Zum Inhalt springen

Formel E: Audi-Duo fiebert Saisonauftakt entgegen

Audi e-tron FE07 #33, René Rast, Audi e-tron FE07 #11, Lucas di Grassi ©Audi

In genau einer Woche geht es los. Die Formel E startet in Diriyya (Saudi-Arabien) in ihre neue Saison, die erste als offizielle Weltmeisterschaft der FIA.

Audi Sport ABT Schaeffler hat sich für das WM-Debüt neu aufgestellt und nach sechs Jahren erstmals seine Fahrerpaarung geändert. Lucas di Grassi und Rene Rast.

Grund genug, mit den beiden Audi-Piloten über die bevorstehende Saison zu sprechen, was die Fans erwartet und welche Freizeitaktivitäten di Grassi und Rast in der langen Winterpause angegangen sind.

Sechseinhalb Monate ohne ein Formel-E-Rennen – wie war diese Zeit für Sie?
Lucas di Grassi: „Wenn man es genau nimmt, sind wir in der Formel E innerhalb eines Jahres nur eine Woche Rennen gefahren.

Natürlich waren wir beim Testen, aber das ist nicht das Gleiche, denn es fehlt die ganze Routine bei der Vorbereitung auf einen Renntag, die Anspannung, das Adrenalin. Es wird also höchste Zeit, dass das alles wiederkommt.“

Rene Rast: „Für mich war die Pause ja zum Glück nicht so lang: Nach dem Formel-E-Finale im August ging die DTM-Saison mit noch 16 Rennen erst richtig los und hat mit dem Titelgewinn im November ein richtig gutes Ende gefunden.“

Was war das Ungewöhnlichste, das Sie in dieser Zeit angestellt haben?
Rast: „Vielleicht nicht besonders ungewöhnlich, aber richtig schön: Meine Verlobte und ich haben unserem Sohn das Skifahren beigebracht.

Bei uns in Österreich waren unter allen geltenden Regeln die Skilifte für Einheimische geöffnet. Das haben wir genutzt, und mittlerweile macht er sich schon richtig gut.“

Di Grassi: „Bei mir war es auf jeden Fall die Konzeption und Gründung einer Weltmeisterschaft für elektrische Scooter.

Die Idee ist eine weltweite Rennserie mitten in den Städten, es gibt ein hohes Preisgeld und jede Menge Aufmerksamkeit für das Thema Mikromobilität. Ein wirklich aufregendes Projekt. Die Verkündung war im vergangenen Sommer, gerade laufen die ersten Tests und noch 2021 wollen wir das erste Rennen fahren.“

Die beiden Nachtrennen in Diriyya bilden den Auftakt der ersten Saison als offizielle Weltmeisterschaft. Was bedeutet das für Sie?
Rast: „Eine Weltmeisterschaft, allein dieses Wort ist etwas ganz Besonderes und löst in jedem Rennfahrer etwas aus. Ich zumindest habe davon schon immer geträumt und bin jetzt echt stolz darauf, ein Teil dieser WM sein zu dürfen.“

Di Grassi: „Dieser Titel gibt der Formel E weltweit noch einmal eine größere Bedeutung. Für uns Teams und Fahrer ist der Druck genauso hoch wie vor jedem Saisonstart – die spannende Frage lautet: Wird es auch in Diriyah so eng zugehen wie bei den Testfahrten in Valencia? Dazu kommt mit zwei Rennen an einem Wochenende – und das auch noch bei Dunkelheit – zusätzliche Spannung rein.“

Was sind die besonderen Herausforderungen eines Nachtrennens?
Di Grassi: „Mal schauen, wie gut die Strecke in Diriyah ausgeleuchtet ist. In Le Mans beispielsweise ist es nachts stockdunkel, man sieht noch nicht einmal den Scheitelpunkt der Kurven. Das wird bei der Formel E hoffentlich ein bisschen anders sein – sonst müssen wir vielleicht doch über Scheinwerfer am Auto nachdenken.“

Rast: „Auch wenn wohl die meisten von uns Fahrern schon ein Nachtrennen oder 24-Stunden-Rennen absolviert haben, gibt es noch viele Fragezeichen: Ist die Beleuchtung gleichmäßig, wird man irgendwo geblendet? Für mich ist es auf jeden Fall das erste Rennen in einem Formelauto bei Dunkelheit.“

 Lucas di Grassi, Allan McNish, René Rast©Audi

Was können die Fans von der neuen Saison erwarten?
Rast: „Wenn wir das bloß selbst wüssten! Aber das macht die Formel E eben so einzigartig und ganz anders als zum Beispiel die Formel 1: In der Formel E ist es immer turbulent, immer unvorhersehbar und mehr als die Hälfte aller Teams und Fahrer kann gewinnen.“

Di Grassi: „Alles, was das Herz eines Motorsportfans begehrt, das können wir auf jeden Fall versprechen: hartes Racing, enge Duelle, viele verschiedene Sieger und bestimmt auch einen bis zum Schluss spannenden Kampf um den ersten offiziellen Weltmeistertitel.“

Was vermissen Sie am meisten am Rennen fahren?
Di Grassi: „Den Druck, das Adrenalin und das Gefühl, mit meinem Rennauto am Limit zu sein …“

Rast: „Dieses Kribbeln eine Minute vor dem Start, dass man ab jetzt ganz auf sich allein gestellt ist, dass gleich der Kampf beginnt, dass 45 Minuten wie zehn Sekunden vergehen – dieses Gefühl kriegst du bei keiner Testfahrt und bei keinem Tag im Simulator.“

Di Grassi: „Und das Gefühl, nach einem erfolgreichen Rennen zum Podium zu gehen – am liebsten natürlich durch ein Meer von Fans, wie wir es hoffentlich bald wieder erleben.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: