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Formel E: DS Techeetah schickt DS E-Tense FE20 in Rente, – Titelverteidiger Felix da Costa holt zum Abschied Platz 3

Antonio Felix da Costa (PRT) DS Techeetah, DS E-Tense FE20 ©FiaFormulaE

DS Techeetah und Antonio Felix da Costa feierten zum Abschied des DS E-Tense FE20 beim heiß umkämpften Saisonauftakt in Diriyya mit Platz 3 einen Podiumsplatz. Das Auto des Titelverteidigers geht in den wohlverdienten Ruhestand, beim nächsten E-Prix in Rom (10. April) kommt das Nachfolgemodell zum Einsatz.

„Das war der letzte Auftritt des DS E-Tense FE20 und wenn man bedenkt, wie gut er uns in der sechsten Saison und jetzt gedient hat, war es ein würdiger Abschied mit einigen guten Überholmanövern“, lobte Teamchef Mark Preston das Erfolgsmodell.

Der Saisonauftakt beim Diriyah E-Prix verlief für den Titelverteidiger nicht wunschgemäß. Beide DS Techeetah-Piloten mussten im Qualifying in Gruppe 1 antreten, die sich wegen des fehlenden Grips als Nachteil erwies. Die sandige Strecke war für den DS E-Tense FE 20 Gift, Antonio Felix da Costa und Jean-Eric Vergne konnten keine passablen Zeiten setzen und mussten von den Startplätze 18 und 19 ins Rennen gehen.

Damit war es schwierig, an den Top Ten-Plätze zu klopfen, trotz aller Bemühungen reichte es nicht für die ersten WM-Punkte. Titelverteidiger Felix da Costa schrammte mit Platz 11 knapp an Punkten vorbei, Vergne musste mit Platz 15 vorliebnehmen- lange Gesichter beim Meisterteam.

Antonio Felix da Costa (PRT) DS Techeetah, on the grid ©FIAFormulaE

Qualifying 2: Platz 7 und 9 für das Meisterteam

Im zweiten Nachtrennen sah die Motorsport-Welt schon wieder besser aus. Auf einer um eine Sekunde schnelleren Strecke gegenüber dem Freitagsrennen waren beide DS Techeetah-Piloten im Qualifying bei der Musik dabei. Vergne verpasste um 39 Tausendstel Sekunden den Einzug in die Super Pole und erreichte Platz 7, Teamkollege Felix da Costa legte die zehntschnellste Zeit hin. Der Portugiese durfte am Start eine Position nach vorne rücken, da Mahindra-Pilot Alex Lynn, wegen einer Bestrafung vom Vortag – Verschulden einer Kollision mit Sam Bird (Jaguar)- von Platz 9 auf 12 zurückversetzt wurde.

In einem ereignisreichen Nachtrennen nahmen beide DS Techeetah-Fahrer den Kampf im Verfolgerfeld auf und machten schon nach wenigen Runde Positionen gut. Felix da Costa ließ Nissan-Pilot Sebastien Buemi stehen und schob sich in Runde 1 an den Schweizer vorbei auf Platz 8. Vergne konnte nach vier Runden erstmals eine Position gutmachen, der an Nio-Pilot Tom Blomqvist vorbeiging. Teamkollege Felix da Costa machte es eine Runde später dem Franzosen nach und passierte ebenfalls den Briten – Platz 7.

Vergne und Felix da Costa: Kontaktsport at its best

In der zweiten Rennhälfte überschlugen sich die Ereignisse. In Runde 20 ging Felix da Costa erstmals vorbei an seinen Teamkollegen und schnappte sich die dritte Position. Kurz danach gab es mächtig Ärger zwischen den beiden DS-Techeetah-Piloten. In Runde 22 packte Vergne im Kampf um Platz 3 die Brechstange aus und versuchte in Kurve 20 auf der Außenbahn den Titelverteidiger zu düpieren. Doch der Portugiese hielt dagegen und wollte den Podiumsplatz nicht kampflos herschenken. Kontaktsport at its best.

Um ein Haar hätte Felix da Costa den zweifachen Formel-E-Champion Vergne ins Aus boxiert, als sich beide tochierten.  Ein sehr hartes Duell der beiden Alphatiere, die einen Ausfall mit letzter Mühe abwehren konnten.

JE Vergne ©FIAFormulaE

Die Kritik des Teamkollegen ließ nicht lange auf sich warten. „Unter Teamkollegen verschwendet man keine Energie, weil man sich gegenseitig bekämpft“, giftete der Franzose bei ‚e-formel.de‘ in Richtung des Portugiesen. Teamchef Mark Preston, versuchte nach dem Rennen, die hitzigen Gemüter abzukühlen.

„Die Jungs halten uns manchmal auf Trab, aber das kommt davon, wenn zwei Champions um einen weiteren Titel kämpfen“, sagte Preston. „Sobald sich der Staub gelegt hat, werden sie wieder Freunde sein und wir konzentrieren uns weiter auf das nächste Rennen.“

Felix da Costa: Podestplatz

Vergne schaffte es, den Portugiesen niederzuringen und fuhr den Podiumsplatz beim vorzeitig abgebrochenen Rennen -Mega-Crash von Alex Lynn- sicher nach Hause, sein Teamkollege Felix da Costa überquerte als Vierter die Ziellinie. Da aber der zweifache Formel-E-Champion seinen zweiten Attack Mode nicht mehr aktivieren konnte, bekam Vergne noch nachträglich eine 24-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt und wurde als Zwölfter gewertet.

Lachender Dritter war der amtierende Champion Felix da Costa, der Vergnes Podiumsplatz erbte und somit DS Techeetah die ersten WM-Punkte bescherte. „Es war eine gute Leistung und ein gutes Ergebnis“, zeigte sich der Portugiese zufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir wieder die Pace haben und damit bin ich super zufrieden.

Es war ein spektakuläres Rennen, mit tollen Überholmanövern und einer starken Aufholjagd. Wir verabschieden uns damit von unserem alten Auto. Für das nächste Rennen steht der neue Einsitzer bereit und ich kann es kaum erwarten, ihn zu fahren“, bilanzierte Felix da Costa.

Antonio Felix da Costa (PRT) DS Techeetah, DS E-Tense FE20 ©FIAFormulaE

Vergne: keine Punkte auf dem Konto

Nicht ganz so happy war Vergne, der ohne Punkte im Gepäck die Heimreise antreten musste. „Es sah heute lange so aus, als würde alles zusammenpassen, aber am Ende muss ich leider sagen, dass dem nicht so war“, zeigte sich Vergne enttäuscht.

„Wenn es einen großen Crash wie den von Alex heute gibt, ist das Einzige, was zählt, dass er okay ist. Unglücklicherweise bedeutete das, dass ich meinen zweiten Angriffsmodus, der obligatorisch ist, nicht nehmen konnte, was mir im Endeffekt eine Strafe nach dem Rennen einbrachte und mich die dritte Position kostete.

Es wäre ein wirklich schöner Start in die Saison gewesen, aber wir haben gesehen, dass man nicht das erste Rennen gewinnen muss, um die Saison zu gewinnen. Es war schön, den DS E-Tense FE20 heute mit einem ereignisreichen Rennen in den Ruhestand zu schicken. Das werde ich mitnehmen, wenn ich nun regeneriere und mich auf Rom vorbereite“, so der Franzose.

Würdiger Abschied und beste Unterhaltung

Teamchef Mark Preston war ziemlich aufgewühlt. „Was für ein Rennen“, so der Australier. „Das war der letzte Auftritt des DS E-Tense FE20 und wenn man bedenkt, wie gut er uns in der sechsten Saison und jetzt gedient hat, war es ein würdiger Abschied mit einigen guten Überholmanövern“, freut sich Preston schon auf das neue Auto, das am 10. April in Rom Premiere feiert.

DS Performance Direktor Xavier Mestelan Pinon hingegen lobte den Unterhaltungswert seiner beiden Schützlinge. “ Unsere Fahrer haben eine gute Show hingelegt, und nicht nur das… „, so der Franzose. „Was ich von diesem e-Prix mitnehme, ist, dass wir vorne mit dabei sind und das Zeug dazu haben, unsere Titel zu verteidigen.

Das Team hat nach dem ersten Rennen perfekt reagiert, und das ist sehr ermutigend für die Zukunft. In der Lage zu sein, stärker zurückzukommen, ist entscheidend! Wir müssen diesen Schwung in Rom beibehalten, wo unser neues Auto ein Schlüsselfaktor sein wird“, sagte Pinon zum Abschied des DS E-Tense FE20, der selbst nach dem italienischen E-Prix seine Funktion bei DS Techeetah beendet und zur FIA wechselt.

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