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News: Wasserstoff-Rennserie Hyraze League gründet GmbH

Hyraze League @HWA

Der Motorsport beschreitet weiter neue Wege. Der Elektro-Rennsport hat sich längst etabliert, die Wasserstoff-Rennserie Hyraze League ist ‚The Next Big Thing‘.

Ziel der Serie ist es, den Automobilrennsport durch Fokussierung auf Nachhaltigkeit und den Einsatz von Zukunftstechnologien neu zu positionieren. Dazu wird derzeit eine GmbH gegründet, die unter dem Dach der Hyraze GmbH die Entwicklung der revolutionären Wasserstoff-Rennserie mit 800 PS starken Rennfahrzeugen weiter vorantreiben soll.

Als Geschäftsführer wurde bis auf weiteres Martin Marx, Vorstand der HWA AG, der neu gegründeten Hyraze GmbH bestellt. „Mit der Gründung der GmbH geht die Hyraze  League den logischen nächsten Schritt“, sagt Martin Max. „Durch den Zusammenschluss wird es uns gelingen, die hochkarätigen Kompetenzen der einzelnen Partner effektiv zu bündeln. Schon in der jetzigen frühen Phase des Projekts zeigt sich die inspirierende Innovationskraft der Serie.

Einige Patente sind bereits angemeldet, viele weitere befinden sich in der Vorbereitung. Es macht Freude, gemeinsam mit den Partnern die Entwicklung dieser revolutionären Serie voranzutreiben und auf den Moment hinzuarbeiten, an dem die Rennampeln der Hyraze League auf Grün schalten“, so der frisch gebackene Geschäftsführer.

Hyraze League by HWA ªHWA

Bis zum Start der Serie, geplant sind die ersten Rennen 2023, werden sich im Rahmen einer Investitionsrunde bis zu sechs Gesellschafter zusammenschließen. Zu den Partnern der Hyraze League zählen der ADAC, die DEKRA, der DMSB, Schaeffler und die World eSports Association (WESA), die im August 2020 das Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt haben.

Das innovative Konzept der Hyraze  League beinhaltet eine neuartige Verknüpfung von virtuellem und realem Motorsport mit einer kombinierten Meisterschaftswertung aus Real Racing und Sim Racing.

Vier Patente bereits fix

Mehrere Investoren haben schon ihre Unterstützung für das auf Nachhaltigkeit setzende Konzept der bahnbrechenden Serie zugesagt. Bei der Entwicklung der von grünem Wasserstoff angetriebenen Rennfahrzeuge werden modernste Technologien zum Einsatz gebracht. Die so entstehende Technologieplattform sorgt für einen Innovationsschub, der auch der Serienproduktion von Wasserstoff betriebenen Straßenfahrzeugen zugutekommen wird. Das entspricht der Grundidee der Serie, den Rennsport wieder als Entwicklungsplattform für die Serienproduktion zu nutzen.

Vier Patente wurden bereits angemeldet, die dieses Innovations- und Transformationspotenzial widerspiegeln. Die Rolle der Schlüsseltechnologie nimmt dabei die vom Fraunhofer-Institut geprüfte Technologie der Batteriezellen ein, die einen Quantensprung für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen mit Wasserstoff als Primärenergieträger bedeutet.

Stand bislang nur eine begrenzte Energiemenge zur Verfügung, die rekuperiert werden kann, wird dieses Problem durch eine vollkommen andere Art der Batterienutzung gelöst. Im Fahrzeug der Hyraze League dient die Batterie nicht als Speichermedium für die Primärenergie, sondern als reine Leistungsbatterie.

Studie Hyraze League ©HWA AG

Die Primärenergie wird durch den Wasserstoff erzeugt und steht durch Rekuperation beim Bremsen größtenteils wieder zur Verfügung. Die Energie für den emissionsfreien Antrieb liefert grüner Wasserstoff, der in den beiden Brennstoffzellen der Rennfahrzeuge in Strom für die 4 Elektromotoren umgewandelt wird. 

An der Vorderachse kann bei einer Vollbremsung bis zu 80 Prozent und an der Hinterachse bis zu 100 Prozent über die Elektromotoren gebremst werden. Dadurch ist es möglich, einen extrem hohen Anteil der Energie zurückzugewinnen. Auch auf den kompletten Steuergeräteverbund, welcher die Wasserstoffkomponenten, den Brennstoffzellenantrieb, die Lenkung und die Bremse miteinander verbindet, steuert und überwacht, wurde ein Patent angemeldet.

Keyschlüssel: Reduzierung Feinstaubbelastung 
Um die Mobilität der Zukunft ressourcen- und umweltschonend zu gestalten, ist die Minimierung der Feinstaubbelastung ein entscheidender Punkt. Deshalb enthält das Bremssystem der Wasserstoff-Rennserie eine technische Neuerung, die eine massive Emissionsreduktion bewirkt. Um die anfallenden Bremspartikel im Fahrzeug zu sammeln, wird die Bremse aus dem Rad in das Getriebe verlagert. Dort landet der Abrieb im Ölbad und wird anschließend ausgefiltert. Die Auslagerung der Bremse ermöglicht es zugleich, den Reifenabrieb mittels eines Lüftungssystems während des Fahrens einzusammeln und abzusaugen.

„Mit der Hyraze League wollen wir den Motorsport wieder zu dem machen, was er ursprünglich war: zu einer schnellen und effektiven Entwicklungsplattform für die Serienproduktion“, stellt Michael Kühner, Head of Development Electronic Systems, HWA AG, klar.

„Deshalb haben wir schon in einer frühen Projektphase die künftigen Anforderungen der Automobilproduktion in puncto Sicherheit, Umwelt, Qualität und Komfort berücksichtigt, ohne dabei Abstriche bei der Performance des Rennfahrzeugs machen zu müssen.

Das Besondere an unserem Fahrzeugkonzept: Erst durch die Verknüpfung der einzelnen technischen Neuerungen lässt sich das auf Nachhaltigkeit beruhende Konzept verwirklichen. Jedes der Patente baut auf das andere auf. Nur so lässt sich ein Fahrzeug mit solch außerordentlichen Fahrleistungen bei gleichzeitiger Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Umweltverträglichkeit entwickeln.“

Man darf sehr gespannt sein, wie es mit der Hyraze League weitergeht. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

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