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Formel E: Mahindra mit deutschen Know-How von ZF ein WM-Kandidat

Sims und Gill Mahindra ©Mahindra

Die Formel E startet am Freitag in ihre siebte Saison, erstmals unter den Status der FIA-Weltmeisterschaft. In Diriyya, Saudi-Arabien, stehen als Premiere zwei Nachtrennen auf dem Programm.

„Let’s go racing“, lautet das Motto von Dilbagh Gill, CEO und Teamchef von Mahindra Racing. Der indische Rennstall setzt auf deutsche Wertarbeit, unter der Haube werkelt ein komplett neuer Antriebsstrang von ZF.

Mit Hilfe des deutschen Technologiepartners erhofft sich Mahindra mit dem brandneuen M7Electro in der Weltmeisterschaft ein großes Wort mitreden zu können.

Der neue Antriebsstrang aus dem Hause ZF umfasst neben dem E-Motor sowohl ein einstufiges, hocheffizientes Getriebe als auch eine auf den Rennsport ausgelegte Leistungselektronik. Dazu kommen zusätzlich das Know-how in der Fahrwerkentwicklung und speziell entwickelte Stoßdämpfer. 

Lynn vor Sims, Mahindra ©FIAFormulaE

Dazu hat sich der indische Rennstall für das WM-Debüt neu aufgestellt und seine Fahrerpaarung geändert. Die beiden Briten Alexander Sims und Alex Lynn steigen für Mahindra Racing ins Cockpit.

Sims, der Jerome d’Ambrosio ablöste, wechselte nach zwei Saisons vom deutsch-amerikanischen Rennstall BMW i Andretti zum indischen Team von Dilbagh Gill.

Lynn fuhr zuletzt für Mahindra das „Berliner Sixpack“ als Ersatz für den deutschen Pascal Wehrlein, der seinerseits zur neuen Saison für Porsche an den Start geht.

Alexander Sims: Nur gute Erinnerungen an Diriyya

Der 32-jährige Sims zeigt sich vor dem Auftakt in Saudi-Arabien zuversichtlich. Schließlich gewann der Brite eines von zwei Rennen im Vorjahr beim Saisonstart an gleicher Stelle. Dazu angelte sich der Ex-BMW-Pilot gleich beide Pole-Positions in Diriyya. Die Strecke scheint den besonnenen und ruhigen Sims zu liegen, bei Mahindra sucht er eine neue Herausforderung.

„Ich habe gute Erinnerungen an Diriyah“, sagt Sims vor dem Saisonauftakt, der mit Startnummer 29 antritt. „Zwei Pole-Positions und ein Sieg im vergangenen Jahr waren ein großartiger Start in die Saison. Die Strecke dort ist wirklich aufregend, denn in der ersten Hälfte folgt Kurve um Kurve.

Es ist wirklich wichtig, einen guten Flow zu bekommen. Es gibt auch einige gute Überholmöglichkeiten, also freue ich mich darauf, wieder dorthin zu fahren. Eine der besonderen Herausforderungen in Diriyya ist, dass die Strecke von Anfang an sehr staubig war und sich daher sehr stark verändert hat. Der Versuch, vorherzusagen, wie die Strecke im Qualifying und dann im Rennen sein wird, ist schwierig, genau richtig zu liegen, was die Sache spannend macht“, weiß der Brite.

Dazu kommt, dass erstmals in der Historie der Formel E zwei Nachtrennen ausgetragen werden. Doch für den neuen Mahindra-Piloten nichts Außergewöhnliches. Bei den Langstrecken-Rennen in der WEC oder den berühmten 24-Stunden-Rennen in Spa oder am Nürburgring sammelte der Brite viel Erfahrungen mit Nachtrennen.

Lange Zeit galt Sims als Titelkandidat in der vergangenen Saison, doch die sechs Rennen in Berlin verliefen für den ehemaligen BMW i Andretti-Piloten nicht sehr erfolgreich. Jetzt versucht der Brite mit Mahindra einen Neuanfang und zählt sicherlich zu den heißesten Sieganwärter beim Saisonauftakt.

Alex Lynn (GBR), Mahindra Racing ©FiaFormulaE

Alex Lynn ein alter Bekannter in der Szene

Teamkollege Alex Lynn ist ebenfalls kein Unbekannter im Formel-E-Zirkus. Der großgewachsene Brite schnupperte bereits für Virgin und Jaguar reichlich Formel-E-Luft und konnte zuletzt als Wehrlein-Ersatz bei Mahindra voll überzeugen.

„Ich habe sehr viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt, sowohl in Bezug auf die Arbeit mit dem Team als auch auf mich selbst“, bestätigt Lynn. „Ich habe viel Zeit damit verbracht, die Strecke zu lernen und sicherzustellen, dass ich die kleinen Feinheiten kenne, um zu wissen, was nötig ist, um dort schnell zu fahren. Ich freue mich darauf, die Saison zu beginnen und erwarte, um einige gute Punkte zu kämpfen“, gibt sich der 27-jährige Brite zuversichtlich, der mit Startnummer 94 die Saison angeht.

Mahindra-Boss Dilbagh Gill freut sich jedenfalls auf den Saisonstart in Saudi-Arabien. „Alexander Sims war dort im vergangenen Jahr mit zwei Pole-Positions und einem Sieg ein Star, und Alex Lynn hat im Qualifying sehr konstant gearbeitet“, weiß Gill.

„Wir sind sehr glücklich, in Diriyya mit den Rennen zu beginnen, um in die neue Saison zu starten. Es gibt keinen Bonus, sich auf eine Saison vorzubereiten, in der Formel E ist die Konkurrenz so stark und eng, dass wir sofort loslegen müssen. Es wird interessant, da die Strecke neu asphaltiert wurde und wir zum ersten Mal ein Nachtrennen fahren werden.“

Der indische Teamchef zeigt sich von seiner neuen Fahrerpaarung überzeugt und hofft in dieser Saison, weiter vorne bei der Musik mitzuspielen. „Mit einer starken Fahrerpaarung und den starken Testfahrten in Valencia werden wir von der ersten Runde an Podiumsplätze anpeilen“, gibt sich Gill kämpferisch.

Und im Hintergrund arbeitet der deutsche Ex-Formel-1-Pilot Nick Heidfeld weiterhin für den indischen Rennstall. Heidfeld fungiert als offizieller Test- und Reservefahrer des Teams und spezieller Berater, der bereits fünf Saisons lang für Mahindra tätig ist.

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