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Formel E: Audi e-tron FE07- Feuertaufe bestanden, Rast rast auf Platz Vier

René Rast,Formula E, Diriyah E-Prix 2021 ©Audi

Rene Rast machte dort weiter, wo er in der letzten Saison aufgehört hatte. Mittendrin im Fight um den Sieg. Bärenstarke Leistung des Deutschen beim Saisonauftakt in Diriyya (Saudi-Arabien) auf Platz 4.

„Am Ende war es leider ’nur‘ Platz vier“, sagte Rene Rast. „Wenn mir vor diesem Wochenende jemand gesagt hätte, ich werde Vierter, hätte ich das unterschrieben. Aber von Startplatz drei war mehr drin“, haderte Rast.

Dennoch ein starkes Debüt in seiner ersten vollen Formel-E-Saison für den gebürtigen Mindener. Nur um zwei Zehntelsekunden verpasste Rast den Sprung aufs Podest.

„Wir waren schneller und hatten mehr Energie als der Führende Nyck de Vries“, sagte der 34-jährige Audi-Pilot. „Ich denke, ich hätte ihn überholen können. Doch dann kamen die Safety-Cars. Ich konnte meine beiden Attack Modes nicht nutzen. Dass ich am Ende mehr Energie hatte, hat mir nicht geholfen, da alle Vollgas fahren konnten. Es lief heute also einiges gegen uns, aber trotzdem können wir mit Platz vier zufrieden sein“, fand Rast noch versöhnliche Worte.

In der Tat ein sehr starker Einstand von Rast. Der Wahlösterreicher deutete bereits im Qualifying an, dass er um Siege kämpfen möchte und bei der Musik dabei war.

Der Deutsche qualifizierte sich für die „Super Pole“ der schnellsten sechs Fahrer und sicherte sich Startplatz drei. Rast profitierte dabei von Qualifying-Gruppe 3, die gegen Ende der Session mehr Grip auf der 2,495 Kilometer langen Strecke bot.

René Rast,Formula E, Diriyah E-Prix 2021 ©Audi

Im Rennen überholte der dreimalige DTM-Champion in Runde elf außen herum Pascal Wehrlein (Porsche) und setzte anschließend den Führenden Nyck de Vries im Mercedes-Benz unter Druck. Zwei Safety-Car-Phasen, ausgelöst vom Unfall Sam Bird (Jaguar)/Alex Lynn (Mahindra) und Max Günther (BMW), machten Rast jedoch einen Strich durch die Rechnung. Am Ende hatten jene Fahrer wie Edoardo Mortara (Venturi) und Jaguar-Pilot Mitch Evans einen Vorteil, die beim Einsatz der „Attack Modes“ das Glück auf ihrer Seite hatten.

Dennoch zeigte sich Teamchef Allan McNish beeindruckt ob der Leistung seines deutschen Schützlings. „Für uns ist das definitiv ein gutes Ergebnis“, sagte McNish nach dem Saisonauftakt. „Rene ist ein richtig starkes Rennen gefahren und hat um die Führung gekämpft. Leider kamen die Safety-Cars für ihn zum falschen Zeitpunkt. Doch Rene hat gezeigt, wie stark er und auch unser Auto ist“, resümierte der Schotte.

Top Ten für beide Audi-Piloten

Teamkollege Lucas di Grassi machte im ersten Nachtrennen in der Geschichte der Elektro-Rennserie sieben Positionen gut und holte als Neunter ebenfalls WM-Punkte. Beide Audi-Asse holten mit dem neuen e-tron FE07 wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft.

Lucas di Grassi,Formula E, Diriyah E-Prix 2021 ©Audi

Di Grassi verpasste eine bessere Platzierung bereits mit dem Qualifying. Als Gesamtsechster der Vorsaison musste der Brasilianer in der ungünstigen ersten Qualifying-Gruppe auf Zeitenjagd gehen. Wenig Grip auf dem neuen Streckenbelag machten alle Piloten in Gruppe 1 zu schaffen. Selbst Titelverteidiger Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) landete mit Platz 18 im Nirgendwo.

„Das war erwartungsgemäß ein sehr großer Nachteil, weil die Strecke immer schneller wurde“, sagte di Grassi. Als drittschnellster der ersten Gruppe musste sich di Grassi mit Startplatz 16 begnügen. Im Rennen zeigte der Formel-E-Champion des Jahres 2017 eine seiner berühmten Aufholjagden, die ihn noch auf Platz neun spülte und damit in die Punkteränge brachte. „Es war ein ziemlich starkes Rennen und das Auto fühlt sich dieses Jahr richtig gut an“, war di Grassi zufrieden.

Lob zollte Teamchef McNish. „Auch Lucas ist mit einer entschlossenen und fehlerfreien Leistung von Startplatz 16 weit nach vorn gefahren“, bilanzierte der Audi-Verantwortliche.

Kundenteam Virgin punktelos

Während der Audi e-tron FE07 im Werksteam seine Feuertaufe bestand, enttäuschte Audis Kundenteam Virgin Racing. Nur Platz 17 für Robin Frijns, der nach einem Unfall im zweiten Freien Training nicht am Qualifying teilnehmen konnte und von ganz hinten ins Rennen ging.

Virgins Rookie Nick Cassidy kam nicht über Platz 19 hinaus. Der Neuseeländer hatte jedoch Pech, als seine Qualifying-Zeit, die für die „Super-Pole“ gereicht hätte, gestrichen wurde, da er auf seiner schnellen Runde die Gelben Flaggen nach einen Unfall des Dragon-Piloten Sette Sergio Camara missachtet hatte.

 

 

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