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DTM: DTM-Comeback von Timo Scheider? Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien als Gaststarter mit Mercedes

Timo Scheider, BMW, interviewed von Timo Glock (c)BMW

Die DTM nimmt immer mehr an Fahrt auf. Aktuell stehen 14 GT3-Autos in der Start, neun Teams sind derzeit offiziell eingeschrieben. Weitere Teams könnten in den kommenden Tagen folgen.

Als Fahrer setzen die Teams auf junge, talentierte und hungrige Piloten, oft gepaart mit Routiniers aus der DTM. Serienboss Gerhard Berger zeigt sich mit der derzeitigen Entwicklung zufrieden.

„Wir haben schon ein richtig starkes Starterfeld“, sagt der Tiroler im aktuell ran-Podcast bei Sat.1.

„Die Pflicht haben wir erfüllt, die Kür sollte noch kommen. Ein bisschen kommt ja noch“, verrät Berger. Der Österreicher rechnet mit 17, 18 Piloten, die in der Startaufstellung zum DTM-Auftakt in Monza (18. bis 20. Juni) stehen werden.

Gaststarter: Christian Klien und Hubert Haupt

Als Gaststarter hat sich Bergers Landsmann Christian Klien schon angekündigt. Der 49-fache Ex-Formel-1-Pilot will bei vier DTM-Rennen im Mercedes AMG GT3 mit dem Team JP Motorsport Nico Müller & Co herausfordern. „Mit meinem Team JP Motorsport bin ich in der GT-Open unterwegs und da kam in den letzten Wochen die Idee auf, DTM zu machen“, verriet der 38-jährige Vorarberger gestern Abend beim österreichischen Privatsender ‚ServusTV‘.

Mercedes-AMG GT3 #88, JP Motorsport ©Mercedes

„Man sieht, dass die Serie jetzt mit den GT3-Autos wächst. Man kann schon ein bisschen einschätzen, wer dabei ist. Wir liebäugeln damit, bei einigen Rennen dabei zu sein“, hofft der Österreicher auf einen DTM-Gaststart am Lausitzring, in Zolder, am Nürburgring und in Assen. Klien, der in der Königsklasse des Motorsports für Jaguar, Red Bull und HRT an den Start ging, fährt für das erst im letzten Jahr gegründete JP Motorsport-Team in der GT-Open-Serie. Der Österreicher fungiert zusätzlich für ‚Servus TV‘ als Formel-1-Experte, genauso übrigens wie BMW-Pilot Philipp Eng, der in den letzten Jahren reichlich DTM-Erfahrung sammelte.

Gut möglich, dass sich der Vorarlberger Klien nebenbei Tipps vom Salzburger Eng für die DTM einholen wird.  Eng fährt diese Saison für BMW die IMSA-Serie, daher fraglich, ob der Salzburger auch ein Cockpit bei den beiden in der DTM eingesetzten BMW-Teams Rowe und Walkenhorst findet.

„Wir haben einige Gastfahrer, hier oder da werden es auch mehr als 20 Autos sein“, bestätigt Serienboss Berger. „Das Starterfeld wird noch stärker sein als letztes Jahr. Wir haben die besten Teams und müssen schauen, dass wir auch noch den besten Fahrermix bekommen“, so der 61-jährige Tiroler.

HRT Team Mercedes AMG GT3 ©DTM,HRT

Neben Klien hat sich als Gaststarter der Münchner Rennstallbesitzer und Immobilienunternehmer Hubert Haupt im Mercedes AMG GT 3 angekündigt. „Es ist natürlich eine schöne Geschichte, 30 Jahre später noch einmal selbst ins Lenkrad zu greifen und an einem DTM-Rennen teilzunehmen“, erklärte der 36-fache Ex-DTM-Pilot beim Münchner Lokalsender ‚münchen.tv‘.

Haupt setzt mit seinem Rennstall Haupt Racing Team (HRT) zwei Mercedes-Autos in der DTM ein, die beiden Fahrer hat der 51-jährige Ex-Audi- und Opel-Pilot noch nicht kommuniziert. „Ich werde mir noch das richtige Rennen aussuchen. Es könnte gut sein, dass ich beim ersten Rennen in Monza am Start stehe“, verriet Haupt dem Münchner Sender.

Ex-DTM-Champions am Start?

Beim ran-Podcast tauchten interessante Namen auf, die tatsächlich in der DTM 2021 mit GT3-Reglement an den Start gehen könnten. Ein heißen Eisen für eine DTM-Rückkehr ist der Brite Gary Paffett, der in der Szene mit dem Mercedes-Team Mücke Motorsport in Verbindung gebracht wird. Der zweifache DTM-Champion (2005, 2018) fuhr zuletzt für HWA in der Formel E, konnte sich jedoch nicht so richtig in Szene setzen. 

Gary Paffett sieg am lausitzring,DTM ©DTM

Der amtierende DTM-Champion Rene Rast hat der DTM bereits eine Absage erteilt, da sein ganzes Engagement der Formel E gewidmet ist. Dafür könnte der zweifache DTM-Champion Timo Scheider ein Comeback feiern. „Es gibt Gespräche, mich ins Cockpit zu bekommen“, gibt Scheider offen zu. „Ich fände es geil, ich hätte wirklich Bock drauf“, so der Ex-Champion, der 2008 und 2009 den DTM-Titel mit Audi gewinnen konnte. Scheider, der für Sat.1 als DTM-Experte arbeitet, wird mit Serienpartner Schaeffler in Verbindung gebracht.

Im selben Atemzug taucht der Name Martin Tomczyk, ebenfalls Sat.1-DTM-Experte, als möglicher DTM-Starter auf, der seines Zeichens 2011 mit Audi die Serie für sich entschied. Womöglich gehen sowohl Scheider als auch Tomczyk gemeinsam in der DTM an den Start, TV-Partner Sat.1 müsste sich notfalls mit weiteren Co-Kommentatoren eindecken.

Auch Marco Wittmann, ebenfalls zweifacher DTM-Champion, könnte ein DTM-Cockpit beim BMW-Team Walkenhorst ergattern, zumal der Franke noch einen Werksvertrag bei den Münchnern besitzt und Schaeffler als Trumpfkarte im Ärmel hat. 

Wittmann feierte Jubiläum in Misano 10..Rennen ©Schaeffler

Aus BMW-Sicht spricht viel für einen DTM-Einsatz von Werkspilot Sheldon van der Linde, der immerhin einen DTM-Sieg in der alten Class1-Ära auf seinen Konto stehen hat. Dessen Bruder Kelvin van der Linde feiert bei Abt Sportsline im Audi R8 LMS GT3 seine DTM-Premiere. Die DTM wäre einem Bruderduell der van der Lindes – schon aus Marketinggründen- nicht abgeneigt.

Last but not least wird der langjährige BMW-DTM-Pilot Timo Glock in der Szene für einen möglichen DTM-Start hoch gehandelt. Es bleibt spannend, welche Ex-DTM-Champions tatsächlich in Monza in der Startaufstellung stehen.

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