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Formel E: Vorzeitiger Rennabbruch, Sam Bird im Jaguar gewinnt Samstagsrennen in Diriyya

Rennen 2 Diriyya EPrix, Robin Frijns mit Sam Bird und Sette Camara @FIAFormulaE

Jaguar-Pilot Sam Bird gewann das Samstagsrennen in Diriyya vor Robin Frijns (Virrgin) und Jean-Eric Vergne (DS Techeetah).

Für die deutschen Vertreter lief das zweite Nachtrennen dagegen enttäuschend.

„Es fühlt sich großartig an“, sagte der strahlende Sieger Bird. Bester deutscher Fahrer wurde Rene Rast, der mit Platz 10 wieder Punkte sammelte.

Das Rennen wurde mit Roter Flagge beendet, als BMW-Pilot Maximilian Günther nach einem Fahrfehler eine Kollision mit Nissan-Pilot Sebastien Buemi  und Tom Blomqvist (Nio)  auslöste, dahinter folgte offenbar eine zweite Kollision, als Mitch Evans (Jaguar) und Alex Lynn (Mahindra) heftig aneinandergerieten.

Die Fernsehbilder fingen die entscheidenden Szenen, die zum Rennabbruch führten, nicht genau ein. Lynn jedenfalls landete auf dem Dach liegend in die Streckenbegrenzung, blieb aber Gott sei Dank unverletzt.

Da offenbar zu viele Carbonteile auf der Strecke verteilt wurden und die Bergung der verunfallten Autos und Fahrer Vorrang hatte, entschied die Rennleitung, das Rennen nicht mehr fortzusetzen.

Sam Bird spielte der vorzeitige Abbruch in die Karten. Der Brite schaffte nach seinem Ausfall am Freitag den Turnaround und lieferte sich das ganze Rennen lang ein brisantes Duell mit Pole-Setter Robin Frijns (Virgin). Immer wieder tauschten die beiden ehemaligen Teamkollegen von Virgin die Plätze, einmal lag Frijns vorne, dann wieder Bird.

Pole-Setter Frijns erwischte den besten Start und setzte sich gleichmal an die Spitze, dahinter übernahm Bird, der den Überraschungszweiten Sette Camara (Dragon) düpieren konnte, die Verfolgung auf.

Audi-Pilot Rene Rast, der am Freitag noch Vierter wurde, machte gleich zwei Plätze gut und lag auf Position 16. BMW-Pilot Günther war Elfter, die beiden Porsche-Piloten Pascal Wehrlein (P15) und Andre Lotterer (P23) sowie Auftaktsieger Nyck de Vries (P18) und Stoffel Vandoorne, (beide Mercedes, P21) waren am Ende des Feldes zu finden.

Mercedes musste man zu Gute halten, dass sie wegen des heftigen Unfalls von Venturi-Pilot Edo Mortara, ein Kundenteam von Mercedes, nicht am Qualifying teilnehmen durften und daher vom hinteren Feld ins Rennen gehen mussten. Vandoorne bekam zu allem Übel in Runde 2 eine 10-Sekunden-Strafe aufgebrummt- ein Tag zum Vergessen für den Belgier.

DS Techeetah: Meisterteam zeigt Uneinigkeit

Während Frijns und Bird vorne dem Feld davoneilten, machte sich der Titelverteidiger DS Techeetah auf die Verfolgung. Jean-Eric Vergne schnappte sich in der Anfangsphase Nio-Pilot Tom Blomqvist und schob sich auf Platz 6. Dahinter machte es Teamkollege Antonio Felix da Costa dem Franzosen nach und ging an Blomqvist vorbei auf Platz 7. Das DS Techeetah-Duo war sich einig, als Vergne erstmals den Attack Mode zündete und Felix da Costa nach hinten absicherte. 

Uneinigkeit herrschte allerdings bei französisch-portugiesischen Duo, als in Runde 22 Felix da Costa seinen Teamkollegen beim Angriffsversuch keinen Platz ließ und fast in die Mauer drückte. Riesenglück, dass beide DS Techeetah-Piloten noch im Rennen blieben.

Die Führung wechselt erstmals in Runde elf, als Frijns seinen Attack Mode abholte und Bird an den Niederländer vorbeigehen konnte. Zu diesen Zeitpunkt lag Günther als bester deutscher Fahrer auf Position 10. Rast ließ nach vorne abreißen und sah sich plötzlich als 21. im Zeitentableau knapp vor Lotterer.

Als Bird seinerseits einen nicht optimalen Attack Mode zündete, schlüpfte Frijns und Camara, der wie Müller im Dragon ein bärenstarkes Rennen fuhr, durch. Der Jaguar-Neuzugang konterte sofort und ging an Camara wieder auf Platz 2. Müller hielt sich auf P 7 bravourös.

Als Vergne weiter den Weg nach vorne suchte und Camara überholte – Platz 3, folgte die erste Full Course Yellow-Phase im Rennen. BMW-Rookie Jake Dennis wurde von Wehrlein in Runde 17 unsanft in die Mauer gedrängt, der BMW i.FE 21 sah ziemlich mitgenommen aus und musste aufgeben. Der Porsche-Pilot erhielt für diese Aktion eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt.

Nach dem Restart drehte sich das Rennen zugunsten des Jaguar-Piloten Bird. Frijns versuchte zwar einen Angriff auf die Führung, doch der routinierte Brite wehrte souverän ab. Der Virgin-Pilot konnte zwar noch einmal Führungsluft schnuppern, doch wenige Runde später war es Bird, der wieder die Führung übernahm.

Von hinten flog Virgin-Rookie Nick Cassidy heran, der nach einem gelungenen Überholmanöver an Buemi vorbeiging und Siebter war. Dagegen wurde das Nio-Duo Oliver Turvey und Tom Blomqvist durchgereicht, das Dragon-Duo Camara/Müller dagegen konnten sich in den Top Ten festbeißen.

In Runde 27 folgte die Szene, die zum Rennabbruch führte. Die Rennleitung entschied sich wegen des Massenunfalls endgültig zum Rennabbruch.

Sam Bird dürfte es recht gewesen sein…

Ergebnis Rennen 2 in Diriyya:

Ergebnis R2 ©alkamel, FiaFormulaE

 

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