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DTM: Rockenfeller verpasst knapp 24h Daytona-Sieg, Engels Premierensieg und Duo Habsburg & Kubica gehen leer aus

Mercedes-AMG GT3, #57, Winward Racing ,24h Daytona 24h Daytona 2021 ©Mercedes

Die 24h Daytona waren eine kurzweilige Angelegenheit. Mittendrin statt nur dabei sieben Piloten aus der letztjährigen DTM, garniert mit Fahrern aus der Formel E und Formel 1.

Mike Rockenfeller verpasste knapp seinen zweiten Daytona-Sieg nach 2010 und musste sich zusammen mit Jimmie Johnson, Kamui Kobayashi, Simon Pagenaud im Cadillac um nur 4,704 Sekunden geschlagen geben.

Den Sieg in der DPi-Klasse sicherte sich das Acura-Team um den früheren Audi-DTM-Piloten Filipe Albuquerque, der mit Ricky Taylor, Alexander Rossi und Helio Castroneves die 59. Auflage des Langstreckenklassikers in Florida gewann.

Dagegen gab es für den früheren Phoenix-DTM-Piloten Loic Duval nichts zu erben, der im Mustang Sampling nicht ins Ziel kam. Für die früheren Formel-E-Piloten Felipe Nasr und Mike Conway, die mit der Cadillac DPi antraten, endete das Daytona-Abenteuer ebenfalls mit einer Enttäuschung. Nur Platz sechs unter sieben gestarteten DPi-Autos.

GTD-Klasse: Premierensieg für Maro Engel im Mercedes

Ex-DTM-Fahrer Maro Engel feierte mit Mercedes und Winward Racing einen historischen Sieg in der GTD-Klasse. Im Mercedes-AMG GT3 holte sich Engel gemeinsam mit Indy Dontje, Philip Ellis, und Russell Ward den ersten Triumph eines Mercedes-AMG Customer Racing Teams bei dem traditionsreichen Rennen in Florida.

Das Winward-Racing-Team um Engel lieferte sich einen spannenden Kampf mit dem AF Corse Ferrari 488 GT3 um den Sieg. Eine Vorentscheidung fiel vier Stunden vor dem Rennende, als sich der Mercedes über mehrere Runden ein spektakuläres Duell mit Ferrari lieferte und es bei einem Überholversuch zu einer Kollision kam. Der Ferrari musste daraufhin zurück an die Box zur Reparatur und schied aus.

Russell Ward, Philip Ellis, Maro Engel, Indy Dontje ©Mercedes

„Das ist so fantastisch“, strahlte ein überglücklicher Engel nach der Zielankunft. „Ein riesiges Dankeschön an meine drei unglaublich starken Teamkollegen – das erste Mal in Daytona und dann so eine super Leistung.

Danke auch an Winward Racing, die eine fantastische Arbeit gemacht haben. Wir hatten einen perfekt abgestimmten Mercedes-AMG GT3. Das Auto hat einfach nur Freude gemacht und die Strategie hat auch gepasst. Ich bin überwältigt und einfach nur super happy“, freute sich der gebürtige Münchner über den Premierensieg.

LMP2: Habsburg und Kubica ohne Fortune, Mies auf dem Podium

Das große Abenteuer LMP2 endete für die beiden Ex-DTM-Piloten Ferdinand Habsburg und Robert Kubica im Oreca LMP2 07 mit einer Enttäuschung. Gemeinsam mit dem Team High Class Racing war nach nur 56 Runden Feierabend. Einer der ersten Ausfälle in diesem Rennen.

Viel besser lief es dagegen für den Deutschen Christopher Mies im Team Dragonspeed, der mit dem LMP2-Boliden  Oreca LMP2 07 auf Platz drei fuhr und gemeinsam mit den Teamkollegen (Lux / DeFrancesco / Schiller) aufs Podium kletterte.

GTLM-Klasse: Doppelsieg Corvette, Podiumsplatz für Marco Wittmann

Lokalmatador Corvette feierte vor heimischen Terrain einen Doppelsieg. Das Trio Antonio Garcia, Jordan Taylor und Nick Catsburg feierten in der Corvette C8.R nach 770 gefahren Runden den großen Triumph vor dem Schwesterauto, das Formel-E-Pilot Alexander Sims sowie  Tommy Milner und Nick Tandy fuhren.

Für den Briten Sims- in der Formel E bei Mahindra unter Vertrag, nach seinem Abgang von BMW zum US-Hersteller Corvette ein starker Einstand.

Für BMW reichte es in Daytona immerhin zu einem Podestplatz. Der zweifache DTM-Champion Marco Wittmann, der mit Ex-DTM-Ass Augusto Farfus, Jesse Krohn und Lokalmatador John Edwards den BMW M8 GTE pilotierte, erreichte Platz drei.

Marco Wittmann und Timo Glock ©BMW

Wittmann zeigte eine starke Performance, die nicht gewonnene Rolex-Uhr des Sponsoring-Partners der Daytona 24h – jeder Sieger erhält als Souvenir eine Uhr- trauerte der Franke nach.

„Insgesamt ist das Podium ein Erfolg“, sagte der Franke. „Natürlich hatte ich auf den Sieg und eine Uhr als Souvenir gehofft. Aber letztlich müssen wir anerkennen, dass die Corvettes am Wochenende die bessere Pace hatten.

Sie waren einen Tick schneller als wir und haben fast das gesamte Rennen über geführt. Trotzdem können wir auf den dritten Platz stolz sein. Ich habe vorher noch nie in Amerika auf dem Podium gestanden, von daher ist das eine tolle Erfahrung“, fasste Wittmann zusammen.

Im BMW-Schwesterauto musste sich Timo Glock, Philipp Eng, Bruno Spengler und Lokalmatador Connor De Phillippi hinter dem Ferrari 488 GTE mit Platz fünf zufriedengeben.

Dabei sorgte Ex-DTM-Pilot Spengler für mächtig Aufsehen, als der Kanadier den Franzosen Kevin Estre im Porsche 911 RSR kurz nach dem Schwenken der grünen Flagge am Samstag um 15:40 Uhr mit großer Wucht ins Heck fuhr- Durchfahrtsstrafe für Spengler und seinen BMW-Team RLL.

Estre konnte einen Dreher nicht verhindern und kollidierte. Der Porsche wurde durch den heftigen Aufprall (Schäden an Front und Heck) stark in Mitleidenschaft gezogen und musste zur Reparatur- über 14 Runden gingen verloren. Für Porsche war das Rennen gelaufen, bevor es so richtig gestartet war. Am Ende musste sich der Zuffenhausener Sportwagenhersteller mit Platz sechs begnügen.

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