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DTM: Schnitzer Motorsport – Teamequipment wird verkauft

BMW-Schnitzer ©Erich Hirsch

Bittere Pille für Schnitzer Motorsport. Der Traditionsrennstall aus Freilassing steht aktuell im Abwicklungsprozess wie ‚gt-place.com‘ meldet.

Nach der Betriebsschließung im Dezember nun die nächste Hiobsbotschaft. Nur noch ein großes Wunder kann die ehemalige BMW-Mannschaft vor dem endgültigen Aus retten.

„Voraussichtlich Ende Februar werden wir beginnen unser gesamtes Teamequipment zu verkaufen“, sagt Herbert Schnitzer Jr.

„Ich will unseren Mitarbeiter Vorkaufsrecht einräumen, ansonsten sammeln wir seit längeren auf einer Liste Interessenten, die wir kontaktieren, sobald unsere Bestandsliste und Bewertung abgeschlossen ist – Ziel Ende Februar“, so der Schnitzer-Teamchef.

Schnitzer's Siegestrophäen mehren sich und mehren sich...(c)Erich Hirsch

Offenbar hat sich eine Zusammenarbeit mit anderen Teams oder einem Hersteller nicht ergeben- in Corona-Zeiten ein geradezu unmögliches Unterfangen. BMW hat Ende 2020 die jahrzehntelange und äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit der oberbayerischen Traditionsmannschaft beendet, die in Motorsport-Kreisen sehr heftig kritisiert wurde.

Trotz der anfänglichen Test- und Entwicklungsarbeit des neuen BMW M4 GT3 mit Schnitzer Motorsport, der 2022 weltweit zum Einsatz kommen soll, setzte BMW die Freilassinger vor die Tür und entschied sich mit dem RMG-Team von Stefan Reinhold nach dem werksseitigen DTM-Ausstieg die Entwicklung des neuen GT3-Autos fortzuführen.

„Mir fällt es immer noch schwer die Betriebsschließung zu verarbeiten“, gibt Schnitzer Jr. offen zu. „Wir sind bereits mitten im Abwicklungsprozess, dennoch hoffe ich jeden Tag, dass ein Käufer durch die Tür tritt, der die Mitarbeiter übernimmt und mit dem Namen Schnitzer Spitzen-Motorsport betreiben will – und die Mittel hat um dies zu können. Mir ist klar, dass dies, in diesen von Corona geprägten Zeiten, nahezu unmöglich ist, aber Hoffnung stirbt als letztes“, klammert sich der Bayer an den letzten rettenden Strohhalm.

Doch es müsste schon ein großes Wunder geschehen, die Schnitzer-Truppe doch noch zu retten. „Ich bin mit dem Gedanken aufgewachsen „man hat erst verloren wenn man aufgibt“, gibt sich der 39-jährige Schnitzer Jr. kämpferisch.

Keine sehr einfache Zeit für Schnitzer-Motorsport. Die Unsicherheit und die drohende Auflösung belasten den Traditionsrennstall. All das zerrt an den Nerven, für Vater Herbert Schnitzer, den den Rennstall mit aufgebaut hat, im Alter von 79 Jahren keine einfache Situation.

„Ich glaube so richtig realisiert habe ich die Betriebsschließung erst wenn wirklich alles vom Team veräußert wurde“, erklärt Schnitzer Jr. „Wie jeden in meiner Familie bricht die unabdingbare, aktuelle Umsetzung der Betriebsschließung jeden Tag ein Stück mehr das Herz“, sagte er.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt…

1 Kommentar »

  1. Die Macht der Kunden und Fans nutzen, einfach mal zusammen legen, wenn man 100 € für 24h Rennen hat, kann man auch Teilaktionär des Teams werden mit allen Vorteilen und Annehmlichkeiten, hat Nachlasskarten 50 %, hat Infos vor allen anderen, leidet und gewinnt mit. Nicht reden einfach mal zusammen stellen wer mitmacht eine Aktie/ Anteil aufzulegen ???? Und hält eine Verantwortung sich nie mehr ein Auto aus dem BMW Konzern zu kaufen. Das ist man Charly schuldig. Denke das Stuck/D.Müller/J.Müller/M.Adorf usw. auch zu Zugeständnissen alle bereit wären. Also fangen wir mal an damit, die Macht der Fans zu demonstrieren.

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