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Formel E: ‚Attack Mode‘ bremst Porsche aus, Wehrlein holt erste Punkte

Pascal Wehrlein, Porsche ©Porsche

Erfolgreiche Premiere für Pascal Wehrlein im Porsche beim Saisonauftakt im im saudi-arabischen Diriyya. Mit Platz 5 bot der Deutsche eine sehr starke Leistung und sorgte für einen guten Einstand im Porsche 99X Electric.

„Alles in allem war das ein gutes erstes Saisonrennen“, konstantierte Wehrlein. „Doch wenn du aus der ersten Reihe startest, denkst du natürlich, dass du das Rennen gewinnen kannst.

Ich bin deshalb auch nicht ganz zufrieden, da wäre sicherlich ein besseres Ergebnis möglich gewesen“, trauerte der 26-jährige Wehrlein ein wenig der verpassten Siegeschance nach.

Für Teamkollegen Andre Lotterer verlief der Saisonauftakt dagegen enttäuschend- nur Platz 16 nach einer Reifenpanne. Doch der Reihe nach.

Wehrlein im Qualifying bärenstark

Im Qualifying setze Wehrlein bereits ein erstes Ausrufezeichen. In Gruppe 3 ging der Porsche-Pilot auf Zeitenjagd und markierte die drittschnellste Rundenzeit, die für den Einzug in die Super Pole reichte. Auf der 2,495 Kilometer langen Strecke nahe der Hauptstadt Riad legte Wehrlein im Super-Pole-Qualifying eine Schippe drauf und musste sich nur Mercedes-Pilot Nyck de Vries geschlagen geben- Platz 2.

Pascal Wehrlein, Porsche ©Porsche

Aus der ersten Startreihe kam Wehrlein vom Start gut weg und bog als Zweiter in die erste Kurve. Der Deutsche versuchte Spitzenreiter de Vries unter Druck zu setzen, der nur teilweise gelang. Der Mercedes-Pilot, der das Rennen souverän für sich entschied, fuhr an diesem Tag in einer eigenen Liga.

In der Anfangsphase konnte der Porsche-Pilot noch vorne mitmischen und zunächst den heranstürmenden Rene Rast (Audi) auf Distanz halten. Auf dem engen und kurvenreichen Stadtkurs konnte Wehrlein seine Verfolger jedoch zur Rennhälfte nicht mehr aufhalten, die mit dem „Attack Mode“ mühelos den Deutschen passierten. Wehrlein fiel auf Platz 5 zurück. Der hatte selbst mit den Einstellungen im Attack Mode zu kämpfen, wie er nach dem Rennen offenlegte.

„Ich hatte einen guten Start und anfangs auch einen guten Speed, doch das änderte sich beim ersten Attack Mode“, sagte der Deutsche. „Die Gründe kennen wir noch nicht. Da müssen wir jetzt auf die Daten schauen und überlegen, was wir am Samstag bessermachen können“, so Wehrlein. Zwei Safety-Car-Phasen in der Schlussphase verhinderten einen weiteren Wehrlein-Angriff auf die Führenden.

Mit dem fünften Platz sammelte der Porsche-Neuzugang dennoch wichtige Punkte und nimmt heute Nachmittag (ab 17:00 Uhr live in SAT.1) beim zweiten Nachtrennen einen erneuten Versuch auf die Spitze.

Im Porsche-Lager war man etwas ratlos, warum der Attack Mode in Wehrleins Auto nicht stimmte. „Für uns hat es gut begonnen“, sagte Porsches Einsatzleiter Amiel Lindesay. „Pascal konnte das Tempo der Spitze mitgehen und dabei auch noch Energie sparen. Bei unserem Attack Mode stimmten dann allerdings die Einstellungen nicht, was uns etwas zurückwarf.

Wir müssen noch analysieren, was da genau los war. Pascal ist das Rennen sicher zu Ende gefahren, während André zum Radwechsel an die Box musste. Wir schauen jetzt nach vorne und greifen morgen wieder an“, so der Franzose.

Andre Lotterer: Reifenschaden

Der zweite Porsche-Pilot Andre Lotterer konnte die in ihm gesetzten hohen Erwartungen nicht erfüllen. Der Routinier, der im Vorjahr an gleicher Stelle aufs Podium kletterte und Porsche damit einen Traumeinstand bescherte, musste aus Gruppe 2 ins Qualifying gehen. Lotterer schaffte zunächst einen vielversprechenden siebten Platz und verpasste knapp die Super-Pole. Doch im Rennen kam der 39-jährige gebürtige Duisburger nicht auf Touren und fiel im weiteren Rennverlauf immer weiter zurück.

Wegen eines Reifenschadens musste Lotterer mit seinem Porsche 99X Electric in der Schlussphase an die Box und belegte letztendlich Platz 16.

Andre Lotterer Porsche©Porsche

„So hatte ich mir mein erstes Rennen der neuen Saison nicht vorgestellt“, zeigte sich Lotterer nach dem Rennen unzufrieden. „Der Porsche 99X Electric fühlte sich wie schon im Training und Qualifying gut an, aber bei der Performance müssen wir noch zulegen.

Dazu bin ich dann wohl auch noch über ein Teil gefahren, das auf der Strecke lag, so dass ich mit einem defekten Reifen an die Box musste. Auch wenn ich heute keine Punkte geholt habe, bin ich für das Rennen am Samstag trotzdem zuversichtlich“, gibt sich der Deutsche kämpferisch.

Ab 13:45 Uhr (live auf ran.de) startet das Qualifying mit beiden Porsche-Piloten, das zweite Nachtrennen beginnt ab 18:00 Uhr (live ab 17:00 Uhr in Sat1 und ran.de).

 

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