehr gefährden und rettete sich mit Platz 2 ins Finale. Für Laia Sanz vom spanischen Team Acciona Sainz gab es nichts mehr zu holen, Gutierrez war zu weit davongeeilt- das Aus im Halbfinale.

Crazy Race geht an Andretti United

Während die Teams Rosberg und Hamilton sich fürs Finale qualifizierten, wurde der dritte Finalist gesucht. Jimmy Hansen und Catie Munnings vom US-Team Andretti United setzten sich souverän gegen die Teams Hispano Suiza und JBXE durch.

Finale: Kristoffersson düpiert die Konkurrenz ein zweites Mal

Im Finale legte Jimmy Hansen los wie eine Rakete, baute sich zunächst einen kleinen Vorsprung vor Loeb und Kristoffersson aus. Doch der erfahrene Kristoffersson düpierte Hansen, nahm die Außenbahn, wo die bessere Sicht vorherrschte und schoß an Hansen vorbei- ein ähnliches Manöver gelang dem Schweden bereits im Halbfinale.

Auf der 8,8 Kilometer langen Runde, die von den Fahrer:in je zweimal umrundet werden musste, zog der Rosberg-Fahrer alle Register und schaffte bis zum Fahrerwechsel einen komfortablen Vorsprung von über 30 Sekunden auf das Andretti United-Team.

Das Hamilton-Team X44 hatte keine Siegeschance mehr, Loeb konnte Kristoffersson und Hansen auch wegen der schlechten Sicht nicht mehr folgen.

Rosberg-Pilotin Molly Taylor hatte die einfache Aufgabe, den souveränen Vorsprung nach Hause zu schauckeln. Die 32-jährige Australierin ließ sich den Premierensieg in der Extreme E nicht mehr nehmen. Taylor büßte in ihrem Heat zwar noch gut sieben Sekunden Vorsprung auf Munnings ein, doch der Sieg war ungefährdet. Mit über 98 Sekunden Rückstand auf die Sieger kam Cristina Gutierrez vom Hamilton-team X44 als Dritte ins Ziel.

Am meisten strahlte Teamchef Nico Rosberg im Ziel, der sein Glück kaum fassen konnte.

Shoot-out: Abt Cupra XE gewinnt trotz Kollision

Das Shoot-out-Rennen wurde unter den beiden Teams ABT Cupra und Chip Ganassi ausgefochten, das Team Veloce Racing konnte wegen eines irreparablen Fahrzeugschaden vom Vortag (Überschlag von Stephan Sarrazin) nicht mehr an den Start gehen.

Das Abt-Team, das die komplette Nacht durcharbeitete, um die Odyssee-21 rennfertig zu bekommen, führte durch das Rennen durch Mattias Ekström an. Nach dem Fahrertausch übernahm Claudia Hürtgen das Cockpit, die sich gegen Kyle LeDuc duellierte.

Claudia Hurtgen ,Extreme E 2021: Desert X-Prix @Extreme E,Zak Mauger / LAT Images

Und wieder schepperte es heftig. Kurz vor Rennende verpasste Hürtgen die Ideallinie, LeDuc blieb am Strompedal voll drauf und fuhr der Deutschen volles Rohr ins Heck. Hürtgen schaffte es mit beschädigten Auto noch ins Ziel-Platz 7. LeDuc schied aus.

Eine gelungene Premiere der Extreme E, spektakuläre Bilder, heftige Unfälle und am Ende ein strahlender Sieger mit Rosberg X Racing.

Nächstes Event startet Ende Mai (29.5./30.5.) in Senegal, das im Free-TV bei ProSiebenMaxx übertragen wird.

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