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Formel E: Porsche bekennt sich weiter zur Formel E, Engagement verlängert

Fritz Enzinger und Amiel Lindesay Porsche ©Porsche

Porsche ist der nächster Hersteller, der der Formel E die Treue hält. Der deutsche Sportwagenhersteller hat heute offiziell sein Engagement für die kommende Gen3-Ära bestätigt.

 

„Mit der neuen Rennwagengeneration Gen3 beginnt für die Formel E das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Und da wollen wir auf jeden Fall dabei sein“, sagt Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport und Konzern-Motorsport der Volkswagen AG.

„Mit unserem Einstieg 2019 haben wir uns klar zur Formel E bekannt. Aus unserer Sicht bietet sie das wettbewerbsstärkste Umfeld, um die Entwicklung von High-Performance-Fahrzeugen mit Schwerpunkten auf Umweltfreundlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Die zurückliegende Saison hat das trotz aller pandemiebedingten Einschränkungen bestätigt. Die Erfolge in unserer Rookie-Saison mit zwei Podiumsplätzen und einer Pole Position sind erst der Anfang“, so der gebürtige Grazer.

Porsche Electric Formel E Andre Lotterer ©Porsche

Porsche setzt auf die Zukunft der Formel E und hat sich als fünfter Hersteller nach Mahindra, DS Techeetah, Nissan und Dragon für die Gen3-Ära, die ab der Saison 2022/2023 beginnt, offiziell eingeschrieben.

FIA-Präsident Jean Todt und Formel-E-Geschäftsführer Jamie Reigle sind happy

„Die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft steht vor einem weiteren wichtigen technischen Meilenstein, und ich bin glücklich, dass Porsche den Weg in die neue Ära mitgeht“, sagt FIA-Präsident Jean Todt. „Die Rennwagen der Gen3 werden leichter, leistungsstärker und schneller nachladbar sein und die Formel E als Speerspitze des elektrischen Motorsports weiter stärken.

Das ist auch die Bestätigung dafür, dass die Formel E für Automobilhersteller die richtige Plattform ist, um ihre Expertise in der Elektrifizierung unter Beweis zu stellen und unser gemeinsames Engagement für nachhaltigere Mobilitätslösungen zu demonstrieren“, so der Franzose.

Formel-E-Geschäftsführer Jamie Reigle kann sich also auf den ersten deutschen Hersteller freuen, der sein Bekenntnis zur Zukunft der Serie abgibt. Während Audi und BMW nach dieser Saison den Stecker ziehen und sich aus der Formel E verabschieden, warten man in London noch auf positive Signale von Mercedes. Bisher hat sich der schwäbische Automobilhersteller noch nicht für die neue Gen3-Ära eingeschrieben.

„Ich bin sehr erfreut, dass sich Porsche zu einer langfristigen Partnerschaft mit der Formel E bekennt“, sagt Jamie Reigle, CEO der Formel E. „Die Präsenz von Porsche innerhalb der Formel E ist immens, und das Team hat bereits gezeigt, dass es eine treibende Kraft bei unserer weiteren Entwicklung sein wird.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Hinblick auf Gen3. Mit ihr wird die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft ein Testfeld für die neue Generation des Elektro-Techniktransfers von Renn- zu Straßenfahrzeugen bleiben“, so der Kanadier.

Mehr Leistung, Power und schnellere Ladezeiten für die Gen3-Autos

Die Rennwagen der Gen3 sind ein technischer Meilenstein in der Weiterentwicklung der Formel E. Sie bringen Vorteile bei Performance und Effektivität sowie eine insgesamt bessere Kostenkontrolle. Auch die Leistung wird im Vergleich zu den in dieser Saison gefahrenen Gen2-Boliden deutlich erhöht.

Im Qualifyingmodus stehen dann 350 kW zur Verfügung statt bisher 250 kW, im normalen Rennmodus sind es 300 kW (bisher 200 kW). Die Autos erhalten außerdem ein elektrisches Allradbremssystem, mit dem noch effizienter Energie zurückgewonnen werden kann – bis zu 600 kW an allen Rädern.

Mit Schnelllade-Boxenstopps, bei denen die Gen3-Fahrzeuge mit bis zu 600kW nachgeladen werden, setzt die Formel E neue Maßstäbe im Motorsport. Diese Neuerung macht nicht nur die Rennen noch interessanter. Die Reduzierung der Ladezeiten ist über den Sport hinaus ein wichtiges Argument für die Akzeptanz von Elektroautos im Alltagsverkehr und trägt damit wesentlich zu Fortschritten bei der Elektromobilität bei.

Fritz Enzinger, Porsche ©Porsche

Porsche war von Beginn an in die Diskussionen um das Reglement der Gen3 mit einbezogen. „Für uns war es wichtig, dass die DNA der Formel E, die diese Meisterschaft so erfolgreich gemacht hat, erhalten bleibt. Das ist der Fall“, stellt Fritz Enzinger klar. 

„Zeitgleich sehen wir Potential, um die Formel E aus sportlicher wie auch aus technologischer Sicht auf das nächste Level zu bringen. Wir sehen es deshalb als interessante Herausforderung, die erfolgreiche Zukunft der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft aktiv mitzugestalten und dadurch der Elektromobilität auf globaler Ebene weiteren Schub zu verleihen. Wir freuen uns auf die neue Ära in der Formel E“, ergänzt der Porsche-Verantwortliche.

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