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DTM: BMW M4 GT3 kommt in die Gänge, bereits mehr als 12.000 Test-Kilometer hinter sich

 BMW M4 GT3,Almeria (ESP), 18th March 2021 ©BMW

BMW Motorsport entwickelt weiter fleissig an dem neuen BMW M4 GT3. 2021 ist das letzte Jahr der Entwicklungsphase des neuen Münchner Flagschiffs, das ab 2022 in den Händen von BMW M Motorsport-Teams weltweit in GT-Rennen um Siege und Titel kämpfen soll.

„Als jemand, der in den vergangenen Jahren sehr viele Rennen im BMW M6 GT3 gefahren ist, habe ich sofort gemerkt, was für ein großer Schritt nach vorn der BMW M4 GT3 sein wird“, sagt der Brite Nick Yelloly nach den Testfahrten im spanischen Almeria.

Seit Jahresbeginn hat der neue BMW M4 GT3 Testwochen auf den spanischen Rennstrecken in Monteblanco und Almeria absolviert und damit die heiße Phase vor den ersten Renneinsätzen eingeläutet. Auf bereits über 12.000 Testkilometern – das entspricht mehr als 60 Stunden Streckenzeit – haben zahlreiche BMW-Werkspiloten intensiv an Fahrbahrkeit und Zuverlässigkeit gearbeitet.

BMW M4 GT3,Almeria (ESP), 18th March 2021 ©BMW

Das Ziel: Eine signifikante Reduzierung der Laufzeitkosten und des Wartungsaufwandes im Vergleich zum Vorgängermodell. Eine wichtige Rolle für die Fortschritte des BMW M4 GT3 spielen die enge Zusammenarbeit zwischen BMW M Motorsport und den Serienentwicklern der BMW M GmbH sowie die Nutzung der Testeinrichtungen der BMW Group.

„Die Stimmung unter uns Fahrern war während der letzten Testfahrten sehr gut, denn wir konnten viele Runden drehen und sind uns alle einig, dass der BMW M4 GT3 sehr viel Spaß macht“, sagte Jens Klingmann am Ende der Testwoche in Almeria.

„Er ist sehr einfach und konstant zu fahren, was sich natürlich auch positiv auf den Reifenverschleiß auswirkt. Auch bei der Weiterentwicklung vieler Systeme haben wir Fortschritte gemacht. Natürlich gibt es immer noch Dinge auszusortieren, aber die Fragezeichen werden immer weniger, die Ausrufezeichen dafür mehr“, so der erfahrene deutsche GT3-Pilot.

Die Testfahrten in der vergangenen Woche in Almeria markierten mit erfolgreichen Dauerläufen und Rennsimulationen einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des BMW M4 GT3. In Almeria standen neben Dauerläufen vor allem Tests mit verschiedenen Reifenfabrikaten im Mittelpunkt.

Am Steuer wechselten sich dabei Martin Tomczyk, Jens Klingmann und Nick Yelloly ab. Zusätzlich sind mit Augusto Farfus, Marco Wittmann, Bruno Spengler, Sheldon van der Linde und Jesse Krohn weitere BMW-Piloten in das Projekt eingebunden. 

Motor BMW M4 GT3 ©BMW

Der neue BMW M4 GT3 soll den BMW M6 GT3 ablösen, der noch in dieser Rennsaison bei verschiedenen GT3-Serien zum Einsatz kommt. In der DTM 2021mit dem neuen GT3-Reglement setzen die beiden Teams ROWE RACING und Walkenhorst Motorsport je zwei BMW M6 GT3 ein.

Im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger, dem BMW M6 GT3, zeichnen sich beim BMW M4 GT3 bereits zu diesem Zeitpunkt der Entwicklung deutliche Verbesserungen in entscheidenden Bereichen ab. Das betrifft die Reduzierung der Laufzeitkosten und des Wartungsaufwandes genauso wie die Fahrbarkeit für Profi- und für Amateur-Rennfahrer sowohl im Trockenen als auch im Regen.

Tomczyk, Klingmann und Yelloly zeigen sich zufrieden

Einfaches Handling des BMW M4 GT3 ist das oberste Gebot – nicht nur für die Fahrer, sondern auch für das Team an der Strecke. Die Ingenieure von BMW M Motorsport haben dafür einen neuen Weg gefunden: Erstmals ist es möglich, die meisten elektronischen Einstellungen am Fahrzeug vorzunehmen, ohne es an einen Laptop anschließen zu müssen. Kurzfristige Anpassungen von Steuergeräten oder Sensoren sind über das Multifunktionslenkrad und dadurch wesentlich schneller und einfacher möglich.

Martin Tomczyk (GER), Nicky Yelloly (GBR) and Jens Klingmann (GER) ©BMW

„Nachdem ich das Auto bisher nur einmal im Nassen gefahren war, war der Test in Almeria für mich so etwas wie eine Premiere“, sagte Ex-DTM-Pilot Martin Tomczyk. „Wir waren super vorbereitet, und es hat mit wenigen Ausnahmen alles super funktioniert. Mir macht es ebenfalls sehr viel Spaß, das Auto zu fahren. Mein Eindruck ist sehr positiv“, resümierte der Rosenheimer.

Ähnlich äußerte sich der britische Pilot Nick Yelloly. „Wir haben Tests auf Performance genauso absolviert wie Tests auf Konstanz, dazu Boxenstopp-Trainings und Systemchecks. Der BMW M4 GT3 ist auf allen Reifenfabrikaten, die wir ausprobiert haben, sehr gut unterwegs gewesen.

Das stimmt mich mit Blick auf zukünftige Renneinsätze sehr zuversichtlich. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht“, sagte Yelloly.

Zusätzlich zur Testarbeit auf der Rennstrecke, die das BMW-Team RMG im weiteren Jahresverlauf intensiv fortführen und durch erste Testrennen ergänzen wird, spielt die enge Zusammenarbeit zwischen BMW M Motorsport und den Kollegen aus der Serienentwicklung in München eine wesentliche Rolle.

BMW M4 GT3 im Windkanal ©BMW

Die BMW Group nutzt verschiedene Gesamtfahrzeug- und Komponentenprüfstände, zum Beispiel für Messungen von Leistung, Schwingungen, Effizienz und Rollwiderstand. Der BMW M4 GT3 hat Tests auf dem Motor- und Rollenprüfstand absolviert. Dazu kam intensive Arbeit im Wind- und Klimakanal.

In dieser Woche stand darüber hinaus ein Test im Akustikkanal der BMW Group an, um die Geräuschmessungsabstimmung und die Schalldämpferentwicklung mit Geräuschemission für den BMW M4 GT3 voranzutreiben. 

Der Münchner Autohersteller plant, die Testarbeit am BMW M4 GT3 im April und Mai mit weiteren Sessions fortzusetzen. Mal sehen, ob zur anstehenden DTM-Saison erste Gaststarts des neuen BMW M4 GT3 erfolgen.

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